Driver-Ranking zum Singapur-GP: Totgesagte nerven länger

 
Das 15. Rennwochenende der Formel-1-Saison 2019 ist absolviert und wir checken, welche zehn Fahrer beim Großen Preis von Singapur am meisten überzeugt haben.
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Das 15. Rennwochenende der Formel-1-Saison 2019 ist absolviert und wir checken, welche zehn Fahrer beim Großen Preis von Singapur am meisten überzeugt haben.
Platz 10: ROBERT KUBICA. Der 34-Jährige befindet sich auf der Zielgeraden seiner Formel-1-Karriere, zeigte jetzt aber nochmal eine beachtliche Leistung. Auch wenn am Ende nur P16 stand, muss man seine Verteidigungsmanöver gegen einige Konkurrenten loben.
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Platz 10: ROBERT KUBICA. Der 34-Jährige befindet sich auf der Zielgeraden seiner Formel-1-Karriere, zeigte jetzt aber nochmal eine beachtliche Leistung. Auch wenn am Ende nur P16 stand, muss man seine Verteidigungsmanöver gegen einige Konkurrenten loben.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass Kubicas kaputte rechte Hand ihn so behindert, dass er für den speziellen Kurs in Singapur sogar die Positionierung seiner Lenkrad-Knöpfe anpassen ließ, verdient der Auftritt Respekt.
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Vor allem, wenn man bedenkt, dass Kubicas kaputte rechte Hand ihn so behindert, dass er für den speziellen Kurs in Singapur sogar die Positionierung seiner Lenkrad-Knöpfe anpassen ließ, verdient der Auftritt Respekt.
Platz 9: DANIEL RICCIARDO. Als der Bummelzug 20 Runden lang über den Marina Bay Street Circuit bummelte, feierte der Honey Badger seine Rückkehr. Gleich mehrere, sehr sehenswerte Überholmanöver packte Ricciardo zu Rennbeginn aus.
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Platz 9: DANIEL RICCIARDO. Als der Bummelzug 20 Runden lang über den Marina Bay Street Circuit bummelte, feierte der Honey Badger seine Rückkehr. Gleich mehrere, sehr sehenswerte Überholmanöver packte Ricciardo zu Rennbeginn aus.
Nach Quali-Disqualifikation ging es in Runde eins von 20 auf 16, neun Umläufe später schon auf 12. Der Australier hätte Punkte verdient gehabt, ein unglücklicher Plattfuß verhinderte das.
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Nach Quali-Disqualifikation ging es in Runde eins von 20 auf 16, neun Umläufe später schon auf 12. Der Australier hätte Punkte verdient gehabt, ein unglücklicher Plattfuß verhinderte das.
Platz 8: NICO HÜLKENBERG. Auch Hülk erlebte eine wahre Berg-und Talfahrt: Erst die Berührung mit Sainz im Startgetummel und der anschließende Rückfall auf den letzten Platz, dann ein beherztes Rennen mit vielen guten Momenten.
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Platz 8: NICO HÜLKENBERG. Auch Hülk erlebte eine wahre Berg-und Talfahrt: Erst die Berührung mit Sainz im Startgetummel und der anschließende Rückfall auf den letzten Platz, dann ein beherztes Rennen mit vielen guten Momenten.
Er nutzte die erste Safety-Car-Phase, um nochmal frische Reifen aufzuziehen und aktivierte damit die Abteilung Attacke. Am Ende hieß es Rang neun. Hoffen wir, er kommt 2020 noch irgendwo in der Königsklasse unter - verdient hätte er es.
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Er nutzte die erste Safety-Car-Phase, um nochmal frische Reifen aufzuziehen und aktivierte damit die Abteilung Attacke. Am Ende hieß es Rang neun. Hoffen wir, er kommt 2020 noch irgendwo in der Königsklasse unter - verdient hätte er es.
Platz 7: LEWIS HAMILTON. "Eine gesunde Watschn" hätte man bekommen, sagte Toto Wolff nach dem Rennen. Das lag in erster Linie an der mauen Performance der Silberpfeile, aber auch an Hamilton, der nicht das allerbeste Wochenende erwischte.
