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Formel 1

Legastheniker Chilton: Bin kein Paydriver

Von Susanne Schranner
Max Chilton ist einer von sieben Piloten, die in diesem Jahr noch ohne WM-Punkte sind
© getty

Max Chiltons Beförderung zum Stammfahrer bei Marussia wurde von vielen Seiten heftig kritisiert. Die Behauptungen, dass er es nur durch den Einfluss seines Vaters zum Formel-1-Piloten geschafft habe, spornen ihn mittlerweile aber nur noch mehr an.

"Mit diesem Image musste ich mich während meiner gesamten Karriere beschäftigen, daher bin ich es gewöhnt", erklärte der 22-Jährige gegenüber der britischen Zeitung "The Telegraph". Mittlerweile kann er der Kritik allerdings auch etwas Positives abgewinnen: "Es treibt mich höchstens an, noch besser zu sein."

Als Manager des Versicherungskonzerns Aon verfügt sein Vater Grahame nach Schätzungen über ein Vermögen von mehreren Milliarden. Dass ihm dies bei seinem Aufstieg insgesamt durchaus zugutegekommen ist, bestreitet Chilton Junior nicht.

"Natürlich hätte ich ohne ihn nie ein gewisses Niveau erreicht", gibt Chilton zu. Finanzielle Unterstützung sei im Renngeschäft aber keine Seltenheit, denn im Nachwuchsbereich könne sich niemand ohne einen großen Sponsor bis ganz nach oben arbeiten.

"Leute sollten die Statistiken richtig lesen"

Dass ihm die nötige sportliche Qualifikation für die Formel 1 fehle, will sich der Brite allerdings auf keinen Fall vorwerfen lassen. Obwohl ihm die Ergebnisse aus der vergangenen GP2-Saison kein allzu gutes Zeugnis attestieren, warnt er vor falschen Schlüssen.

So landete er zwar nur auf dem vierten Gesamtrang, habe in den Hauptrennen allerdings mehr Punkte als einige der Konkurrenten geholt. "Wenn die Leute die Statistiken richtig lesen, sehen sie, dass ich einer der stärksten war", so Chilton. Außerdem stellt der Marussia-Pilot klar: "Letztendlich würde dich ein Formel-1-Team niemals verpflichten, wenn sie dir nicht zutrauen würden, dass du der Aufgabe gewachsen bist."

Der Formel-1-GP-Rechner

Eine kleine Schwäche räumte Chilton dann aber dennoch ein: Im Interview enthüllte er, dass er unter einer Lese-Rechtschreib-Schwäche leide. Gerade deshalb macht ihn sein bisheriger Karriereverlauf umso stolzer: "Es ist gut zu sehen, dass ich es so weit gebracht habe, obwohl ich Legastheniker bin."

Die Fahrer-Wertung der Formel 1

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