DFB verschiebt Runden Tisch

SID
DFB-Präsident Theo Zwanziger muss die DFB-Sitzung zu den FIFA-Vorwürfen vertagen
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Der von DFB-Präsident Theo Zwanziger wegen der Korruptionsvorwürfe bei der FIFA initiierte Runde Tisch ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

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Der von DFB-Boss Theo Zwanziger wegen der anhaltenden Korruptionsvorwürfe beim Fußball-Weltverband FIFA initiierte Runde Tisch ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Da unter anderem das ehemalige FIFA-Exko-Mitglied Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge als Vertreter von Bayern München vor der nächsten DFB-Präsidiumssitzung am 24. Juni aus terminlichen Gründen nicht an einem Runden Tisch teilnehmen können, soll die Sitzung nun aller Voraussicht nach erst nach der Frauen-WM (26. Juni bis 17. Juli) stattfinden.

DFB-Präsident Zwanziger, der als Nachfolger von Beckenbauer seit drei Wochen im skandalumwitterten FIFA-Exekutivkomitee sitzt, will trotz der Verlegung mit Nachdruck und konzeptionellen Grundlagen gegen die Korruption im Weltverband vorgehen. Auch eine Untersuchung der umstrittenen Vergabe der WM 2022 an Katar hatte Zwanziger beim FIFA-Kongress in Zürich gefordert.

Zwanziger: "Können deutsche Position entwickeln"

Dazu will Jurist Zwanziger bei dem nun voraussichtlich Ende Juli stattfinden Runden Tisch mit Fußballgrößen und anderen Persönlichkeiten über die schwere Krise im Weltverband diskutieren. Geladen ist neben den Vertretern von Bayern München auch Liga-Boss Reinhard Rauball.

"Dazu werde ich wichtige Personen aus dem DFB und der Liga bitten und hoffentlich auch die eine oder andere Persönlichkeit aus dem öffentlichen Leben, die sich zu dieser Thematik in jüngster Zeit kritisch geäußert hat, für eine Teilnahme gewinnen können", hatte Zwanziger zuletzt zum geplanten Runden Tisch gesagt.

"Auf der Grundlage einer solchen offenen Diskussion können wir konzeptionelle Grundlagen und eine deutsche Position entwickeln, die anschließend mit UEFA und FIFA besprochen werden und in die anstehenden Entscheidungen einfließen kann."

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