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Formel 1

Lotus-Mitbesitzer greift Vettel und FIA an

Von Marco Heibel
Gerard Lopez kritisiert die Einstellung von Red Bull und der Fifa ob der neuen Einschränkungen
© getty

Der Reifenstreit in der Formel 1 spitzt sich zu. Lotus-Mitbesitzer Gerard Lopez giftet gegen die zu Beginn der Woche beschlossene Lieferung optimierter Pneus ab Juni und greift indirekt das Red-Bull-Team von Sebastian Vettel und den Weltverband FIA an.

Letzterer wiederum möchte die Überarbeitung der Reifen durch Hersteller Pirelli anscheinend einschränken.

"Ist das noch Sport mit gleichen Mitteln? Nein, das ist nur bescheuert, weil es die cleveren und kreativen Teams bestraft und die Verlierer belohnt" wetterte Lopez im Interview mit der "Welt am Sonntag" gegen den Beschluss von Reifenhersteller Pirelli, die Formel-1-Teams ab dem übernächsten Grand Prix in Kanada am 9. Juni mit haltbareren Einheitsreifen auszurüsten.

Der milliardenschwere Mitbesitzer des in der Konstrukteurswertung derzeit überraschend auf Rang drei liegenden Rennstalls um den WM-Zweiten Kimi Räikkönen kritisierte damit indirekt auch die Rennställe Red Bull Racing und Mercedes GP. Diese hatten nach dem Großen Preis von Spanien vor Wochenfrist aufgrund ihres schwachen Abschneidens gegen die schnell abbauenden Pirelli-Reifen gewettert. Auch der Motorsport-Weltverband FIA, dessen Regelwerk die Überarbeitung der Reifen zum übernächsten Rennen gebilligt hat, ist Zielscheibe von Lopez' Kritik.

Medien: FIA will Überarbeitung der Reifen beschränken

Auf genau dieses Regelwerk beruft sich die FIA nun allerdings nach Informationen von "autosport.com". Demnach möchte der Weltverband unter Berufung auf Paragraf 12.6.5 des Technischen Reglements erreichen, dass die Veränderungen seitens Pirelli im Rahmen bleiben.

So solle der italienische Reifenhersteller allein dafür sorgen, dass sich die Sicherheit gewährleistet ist, indem eine Ablösung der Laufflächen durch einen anderen Kleber verhindert wird. Eine dahingehende Veränderung der Reifen, dass sich deren Haltbarkeit drastisch erhöht, soll der Weltverband dagegen verhindern wollen.

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