Driver-Ranking zum Italien-GP: Viermaliger Weltmeister vermisst! Wo ist der alte Sebastian Vettel?

 
Das 14. Rennwochenende der Formel-1-Saison 2019 ist absolviert und wir checken, welche zehn Fahrer beim Großen Preis von Italien am meisten überzeugt haben - und welcher nicht.
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Das 14. Rennwochenende der Formel-1-Saison 2019 ist absolviert und wir checken, welche zehn Fahrer beim Großen Preis von Italien am meisten überzeugt haben - und welcher nicht.
Platz 10: LANCE STROLL. Die Ehre, von Vettel umgedreht zu werden, wurde in den vergangenen Monaten einigen Fahrern zuteil. Eine Ehre, auf die der Kanadier wohl hätte verzichten können. Denn sein Rennen war damit nach nicht mal sieben Runden ruiniert.
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Platz 10: LANCE STROLL. Die Ehre, von Vettel umgedreht zu werden, wurde in den vergangenen Monaten einigen Fahrern zuteil. Eine Ehre, auf die der Kanadier wohl hätte verzichten können. Denn sein Rennen war damit nach nicht mal sieben Runden ruiniert.
Zwar fuhr auch Stroll anschließend unbedacht los und drängte Gasly ins Aus, doch der tote Winkel entschuldigt das zumindest teilweise. Ohne die Zwischenfälle hätte es nach Q3 und Platz sieben auf den ersten Runden ein gutes Wochenende werden können.
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Zwar fuhr auch Stroll anschließend unbedacht los und drängte Gasly ins Aus, doch der tote Winkel entschuldigt das zumindest teilweise. Ohne die Zwischenfälle hätte es nach Q3 und Platz sieben auf den ersten Runden ein gutes Wochenende werden können.
Platz 9: LANDO NORRIS. Einen WM-Punkt in der Tasche nach Startplatz 16, das wird der Jungspund so mitnehmen. Immerhin war aufgrund des hohen Topspeed-Anteils in Monza nicht viel mehr drin im McLaren.
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Platz 9: LANDO NORRIS. Einen WM-Punkt in der Tasche nach Startplatz 16, das wird der Jungspund so mitnehmen. Immerhin war aufgrund des hohen Topspeed-Anteils in Monza nicht viel mehr drin im McLaren.
Der bekennende Fan von "Doktor" Valentino Rossi hatte zudem etwas Pech mit seinem Boxenstopp: Er stoppte unmittelbar vor der Virtual-Safety-Car-Phase und hatte dadurch das Nachsehen gegen Perez.
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Der bekennende Fan von "Doktor" Valentino Rossi hatte zudem etwas Pech mit seinem Boxenstopp: Er stoppte unmittelbar vor der Virtual-Safety-Car-Phase und hatte dadurch das Nachsehen gegen Perez.
Platz 8: SERGIO PEREZ. "Des einen Leid ist des anderen Freud" heißt es so schön und entsprechend durfte der Mexikaner über seinen siebten Platz jubeln. Ihm spielte das VSC in die Karten, weil er genau dann seinen Boxenstopp absolvierte.
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Platz 8: SERGIO PEREZ. "Des einen Leid ist des anderen Freud" heißt es so schön und entsprechend durfte der Mexikaner über seinen siebten Platz jubeln. Ihm spielte das VSC in die Karten, weil er genau dann seinen Boxenstopp absolvierte.
Dank des Timings ließ er nicht nur Norris und Giovinazzi hinter sich, sondern auch einen gewissen Verstappen im Red Bull - mit dem knackigen Vorsprung von 0,690 Sekunden. Nach Startplatz 18 ein erfolgreiches Rennen für den Racing-Point-Fahrer.
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Dank des Timings ließ er nicht nur Norris und Giovinazzi hinter sich, sondern auch einen gewissen Verstappen im Red Bull - mit dem knackigen Vorsprung von 0,690 Sekunden. Nach Startplatz 18 ein erfolgreiches Rennen für den Racing-Point-Fahrer.
Platz 7: ANTONIO GIOVINAZZI. Das bisher beste Ergebnis in seiner Formel-1-Karriere, ausgerechnet beim Heimspiel - da darf sich der junge Italiener freuen! Vor allem, wie er dem Druck von Norris am Ende standhielt, verdient Respekt.
