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Formel 1

"Die Kritik an Ecclestone nervt"

Bernie Ecclestone stand wegen angeblicher Bestechung in München vor Gericht
© getty

These: Der Rosberg-Hamilton-Konflikt eskaliert

Stephan Heublein (Motorsport-Magazin.com):Hamilton und Rosberg sind die Topfavoriten. Sie werden den Titel erneut untereinander ausfahren. Krieg der Sterne - Teil 2? Keine Chance. Mercedes hat im vergangenen Jahr gelernt, wie man mit dieser Situation umgehen muss - oder eben auch nicht umgehen darf. Natürlich wird es im Renngeschehen auch mal wieder zu einer Berührung kommen - und sind wir dabei doch ehrlich: Spa war keine richtige Kollision im eigentlichen Sinne.

Beide kämpfen verbissen um jeden Zentimeter Strecke. Im Duell mit einem Fahrer eines anderen Teams wäre das fast gar nicht der Rede wert. Es wird eng, auch mal zu eng. Aber es wird nicht ständig krachen oder eskalieren. Denn wer sich jedes Wochenende gegenseitig in die Kiste fährt, wird auch nicht Weltmeister...

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Alexander Maack (SPOX.com): Das sehe ich anders. Mercedes hatte doch schon im Vorjahr alle Hände voll zu tun, damit der Konflikt nicht vollends eskaliert. Warum sollte das jetzt anders sein? Für Toto Wolff und Niki Lauda steht dieses Jahr sogar noch mehr Arbeit an. Dieselben Fehler wird Rosberg im Titelkampf nicht mehr machen. Er ist erfahrener und noch entschlossener, den Titel zu holen. In allen Situationen, in denen er sich zu leicht überholen ließ, wird er künftig entschlossener fahren.

Hamilton steht eine ganz schwere Saison bevor. Er muss das Kräfteverhältnis im Qualifying umdrehen, sonst hat er am Ende das Nachsehen. Der Kampf mit gleichen Waffen war das Highlight der Saison 2014 und er wird dieses Jahr nicht schlechter. Wenn die Beiden wieder Rennen hinlegen wie in Bahrain, dann brauche ich gar kein zweites Team an der Spitze. Lieber zwei Fahrer, die Rad-an-Rad kämpfen können, als zwei, die sich je nach Streckencharakteristik Woche für Woche mit dem Siegen abwechseln!

Enrique Ballesteros (OPTA): Nico ist im Nachteil. Als Sohn von Keke Rosberg wird er solange bockig sein, bis er den Titel wie sein Vater in den Händen hält. Außerdem trägt er den Ballast der Erwartungen des Automobilstandorts Deutschland mit sich herum und Mercedes hat schon beim Comeback die Fahne der deutschen Mannschaft gehisst. Vor allem wurde er von einigen für sein "Parkmanöver von Monaco" als Betrüger hingestellt.

Lewis Hamilton dagegen vergnügt sich mit seinen zwei Weltmeisterschaften. Er hat sie auf der Strecke herausgefahren und durch seine Reife weiß er mittlerweile, wie er mit einem verzweifelten Rivalen wie Fernando Alonso, Felipe Massa oder Sebastian Vettel spielen kann. Wenn es stimmt, dass er sich für die nächste Saison zwischen Ferrari und Mercedes entscheiden kann, fällt der Druck weiter. Er wird nichts tun, womit er eine Rivalität zu seinem Teamkollegen heraufzubeschwören könnte.

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These 2: Der Rosberg-Hamilton-Konflikt eskaliert

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