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Platz 7: LEWIS HAMILTON. "Eine gesunde Watschn" hätte man bekommen, sagte Toto Wolff nach dem Rennen. Das lag in erster Linie an der mauen Performance der Silberpfeile, aber auch an Hamilton, der nicht das allerbeste Wochenende erwischte.
Man kann dem WM-Leader nichts Schwerwiegendes vorwerfen, aber die Zusatz-Zehntel fehlten eben. Der Start war mittelmäßig und auch die Pace nach dem Stopp reichte nicht für einen Angriff auf Verstappen. Nur das Ende des ersten Stints war wirklich stark.
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Man kann dem WM-Leader nichts Schwerwiegendes vorwerfen, aber die Zusatz-Zehntel fehlten eben. Der Start war mittelmäßig und auch die Pace nach dem Stopp reichte nicht für einen Angriff auf Verstappen. Nur das Ende des ersten Stints war wirklich stark.
Platz 6: PIERRE GASLY. Eines seiner besten Rennen habe der Franzose gezeigt, lobte Toro Rossos Teamchef Franz Tost. Und man muss ihm Recht geben: Was Gasly in der Nacht von Singapur zeigte, verdient mindestens ein High Five!
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Platz 6: PIERRE GASLY. Eines seiner besten Rennen habe der Franzose gezeigt, lobte Toro Rossos Teamchef Franz Tost. Und man muss ihm Recht geben: Was Gasly in der Nacht von Singapur zeigte, verdient mindestens ein High Five!
Nach einem langen ersten Stint kurvte Gasly plötzlich auf Platz zwei herum (das gelang ihm ja quasi nicht mal im Red Bull), wobei ihm einige gute Manöver gelangen, unter anderem gegen Kimi Räikkönen. Durchs SC verlor er zu seinem Pech mehrere Positionen.
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Nach einem langen ersten Stint kurvte Gasly plötzlich auf Platz zwei herum (das gelang ihm ja quasi nicht mal im Red Bull), wobei ihm einige gute Manöver gelangen, unter anderem gegen Kimi Räikkönen. Durchs SC verlor er zu seinem Pech mehrere Positionen.
Platz 5: ANTONIO GIOVINAZZI. Habt Ihr das gesehen? Giovinazzi führte das Rennen an! Kein Mercedes vorne, kein Ferrari, kein Red Bull, ein Alfa Romeo! Allein dafür muss man schon applaudieren - auch wenn der Rennverlauf dem Italiener in die Karten spielte.
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Platz 5: ANTONIO GIOVINAZZI. Habt Ihr das gesehen? Giovinazzi führte das Rennen an! Kein Mercedes vorne, kein Ferrari, kein Red Bull, ein Alfa Romeo! Allein dafür muss man schon applaudieren - auch wenn der Rennverlauf dem Italiener in die Karten spielte.
Er blieb nämlich so lange auf der Strecke, bis die Spitzenfahrer alle weg waren - eine Position, in die sich Giovinazzi aber erst einmal bringen musste. Am Ende gab's nur ein WM-Pünktchen, weil Ricciardo sein Auto beträchtlich demolierte.
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Er blieb nämlich so lange auf der Strecke, bis die Spitzenfahrer alle weg waren - eine Position, in die sich Giovinazzi aber erst einmal bringen musste. Am Ende gab's nur ein WM-Pünktchen, weil Ricciardo sein Auto beträchtlich demolierte.
Platz 4: MAX VERSTAPPEN. Der Niederländer reiste sicherlich mit Sieghoffnungen nach Singapur. Daraus wurde bekanntlich nichts, weil sich Red Bull mit dem Setup vertat. Entsprechend war ein Podestplatz das Maximum.
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Platz 4: MAX VERSTAPPEN. Der Niederländer reiste sicherlich mit Sieghoffnungen nach Singapur. Daraus wurde bekanntlich nichts, weil sich Red Bull mit dem Setup vertat. Entsprechend war ein Podestplatz das Maximum.
