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Formel 1

"Die Kritik an Ecclestone nervt"

Bernie Ecclestone stand wegen angeblicher Bestechung in München vor Gericht
© getty

These: Ein kleines Team überrascht mit Siegen

Stephan Heublein (Motorsport-Magazin.com): Das hängt ganz von der Definition eines "kleinen Teams" ab. Force India, Sauber oder Toro Rosso? Ganz sicher nicht. Williams? Darauf könnte man durchaus setzen. Schon im vergangenen Jahr gehörte Williams wieder zu den Topteams. In diesem Winter sah der FW37 erneut stark aus. Mit Felipe Massa und Valtteri Bottas besitzt das Team zudem eine ausgezeichnete Fahrerpaarung. Der erste GP-Triumph des Finnen ist längst überfällig. Nicht umsonst wird er bereits als zukünftiger Champion gehandelt.

Ein Überraschungssieg aus dem Hause Lotus mutet weniger realistisch an. Ja, die Parallelen zu Williams 2014 sind mit der neuen Mercedes Power Unit gegeben. Doch diese alleine war es nicht, die Williams wieder flott machte. Der frische Wind wehte durch alle Abteilungen in Grove. Lotus muss erst noch beweisen, dass der E23 an alte Traditionen anknüpfen kann. Schlechter als sein Vorgänger kann er jedoch kaum sein...

McLaren: Kampf dem ramponierten Ruf

Alexander Maack (SPOX.com): Die vermeintlichen Crash-Kids Romain Grosjean und Pastor Maldonado sind für mich aufgrund der Mercedes-Antriebseinheit klare Podestkandidaten, Force India der Kandidat für den größten Abstieg. Ich werde das Gefühl nicht los, dass beim Team von Nico Hülkenberg mehr hinter den Verzögerungen steckt als die öffentlich kommunizierten Probleme mit den Zulieferern. Erst im zweiten Teil der Saison, wenn sich die Ergebnisse des Umzugs in den Toyota-Windkanal in Köln bezahlt machen, wird es wieder einen Aufschwung geben. Die Frage: Reicht das Geld für genügend Tests?

Vielleicht mache ich mich mit der Einordnung unbeliebt, aber auch McLaren ist nach den Ergebnissen der letzten Jahre ein Mittelklasse-Team. Und bei ihnen glaube ich trotz der Defekte bei den Wintertests, dass sie spätestens das Saisonfinale gewinnen. Das Auto hat Potenzial und auch wenn die Antriebseinheit aktuell noch Probleme macht, werden die Japaner die Mängel abstellen.

Enrique Ballesteros (OPTA): McLaren ist für mich weiterhin ein Topteam. Wie die Chancen der anderen stehen? Ohne extremen Regen oder andere Wetterkapriolen ist ein Sieg ein sehr schwieriges Vorhaben - um nicht zu sagen ein unmögliches. Selbst wenn Mercedes nicht existieren würde, wäre es schwer. Klar, Force India und Toro Rosso hatten gute Quali-Resultate und Williams war die Entdeckung der letzten Saison. Im Rennen ist es aber eine ganz andere Geschichte.

Die Entscheidung der FIA, auf Pirelli als Einheitshersteller weniger haltbarer Reifen zu setzen, sollte mehr Spektakel bieten und den kleinen Teams bessere Karten für eine Überraschung zuspielen. Aber ihre Autos verschleißen die Slicks zu stark - gerade im Verkehr. Reibung und Bremsvorgänge führen zu Überhitzung, deshalb sehen wir in den letzten Runden immer wieder Verbremser von Fahrern, die aus der zweiten oder dritten Reihe gestartet sind. Eine Strategie mit weniger Boxenstopps wäre oft Selbstmord. Ein Sieg springt dabei niemals heraus.

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