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Platz 7: ANTONIO GIOVINAZZI. Das bisher beste Ergebnis in seiner Formel-1-Karriere, ausgerechnet beim Heimspiel - da darf sich der junge Italiener freuen! Vor allem, wie er dem Druck von Norris am Ende standhielt, verdient Respekt.
Dass er Räikkönen (der übrigens von einem "Scheiß-Wochenende" sprach) am Sonntag in den Schatten stellte, dürfte ihm zusätzlich Auftrieb geben. Bleibt nur die Frage, ob Giovinazzis Mähne im Gegensatz zu seiner letzten Punktefahrt (Österreich) heil bleibt?
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Dass er Räikkönen (der übrigens von einem "Scheiß-Wochenende" sprach) am Sonntag in den Schatten stellte, dürfte ihm zusätzlich Auftrieb geben. Bleibt nur die Frage, ob Giovinazzis Mähne im Gegensatz zu seiner letzten Punktefahrt (Österreich) heil bleibt?
Platz 6: NICO HÜLKENBERG. Nach dem Rennen sprach Hulk von einer "Befreiung" für das gesamte Team. Klar, Platz vier und fünf ist für Renault alles andere als alltäglich, da darf man sich im Franzosen-Lager schon mal freuen. Allerdings ...
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Platz 6: NICO HÜLKENBERG. Nach dem Rennen sprach Hulk von einer "Befreiung" für das gesamte Team. Klar, Platz vier und fünf ist für Renault alles andere als alltäglich, da darf man sich im Franzosen-Lager schon mal freuen. Allerdings ...
... lief es für den Emmericher nur in der Anfangsphase richtig gut. Start gegen Ricciardo gewonnen, Vettel überholt - das konnte sich sehen lassen. Je länger das Rennen aber dauerte, desto größer wurde der Rückstand auf Ricciardo.
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... lief es für den Emmericher nur in der Anfangsphase richtig gut. Start gegen Ricciardo gewonnen, Vettel überholt - das konnte sich sehen lassen. Je länger das Rennen aber dauerte, desto größer wurde der Rückstand auf Ricciardo.
Platz 5: LEWIS HAMILTON. Dass er Leclerc nicht überholt hat, kann man Hamilton nur bedingt vorwerfen. Zu schnell war der Ferrari auf den Geraden, zu konsequent verteigte sich der Monegasse. Doch fehlerlos war die Fahrt von LH44 eben auch nicht.
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Platz 5: LEWIS HAMILTON. Dass er Leclerc nicht überholt hat, kann man Hamilton nur bedingt vorwerfen. Zu schnell war der Ferrari auf den Geraden, zu konsequent verteigte sich der Monegasse. Doch fehlerlos war die Fahrt von LH44 eben auch nicht.
Runde 42 lief, als der Engländer seinen linken Vorderreifen ungewollt zum Qualmen brachte und die Variante del Rettifilo nach einem Verbremser verpasste. Damit war nicht nur der Sieg passe, sondern auch Platz zwei.
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Runde 42 lief, als der Engländer seinen linken Vorderreifen ungewollt zum Qualmen brachte und die Variante del Rettifilo nach einem Verbremser verpasste. Damit war nicht nur der Sieg passe, sondern auch Platz zwei.
Platz 4: VALTTERI BOTTAS. Zum ersten Mal seit dem Österreich-GP im Juli landete der Finne vor seinem Teamkollegen im Ziel. Chapeau. Jetzt könnte man sagen, das passierte nur wegen Hamiltons Leichtsinnsfehler, doch das wäre zu kurz gedacht.
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Platz 4: VALTTERI BOTTAS. Zum ersten Mal seit dem Österreich-GP im Juli landete der Finne vor seinem Teamkollegen im Ziel. Chapeau. Jetzt könnte man sagen, das passierte nur wegen Hamiltons Leichtsinnsfehler, doch das wäre zu kurz gedacht.
Denn Bottas musste erstmal in die Position kommen, um von einem solchen Fauxpas zu profitieren. Und das tat er, weil er eben keinen so großen Fehler machte, sondern solide seinen Rennstiefel durchzog. Fast hätte es sogar zum Sieg gereicht.
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Denn Bottas musste erstmal in die Position kommen, um von einem solchen Fauxpas zu profitieren. Und das tat er, weil er eben keinen so großen Fehler machte, sondern solide seinen Rennstiefel durchzog. Fast hätte es sogar zum Sieg gereicht.
