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Formel 1

Nach Crash: Räikkönen hakt nach

Von Adrian Bohrdt
Kimi Räikkönen verlor durch den Crash mit Segio Perez wichtige Zähler im Kampf um die WM
© getty

Der WM-Zweite Kimi Räikkönen ist nach wie vor sauer auf McLaren-Pilot Sergio Perez, der ihn beim Rennen in Monaco Ende Mai in eine Kollision verwickelt und so wertvolle WM-Punkte gekostet hatte.

Im Vorfeld des kommenden Grand Prix in Kanada hakte Räikkönen erneut nach, Perez ist sich allerdings keiner Schuld bewusst.

Der Mexikaner hatte in Monaco in der 69. Runde mit seinem Frontflügel den linken Hinterreifen am Lotus des Finnen aufgeschlitzt, was Räikkönen zu einem Boxenstopp zwang. Letztlich holte der Iceman nur noch den zehnten Platz, während der WM-Führende Sebastian Vettel das Rennen als Zweiter beendete und damit seinen Vorsprung auf 21 Punkte ausbaute.

Stewards sprechen von normalem Rennunfall

Wie "Autosport.com" berichtet, habe Räikkönen zwar kein Bedürfnis danach, mit dem McLaren-Piloten selbst zu sprechen, allerdings habe er direkt nach dem Rennen in Monaco schon andere Meinungen eingeholt: "Ich habe mit den Stewards gesprochen und sie dachten, es war ein normaler Rennunfall. Aber das sehe ich nicht so. Sie haben gesagt, ich hätte nichts falsch gemacht, aber offensichtlich hat irgendjemand etwas falsch gemacht."

Den Unfall habe er sich bereits mehrfach angeschaut, was seine Meinung aber nicht geändert habe: "Es ändert nichts an der Tatsache, dass er unser Rennen versaut hat. Selbst wenn mich jemand in einem Jahr fragt, werde ich immer noch so denken. Wir haben noch einen Punkt geholt, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es nicht korrekt war."

Der McLaren-Pilot wehrte sich aber postwendend gegen die Vorwürfe. Er habe "nichts dummes" gemacht und betonte: "Jedes Überholmanöver, das man in Monaco versucht, ist am Limit. Ich bin einige Manöver am Limit gefahren, was am Ende schiefgegangen ist. Aber das Ergebnis war nicht das, was ich erwartet habe."

Perez ist sich keiner Schuld bewusst

Darüber hinaus nahm der Mexikaner auch Stellung zu den Kommentaren Räikkönens unmittelbar nach dem Rennen, als dieser erklärt hatte, man müsse Perez vielleicht "mal aufs Maul hauen, damit er kapiert, wie er fahren muss": "Am Ende des Tages sind wir alle Menschen, und wenn man sauer ist willst du sofort jemanden kritisieren. Ich hatte das Gefühl, dass er mein Rennen ruiniert hat, und er dachte ebenso über mich."

Allerdings müsse man den Vorfall jetzt auch abhaken und sich auf das Rennen in Kanada konzentrieren: "Letztlich ist es eben so passiert. Ich werde weiter machen und versuchen hier ein großartiges Rennen abzuliefern." In Kanada kann Räikkönnen einen Rekord von Michael Schumacher einstellen, falls er, dann in seinem 24. Rennen in Serie, in die Punkte fährt.

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