Formel 1

"Vettel und Webber haben freie Fahrt"

Von Alexander Marx
Sebastian Vettel (l.) und Mark Webber gerieten in der laufenden Saison schon mehrmals aneinander
© getty

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hat noch einmal betont, dass sein Formel-1-Team in dieser Saison ohne Stallregie fahren wird. Zudem kritisierte der Österreicher die aktuelle Reifensituation in der Königsklasse.

Der Große Preis von Malaysia in diesem Jahr hat nicht nur am Image von Weltmeister Sebastian Vettel gekratzt, sondern auch an dem seines Rennstalls.

Die Teamorder, wonach Vettel in Sepang seinen Teamkollegen Mark Webber nicht überholen, sondern den Australier gewinnen lassen sollte, war zwar regelkonform, sorgte danach aber für viel negativen Gesprächsstoff. Genauso wie das Verhalten des Deutschen, der sich der Anweisung wiedersetzte.

Als Konsequenz aus Malaysia werden den beiden Fahrern von Red Bull für die restlichen Saisonrennen keine Fesseln angelegt. "Vettel und Webber haben bis Saisonende freie Fahrt", unterstrich Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz jetzt in der "Kronen Zeitung". "Es besteht keine Notwendigkeit, da vor dem Sommer einzugreifen. Aber wir haben eine Vereinbarung: Schießt euch nicht von der Strecke!"

Tür bei Red Bull bleibt für Webber offen

Wie die Anweisungen an Webber aussehen könnten, wenn Vettel zur Saisonhälfte mitten im WM-Kampf stehen und der Australier bereits weit zurückliegen sollte, ließ Mateschitz offen. Aktuell führt der Champion die WM-Wertung mit 77 Punkten an, Webber liegt mit 32 Zählern auf Platz fünf.

Die Zukunft des 36-Jährigen nach dieser Saison ist noch nicht geklärt. Ein Verbleib bei Red Bull ist aber trotz der Probleme mit Vettel nicht ausgeschlossen. "Das hängt alles von Webber selbst ab. Wie schnell, wie gut er ist - und welche anderen Angebote er hat", erklärte Mateschitz.

Mateschitz übt Kritik an Reifensituation

Dem Österreicher ein Dorn im Auge ist die aktuelle Reifensituation in der F1.

Es gewinne "nicht der schnellste Fahrer im schnellsten Auto, sondern das optimale Reifenmanagement mit der Geschwindigkeit". Daher habe die Formel 1 auch "mit klassischem Rennsport nichts mehr zu tun".

Eine Folge der sich schnell auflösenden Pneus sei, dass Red Bull sein Auto zurückbauen musste, um die Reifen besser unter Kontrolle zu bekommen. "Würden wir wirklich so schnell fahren, wie wir könnten, bräuchten wir 10 bis 15 Boxenstopps", wetterte Mateschitz.

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