Platz 3: DANIEL RICCIARDO. Ein wahnsinnig spektakuläres Wochenende erlebte der Aussie Boy nicht. Der große Showdown am Samstag fiel ob der Quali-Farce ins Wasser und am Sonntag hielt sich die Action rund um ihn auch eher zurück.
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Platz 3: DANIEL RICCIARDO. Ein wahnsinnig spektakuläres Wochenende erlebte der Aussie Boy nicht. Der große Showdown am Samstag fiel ob der Quali-Farce ins Wasser und am Sonntag hielt sich die Action rund um ihn auch eher zurück.
Doch das wird dem Strahlemann egal sein. Immerhin hat er das beste Ergebnis in seiner Renault-Zeit eingefahren und seinen Teamkollegen geschlagen. Mehr als P4 war für Ricciardo nicht drin.
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Doch das wird dem Strahlemann egal sein. Immerhin hat er das beste Ergebnis in seiner Renault-Zeit eingefahren und seinen Teamkollegen geschlagen. Mehr als P4 war für Ricciardo nicht drin.
Platz 2: GEORGE RUSSELL. Williams und Hochgeschwindigkeitskurse a la Monza? Das passt in etwa so gut zusammen wie eine traditionell italienische Pasta und Tomatenketchup - gar nicht. Trotzdem lieferte Russell ein Rennen erster Klasse ab.
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Platz 2: GEORGE RUSSELL. Williams und Hochgeschwindigkeitskurse a la Monza? Das passt in etwa so gut zusammen wie eine traditionell italienische Pasta und Tomatenketchup - gar nicht. Trotzdem lieferte Russell ein Rennen erster Klasse ab.
Nicht nur, dass er Kubica um fast eine Minute distanzierte, er hielt auch Räikkönen und Grosjean hinter sich. Selbst Vettel fuhr erst in der Schlussrunde am Briten vorbei.
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Nicht nur, dass er Kubica um fast eine Minute distanzierte, er hielt auch Räikkönen und Grosjean hinter sich. Selbst Vettel fuhr erst in der Schlussrunde am Briten vorbei.
Platz 1: CHARLES LECLERC. Ferrari hat einen neuen Helden! Neun Jahre nach Fernando Alonso gelang es Leclerc als erstem Fahrer, einen Wagen der Scuderia beim Heimspiel auf die Eins zu stellen. Bravo, Charles! Bravo!
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Platz 1: CHARLES LECLERC. Ferrari hat einen neuen Helden! Neun Jahre nach Fernando Alonso gelang es Leclerc als erstem Fahrer, einen Wagen der Scuderia beim Heimspiel auf die Eins zu stellen. Bravo, Charles! Bravo!
Das Imposante dabei: Der 21-Jährige hatte ständig einen Mercedes im Nacken. Trotzdem unterlief ihm nur ein kleiner Fehler, ansonsten verteidigte er sich zwar grenzwertig, aber gut. Vor allem die wichtige Parabolica nahm er immer perfekt.
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Das Imposante dabei: Der 21-Jährige hatte ständig einen Mercedes im Nacken. Trotzdem unterlief ihm nur ein kleiner Fehler, ansonsten verteidigte er sich zwar grenzwertig, aber gut. Vor allem die wichtige Parabolica nahm er immer perfekt.
Untauglich: SEBASTIAN VETTEL. Was ist nur mit dem Heppenheimer los? Er ist viermaliger Weltmeister und man würde meinen, Rennenfahren verlernt man nicht so schnell. Doch bei Vettel ist jetzt schon ewig der Wurm (oder besser gesagt mehrere Würmer) drin ...
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Untauglich: SEBASTIAN VETTEL. Was ist nur mit dem Heppenheimer los? Er ist viermaliger Weltmeister und man würde meinen, Rennenfahren verlernt man nicht so schnell. Doch bei Vettel ist jetzt schon ewig der Wurm (oder besser gesagt mehrere Würmer) drin ...
Der Dreher am Sonntag ist dabei das neue i-Tüpfelchen auf eine ganz schwache Saison. Vettel ist Leclerc mittlerweile in allen Belangen unterlegen, entsprechend gibt's nur eine Lösung: Er muss sein altes Ich ausbuddeln. Sonst wird's für ihn noch düsterer.
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Der Dreher am Sonntag ist dabei das neue i-Tüpfelchen auf eine ganz schwache Saison. Vettel ist Leclerc mittlerweile in allen Belangen unterlegen, entsprechend gibt's nur eine Lösung: Er muss sein altes Ich ausbuddeln. Sonst wird's für ihn noch düsterer.
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