Cookie-Einstellungen
Formel 1

Formel 1 - Erkenntnisse zum Australien-GP: Vettels gewohnte Ernüchterung ist zurück

Von Christian Guinin

Mercedes besinnt sich auf gewohnte Stärken

Bereits am Samstag bescheinigte Mercedes-Teamchef Toto Wolff seinen beiden Piloten Lewis Hamilton und George Russell ein gutes Abschneiden. "Wir haben ein solides Top-10-Ergebnis eingefahren. Damit bin ich zufrieden, da es nicht selbstverständlich war in diesem engen vorderen Mittelfeld", meinte der Österreicher, nachdem beide Silberpfeile das Qualifying auf den Positionen fünf und sechs beendet hatten.

Tags darauf bestand für Mercedes gar noch mehr Grund zur Freude. Russell fuhr als Dritter überraschend aufs Podest, Hamilton sammelte als Viertplatzierter direkt dahinter ebenfalls wichtige WM-Punkte. Das lässt bei vielen Fans und Experten die Frage aufkommen, ob der Mercedes am Ende vielleicht doch gar nicht so schwach ist, wie es die Verantwortlichen behaupten.

Dass Wolff und Co. zur Übertreibung und einem Starkreden des Gegners neigen, ist bekannt. Dennoch lässt sich eindeutig festhalten, dass der Traditionsrennstall bei der aktuellen Pace eigentlich nicht in der Lage sein sollte, um Podestplätze mitzufahren. Doch Mercedes macht schlicht und ergreifend das, was es in der Vergangenheit stets ausgezeichnet hat und was es mit am besten kann: Sauber, konzentriert und fehlerlos zu arbeiten. Da sein, wenn die Anderen Fehler machen.

"Ein Faktor, der mich für die Zukunft sehr optimistisch stimmt, ist die Mentalität und Stärke des Teams", lobte Wolff nach dem Rennen im Albert Park.

"Zu sehen, wie Lewis und George heute mit einem Auto, das eindeutig nicht mit der Pace der Führenden mithalten konnte, eine außergewöhnliche Leistung erbracht haben, ist ein weiteres Beispiel für den Spirit in unserem Team. Der Österreicher nehme eine "absolute Entschlossenheit" wahr, den Rückstand auf die Spitze aufzuholen.

Wolff: "Sind optimistisch, aber realistisch"

Während Red Bull in drei Rennen bereits drei schwerwiegende Ausfälle zu beklagen hatte und auch Ferrari-Pilot Carlos Sainz an diesem Wochenende mit null Punkten nach Hause ging, ist Mercedes das einzige Spitzenteam, welches mit beiden Fahrern bei allen Rennen in die Punkte fuhr. Selbst Hamilton holte nach einem verheerenden Auftritt in Dschidda immerhin noch einen Zähler.

Somit hat Mercedes auch in Melbourne mehr als nur Schadensbegrenzung betrieben und fährt um Positionen mit, die der eigentlichen Performance nicht entsprechen. Bereits für das nächste Rennen in Imola ist ein größeres Update angekündigt, welches vor allem die Probleme des Porpoisings (Hüpfen des Fahrzeugs bei hoher Geschwindigkeit) beheben soll.

"Wir sind optimistisch, aber realistisch, was den Zeitplan für Verbesserungen und den Vorsprung angeht, den unsere Konkurrenten aktuell haben. Aber die Plätze drei und vier helfen uns, Australien mit einem guten Gefühl zu verlassen", so Wolff.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung