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Formel 1

Stewards reichen Protest gegen Mercedes weiter

Von Alexander Maack
Die Stewards reichen den Protest gegen Mercedes an die FIA weiter
© getty

Die Stewards des Großen Preis von Monaco haben die Beschwerde gegen den Reifentest von Mercedes und Pirelli an den Automobilweltverband FIA weitergereicht. Offenbar gab es bei der Vorbereitung auf den Test in Barcelona Ungereimtheiten.

Grundsätzlich sei ein 1000-Kilometer-Reifentest legal, weil dies im Vertrag zwischen dem italienischen Hersteller und der FIA festgeschrieben sei. Allerdings wurden einige Voraussetzungen offenbar nicht eingehalten, wie die Stewards nach dem Monaco-GP mitteilten: "Pirelli und Mercedes wurde von der FIA mitgeteilt, dass ein solcher Entwicklungstest möglich sei, wenn er von Pirelli durchgeführt wird, anstatt von dem Team, dass das Auto und den Fahrer zur Verfügung stellt."

Als Pirelli und Mercedes Anfang Mai anfragten, ob ein solcher Test möglich sei, erteilte die FIA zudem die Auflage, dass vor einem Test alle Teams von Pirelli angefragt werden müssten. Damit sollte die sportliche Gleichbehandlung sichergestellt werden.

Test bei FIA nicht angemeldet?

Mercedes' Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda hatte am Sonntag bei "RTL" erklärt, dass diese Voraussetzungen erfüllt seien. Dem ist offenbar nicht so: Die Beschwerde über den 1000-Kilometertest nach dem Spanien-GP soll deshalb nun vom Automobilweltverband selbst behandelt werden.

"Nach der Mitteilung hat die FIA keine weiteren Informationen über einen möglichen Test von Pirelli oder Mercedes-AMG erhalten. Weiterhin hat die FIA keine Bestätigung erhalten, dass alle Teams die Chance hatten, an diesem Test teilzunehmen", so die Rennkommissare weiter. Eine Stellungnahme von Pirelli oder Mercedes blieb nach der Entscheidung der Rennkommissare aus.

Kernpunkt des Protests von Red Bull und Ferrari ist, dass Mercedes für den Reifentest das aktuelle Auto einsetzte. Bei ähnlichen Anlässen hatten andere Teams wie Ferrari bisher ein Vorjahresmodell genutzt, weil Testfahrten während der Saison seit 2009 grundsätzlich verboten sind.

Der WM-Stand in der Fahrerwertung

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