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Formel 1

FIA streitet Erlaubnis für Testfahrten ab

SID
Renndirektor Charlie Whiting wurde angeblich nur formlos über Testfahrt-Möglichkeit befragt
© getty

In der Anhörung um die Reifen-Affäre vor dem Internationalen Tribunal der FIA haben die Vertreter des Weltverbandes am Donnerstag ihren Standpunkt mitgeteilt und Mercedes belastet.

"Fahrten auf der Strecke außerhalb des Wettbewerbs sind Testfahrten, egal, welchen Sinn diese genau haben", sagte FIA-Vertreter Mark Howard. Zudem habe die FIA in Person von Renndirektor Charlie Whiting vor den möglicherweise illegalen Testfahrten von Mercedes und Reifenhersteller Pirelli Mitte Mai in Barcelona lediglich vage Anfragen erhalten.

"Whiting wurde formlos über die Möglichkeit solcher Testfahrten befragt", sagte Howard: "Dabei war weder die Austragung in Barcelona ein Thema, noch, welche Inhalte die Tests haben sollten." Ohnehin sei Whiting, oder eine andere Einzelperson, nicht in der Position, "bindende Aussagen zu tätigen, die über den Regeln stehen".

An den Fakten gibt es laut Howard keine Zweifel. Mercedes hatte vom 15. bis 17. Mai in Barcelona mit den aktuellen Autos und den Fahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton einen Test mit Pirelli durchgeführt. Das sportliche Reglement der FIA verbietet dies. "Dabei war keiner der anderen Wettbewerber über die Tesfahrten informiert", sagte Howard.

FIA beklagt mangelnde Transparenz

Howard warf den Parteien mangelnde Offenheit vor. "Wenn Pirelli und Mercedes sich transparent verhalten hätten, wären wir heute nicht hier", sagte er: "Es gab aus unserer Sicht keinen Grund für Pirelli, die anderen Teams nicht zu informieren. Es gab zudem keinen Grund, warum Mercedes sich nicht vergewissert hat, ob dies passiert ist."

Die FIA hatte als erste Partei Gelegenheit, sich zu äußern, anschließend hatten Mercedes und Pirelli das Wort. Unter den Mercedes-Vertretern war wie erwartet Teamchef Ross Brawn, Pirelli schickte neben Anwälten und Experten auch Motorsportdirektor Paul Hembery. Überraschend war auch Sebastian Vettels Red-Bull-Teamchef Christian Horner in Paris vor Ort. Ferrari, McLaren und Williams waren durch Prozessbeobachter vertreten.

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