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Formel 1

Pirelli fordert schnellere Entscheidungen

SID
Pirelli fordert schnellere Entscheidungen aus dem Fahrerlager
© getty

Nach dramatischen Wochen in der Formel 1 mit den Reifenplatzern in Silverstone als Höhepunkt hat Pirelli die Uneinigkeit unter den Teams kritisiert und Veränderungen gefordert.

"Die Paranoia unter den Teams ist groß, weil der Wettbewerb groß ist. An gewissen Punkten muss man darüber hinwegkommen, damit wir unseren Job ordentlich machen können", sagte Motorsportdirektor Paul Hembery dem britischen Formel-1-Reporter James Allen: "Dazu muss sich der Prozess der Entscheidungsfindung ändern."

Der Brite kritisierte, dass Pirelli die Zustimmung aller Rennställe braucht, um während der Saison Änderungen an der Spezifikation der Reifen vornehmen zu können. Bereits Anfang Juni wollte der Hersteller neue Reifen einführen, dies scheiterte aber am Veto einiger Teams. Ende des Monats kam es dann zu den Reifenplatzern beim Großen Preis von England.

"Sind die einzigen Unabhängigen"

"In den meisten Serien, die wir ausrüsten, beschließt man derartige Änderungen in Abstimmung mit dem technischen Partner. Das ist in diesem Fall die FIA (Automobil-Weltverband, die Red.)", sagte Hembery: "Der FIA und Pirelli ist es egal, wer gewinnt, wir sind also die einzig Unabhängigen, die so etwas entscheiden können. Einigkeit zwischen den Teams wird es nie geben."

Doch nicht nur diese Zuständigkeiten sind Pirelli ein Dorn im Auge, auch das Verbot von Testfahrten stört Hembery nach wie vor. "Es klingt furchtbar, aber der beste Reifentest, den wir in drei Jahren hatten, war der mit Mercedes in Barcelona", sagte der Brite und nahm Bezug auf den vom Sportgericht der FIA sanktionierten Test im Mai: "Nur dort hatten wir repräsentative Autos, repräsentative Fahrer, die professionell gearbeitet haben und uns exakt geben konnten, was wir wollten. Da muss sich also etwas ändern."

Wegen dieser Fahrten darf Mercedes nicht am Young Driver Test in Silverstone (17. bis 19. Juli) teilnehmen, zu dem in diesem Jahr auch Stammfahrer zugelassen sind. Pirelli kündigte aber an, dass die Silberpfeile dennoch Feedback über die Fahrten erhalten. In England werden neu entwickelte Reifen getestet, die ab dem nächsten Rennen in Ungarn (28. Juli) eingesetzt werden sollen.

Die Formel-1-Teams 2013

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