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Fussball

Sicherheitsbedenken: Spielabsage sorgt für Ärger

SID
"Sicherheitsbedenken": Das Oberliga-Spiel zwischen Ratingen und Wuppertal musste ausfallen
© getty

Wegen Sicherheitsbedenken ist in der Fußball-Oberliga Niederrhein die für Sonntag terminierte Begegnung zwischen Ratingen 04/19 und dem Wuppertaler SV abgesagt worden.

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze hat der Austragung des brisanten Derbys nicht zugestimmt, da im Ratinger Stadion die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne. Die Polizei hat am ersten Spieltag mit rund 1000 WSV-Fans gerechnet, von denen nach Einschätzung der ZIS 300 gewaltbereit gewesen wären.

Trotz aller Bemühungen, insbesondere von Wuppertaler Seite, sei es nicht gelungen, die Sicherheitsbedenken der übergeordneten Polizeibehörde auszuräumen, hieß es in einer Presseerklärung der Ratinger. Vonseiten der Polizei wurde mehrfach betont, dass dieses Spiel quasi der Test für das Wuppertaler Fanverhalten bei Auswärtsspielen in der Oberliga Niederrhein sei.

Beide Vereine suchen nach Lösung

Beide Vereine hatten in den vergangenen Tagen nach einer Lösung gesucht, aber weder eine Verlegung der Partie noch der Tausch des Heimrechts waren zu realisieren. Ratingen wolle nicht als Testballon herhalten und habe deshalb "als Veranstalter" beim Verband die Absetzung und eine spätere Neuansetzung der Partie nach Absprache mit den beteiligten Vereinen und der ZIS beantragt.

Der Fußballverband Niederrhein (FVN) ist über diese Spielabsage sehr unglücklich, zumal der gewaltbereite WSV-Anhang auch in der weiteren Saison den Spielplan durcheinanderbringen könnte. Oberliga-Spielleiter Clemens Lüning und der Vorsitzende des Fußballausschusses, Wolfgang Jades, haben Gespräche mit Vertretern des ZIS und der Polizei angekündigt: "Wir möchten wissen, was die ZIS gedenkt zu tun, damit die Spiele gegen den WSV in Zukunft ohne solche Auflagen über die Bühne gehen können."

Bereits in der Vorsaison mussten zahlreiche Klubs ihr Heimrecht abtreten, da Spiele gegen den KFC Uerdingen aufgrund von Sicherheitsbedenken an anderen Spielorten nicht zugelassen wurden.

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