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Formel 1

Formel 1: Arbeitsgruppe soll offenbar Tracklimit-Problem lösen

Von SPOX
Tracklimits sind oft nicht einheitlich geregelt.

Schon das ein oder andere Mal in dieser Formel-1-Saison musste sich die FIA mit der Überschreitung von Tracklimits beschäftigen. Dies sorgte für teils reichlich Diskussionen. Nun soll offenbar eine Arbeitsgruppe das Problem lösen.

So häufig wie selten in den vergangenen Jahren überschreiten in dieser F1-Saison Piloten die vorgegebenen Tracklimits, um maximale Zeit auf der Strecke zu sparen. Asphaltierte Auslaufzonen, abgeflachte Randsteine und das Verschwinden von Kiesbetten sorgen dafür, dass dies überhaupt möglich ist.

Wie Sport1 nun berichtet, will der Automobilverband FIA eine Arbeitsgruppe einrichten, um diesem Problem entgegenzuwirken. Denn nicht nur ist es für manche Fans und Zuschauer unübersichtlich, auch die Sicherheitsbestimmungen sind nicht für die Überschreitung von Tracklimits ausgelegt.

Vor allem Red Bull war 2021 häufig Opfer anfallender Strafen wegen Tracklimit-Überschreitungen. So wurde Max Verstappens schnellste Qualifying-Runde beim Großen Preis von Portugal beispielsweise nicht gewertet, beim Großen Preis von Bahrain musste der Niederländer gar seine Spitzenposition abgeben, da er Rivale Lewis Hamilton außerhalb der vorgesehenen Strecke überholt hatte.

"Man muss auch mal die Sinnhaftigkeit dieser Regel hinterfragen", sagte Red-Bull-Motosportchef Dr. Helmut Marko im Gespräch mit F1-insider.com. "Wozu zieht man Linien, wenn genug Platz ist? Was mich am allermeisten stört, ist die mangelnde Konstanz in der Bestrafung. Mal gibt es fünf Sekunden, mal zehn Sekunden, mal eine Durchfahrtsstrafe. Grundsätzlich stellt sich mir die Frage: Ist es notwendig, dass man Tracklimits hat? Nein. Was ich verstehe: Es braucht entsprechend Zeit, um die Rennstrecken zu adaptieren."

Zentrum der Kritik ist dabei oft Rennleiter Michael Masi. "Idealerweise hätten wir gerne überall eine harte Grenze", reagiert dieser auf die Forderungen nach mehr Kiesbetten und Leitplanken um die Strecken. "Aber wir fahren natürlich auf unterschiedlichen Streckentypen. Wenn wir es mit dem Sicherheitsaspekt sehen, dann müssen wir in jeder Situation die beste Balance aus allem finden."

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