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Formel 1

Formel 1 - Lewis Hamilton kritisiert Rennleitung nach Spa-Irrsinn: "Jetzt bekommen alle ihr Geld"

Von Philipp Schmidt
Hamilton war mit der Entscheidung der Rennleitung in Spa nicht einverstanden.

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat die Rennleitung nach dem verrückten Grand Prix von Belgien hart kritisiert. Aufgrund von strömendem Regen konnte das Rennen nicht wie geplant durchgeführt werden, letztlich reichten zwei Runden hinter dem Safety Car, um mit Max Verstappen einen Sieger zu ermitteln.

"Das tut mir wirklich für die Fans leid, auch wenn natürlich niemand dran schuld ist", sagt Hamilton, der den GP auf Platz drei beendete und dessen Polster auf den WM-Zweiten Verstappen auf drei Punkte schrumpfte. Da das Rennen nicht vollständig beendet werden konnte, wurde nur die Hälfte der eigentlich vorgesehenen Punktzahl vergeben.

Dreieinhalb Stunden warteten die durchnässten Zuschauer auf dem matschigen Untergrund vergeblich auf Rennaction, Hamilton meinte: "Sie wurden um das Rennen gebracht. Ich hoffe wirklich, dass sie heute ihr Geld zurückbekommen. Sie haben leider nicht das zu sehen bekommen, wofür sie hier waren und wofür sie bezahlt haben." Der Brite hatte auf eine Rennverschiebung auf Montag gehofft, dies ist aufgrund des offiziellen Ergebnisses nicht möglich.

An der Entscheidung, dass das Rennen in Spa am Sonntag nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte, hat Hamilton überhaupt keine Zweifel: "Das Auto vor dir ist einfach verschwunden. Auf den Geraden war es sehr schwierig zu wissen, wo überhaupt das blinkende Rücklicht ist. Du konntest nicht einmal Vollgas fahren, weil du nicht wusstest, auf welchen Teil der Strecke du fährst." Er liebe es auf Regen zu fahren, "aber das hier war etwas anderes".

Hamilton: "Fühle mich mehr als schlecht"

Anderer Meinung war lediglich Verstappen, der an der Spitze des Feldes die deutlich beste Sicht hatte: "Die Bedingungen waren in Ordnung, aber die Sicht war halt sehr schlecht. Danach ist es aber einfach richtig nass geblieben und hat weiter geregnet." So sei es zwar ein "Sieg - aber nicht so, wie man gewinnen möchte".

In den Augen von Hamilton war der Entschluss, den GP auf Biegen und Brechen mit einem Ergebnis abzuschließen, in erster Linie finanziell motiviert. "Geld regiert die Welt. Die beiden Runden, dabei ging es nur ums Geld. Jetzt bekommen alle ihr Geld." Die Formel 1 habe eine "schlechte Entscheidung getroffen". Die Aussage von Rennleiter Michael Masi, der auf ein günstiges Wetterfenster gehofft hatte, glaubt Hamilton nicht.

"In der Zwischenzeit zwischen dem ersten Abbruch und dem zweiten Versuch hat es durchgehend geregnet. Es gibt also nur einen Grund, warum sie uns rausgeschickt haben", polterte Hamilton weiter. "Darum fühle ich mich für die Fans nur noch mehr schlecht. Zwei Runden hinter dem Safety Car ohne Überholen und Unterhaltung für die Fans haben nichts mit Racing zu tun. Wir hätten es einfach sein lassen sollen, um die Fahrer nicht in Gefahr zu bringen."

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