Im Gegensatz zu Mercedes setzten die Bullen auf eine bessere Rennstrategie, dadurch kam Verstappen an Hamilton vorbei. Und einmal vorbei, blieb er dank fehlerfreier Fahrt auch vorne.
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Im Gegensatz zu Mercedes setzten die Bullen auf eine bessere Rennstrategie, dadurch kam Verstappen an Hamilton vorbei. Und einmal vorbei, blieb er dank fehlerfreier Fahrt auch vorne.
Platz 3: LANDO NORRIS. 0,8 Sekunden Vorsprung rettete der Rookie vor Gasly ins Ziel. Damit darf er sich mal wieder als "Best of the Rest" schimpfen, denn gegen die Topteams ging freilich herzlich wenig.
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Platz 3: LANDO NORRIS. 0,8 Sekunden Vorsprung rettete der Rookie vor Gasly ins Ziel. Damit darf er sich mal wieder als "Best of the Rest" schimpfen, denn gegen die Topteams ging freilich herzlich wenig.
Somit tat Norris das, was er tun musste: Punkte sammeln. Im Vergleich zu anderen Fahrern im Mittelfeld ein weniger turbulentes Rennen für ihn, doch wer zuletzt lacht, lacht ja bekanntermaßen am besten.
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Somit tat Norris das, was er tun musste: Punkte sammeln. Im Vergleich zu anderen Fahrern im Mittelfeld ein weniger turbulentes Rennen für ihn, doch wer zuletzt lacht, lacht ja bekanntermaßen am besten.
Platz 2: CHARLES LECLERC. Vor zwei Wochen noch die Grinsekatze der Formel 1, war dem 21-Jährigen nach dem Rennen in Singapur überhaupt nicht mehr zu lachen zumute. Viel zu sauer war er auf sein Team, das Vettel bei der Strategie bevorteilte.
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Platz 2: CHARLES LECLERC. Vor zwei Wochen noch die Grinsekatze der Formel 1, war dem 21-Jährigen nach dem Rennen in Singapur überhaupt nicht mehr zu lachen zumute. Viel zu sauer war er auf sein Team, das Vettel bei der Strategie bevorteilte.
Weil Leclerc in Q3 eine Knallerrunde auspackte und seine Pole einen Tag später am Start verteidigte, hätte er ohne die Ferrari-Entscheidung wohl gewonnen. So bleibt die Frage, ob er von Platz 2 aus nicht etwas mehr Druck auf Vettel hätte ausüben können?
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Weil Leclerc in Q3 eine Knallerrunde auspackte und seine Pole einen Tag später am Start verteidigte, hätte er ohne die Ferrari-Entscheidung wohl gewonnen. So bleibt die Frage, ob er von Platz 2 aus nicht etwas mehr Druck auf Vettel hätte ausüben können?
Platz 1: SEBASTIAN VETTEL. Totgesagte leben länger, heißt es. Oder um es aus Leclercs Sicht zu sagen: Totgesagte nerven länger. Denn Vettel verteidigte seine Spitzenposition in alter Manier und kochte seinen Teamkollegen somit ab.
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Platz 1: SEBASTIAN VETTEL. Totgesagte leben länger, heißt es. Oder um es aus Leclercs Sicht zu sagen: Totgesagte nerven länger. Denn Vettel verteidigte seine Spitzenposition in alter Manier und kochte seinen Teamkollegen somit ab.
Der viermalige Weltmeister überzeugte vor allem mit guten Überholmanövern, die ihm eine Lücke zu Leclerc verschafften. Als das Safety Car ihm diese klaute, blieb er cool, machte alle Restarts ohne Tadel und hatte am Rennende die bessere Pace.
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Der viermalige Weltmeister überzeugte vor allem mit guten Überholmanövern, die ihm eine Lücke zu Leclerc verschafften. Als das Safety Car ihm diese klaute, blieb er cool, machte alle Restarts ohne Tadel und hatte am Rennende die bessere Pace.
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