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Formel 1

Mercedes blockiert Startreihe 1 in Silverstone

Von Alexander Maack
Lewis Hamilton (l.) holte bei seinem Heim-GP die Pole, Nico Rosberg startet als Zweiter
© getty

Lewis Hamilton startet beim Großen Preis von Großbritannien (So., 14 Uhr im LIVE-TICKER) zum zweiten Mal in dieser Saison von der Pole-Position. Der 28-jährige Engländer fuhr beim Qualifying zu seinem Heimrennen in Silverstone in 1:29,607 Minuten die schnellste Rundenzeit und verwies Teamkollege Nico Rosberg mit fast einer halben Sekunde Vorsprung auf den zweiten Platz. Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel wurde Dritter.

"Allein die Leute heute hier zu sehen ist fantastisch", freute sich Hamilton, der zum zweiten Mal nach 2007 bei seinem Heimrennen von Startplatz 1 ins Rennen geht: "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und das Auto dauerhaft verbessert."

Alle Zeiten des Qualifyings in der Übersicht

Die Statistik unterstreicht das fabelhafte Tempo des F1 W04: Es ist die fünfte Pole-Position für Mercedes in den letzten sechs Rennen. Hamilton ist der einzige nichtdeutsche Fahrer, der in diesem Jahr im Qualifying die Konkurrenz hinter sich ließ, Rosberg machte seinem Ruf als Meister des Qualifyings ebenso alle Ehre.

"Es ist definitiv ein mega Feeling, mit so einem schnellen Auto ins Qualifying zu gehen. Das ist sehr, sehr cool", sagte er. Neben Dreifachweltmeister Vettel ist er der einzige Pilot, der 2013 jeweils dreimal von Startplatz 1 startete.

Der 25-jährige Red-Bull-Pilot aus Heppenheim ließ mit seinem dritten Platz immerhin zum achten Mal bei acht Grands Prix in dieser Saison seinen australischen Teamkollegen Mark Webber hinter sich, der die zweite Startreihe als Vierter komplettierte. Weil er auf eine Wiederholung der Reifenprobleme von Mercedes hofft, war Vettel dennoch mit seinem Ergebnis zufrieden.

Vettel: "Lewis hat eine Abkürzung gefunden"

Selbst über sechs Zehntelsekunden Rückstand auf Polesetter Hamilton störten Vettel da nicht. "Ich glaube, Lewis hat eine Abkürzung gefunden", scherzte er. "Eine phänomenale Runde. Er war heute außer Reichweite. Ich war sehr zufrieden mit der Runde am Ende", so Vettel weiter, der einen Satz Medium-Reifen für das Rennen aufsparte. Mercedes dagegen schonte die harten Slicks und absolvierte das ganze Qualifying mit der weicheren Mischung.

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Rosberg spielte die Hoffnungen von Vettel herunter: "Ich bin zuversichtlich, dass wir uns verbessert haben. Morgen sollte es ein bisschen besser laufen. Es wird Teams geben, die stärker als wir sind. Aber von vorne zu starten wird helfen. Wir können ein großartiges Ergebnis holen!"

Di Resta düpiert die WM-Kandidaten und startet doch am Ende

Ähnlich gut lief Q3 für Paul di Resta, der im Force India die fünftschnellste Zeit hinlegte. "Wir haben uns das Beste des Jahres für dieses Rennen aufgehoben", jubelte der Schotte. Allerdings währte die Freude nicht lang. Sein Force-India war 1,5 Kilogramm zu leicht. Di Resta muss deshalb am Sonntag vom letzten Platz starten.

Davon profitierte sein Teamkollege Adrian Sutil. Er rückt von Startplatz sieben auf sechs vor, musste sich aber Daniel Ricciardo geschlagen geben. Der 23-jährige Australier fuhr mit dem fünften Startplatz das beste Qualifying-Resultat für Toro Rosso seit Sebastian Vettels Pole in Monza 2008 ein. "Ich war motivierter als je zuvor", erklärte Ricciardo, der als potenzieller Nachfolger von Mark Webber bei Red Bull gilt, seinen Erfolg.

Alonso und Räikkönen enttäuschen

Während zwei der Topteams über das Ergebnis jubelten, waren die übrigen WM-Kandidaten etwas wortkarg. Vizeweltmeister Fernando Alonso konnte im Ferrari das Tempo nicht mitgehen und startet nur von Rang neun. "Wir haben die schlimmsten Prognosen bestätigt. Ich bin durch Zufall in Q3", sagte der 31-jährige Spanier: "Wenn Autos nah beieinander liegen, sind wir aus irgendeinem seltsamen Zufall immer Letzter."

Während Alonso den Grund für das schlechte Ergebnis auf fehlenden Grip durch eine schlechte Abstimmung schob und für Sonntag keine Wunder durch hohen Reifenverschleiß bei der Konkurrenz erwartete, herrschte auch bei Lotus Frust. Der WM-Dritte Kimi Räikkönen geht hinter seinem französischen Stallgefährten Romain Grosjean (7.) als Achter ins Rennen.

Massa mit großen Problemen

Während den Australiern der Sprung in die Top Ten gelang, schied Felipe Massa im zweiten Ferrari schon im zweiten Abschnitt der Qualifikation aus. Der 32-jährige Brasilianer hatte bereits in Q1 Probleme, sich für den nächsten Abschnitt zu qualifizieren und musste einen Satz der weicheren Medium-Reifen investieren. Am Ende reichte zu Startplatz elf.

Knapp dahinter platzierte sich Nico Hülkenberg im Sauber. Der 25-Jährige egalisierte seinen schlechtesten Startplatz der Saison vom Spanien-GP. "Platz 15 ist leider die Realität. Es war mehr oder weniger das Maximum heute", sagte Hülkenberg enttäuscht: "Das Auto ist schwer zu fahren, speziell hier bei hoher Geschwindigkeit und ein bisschen Wind, da reagiert es sehr sensibel. Wir haben einfach nicht genug Speed." Allerdings rückt auch er durch die Strafversetzung einen Platz weiter nach vorn und geht als 14. ins Rennen.

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Nun hofft der Emmericher auf Nässe am Sonntag. Das Problem: Pünktlich zum Rennstart soll die Sonne scheinen, die Meteorologen geben die Regenwahrscheinlichkeit mit null Prozent an. Die Temperaturen sollen sogar auf den englischen Hitzewert von 22 Grad Celsius steigen.

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