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Formel 1

Ecclestone: "Null Chance auf mehr Geld"

SID
Ecclestone erklärt die höhere Beteiligung der Teams an den Einnahmen für ausgeschlossen
© Getty

Klare Ansage von Bernie Ecclestone: Der Formel-1-Boss hat den Wunsch der Teams nach einer höheren Beteiligung an den Gesamteinnahmen als illusorisch bezeichnet.

"Null Chance, dass sie 70 Prozent bekommen. Sie sollten happy mit dem sein, was sie haben", sagte der Brite in einem Interview mit der Fachzeitschrift "auto motor und sport": "Sie wollten schon bei den letzten fünf Concorde-Abkommen mehr Geld, und wir wollten ihnen weniger bezahlen."

Der Vermarkter CVC habe die Formel 1 im "schlechtestmöglichen Moment für einen Kauf" übernommen und "trotzdem sehr gutes Geld bezahlt". Deshalb seien die aktuellen Verhältnisse gerecht.

Zudem sei CVC nicht bereit, für die derzeit kolportierten sechs Milliarden Euro die Rechte zu verkaufen. "Die genannte Summe wäre für CVC nicht von Interesse", sagte Ecclestone und stellte zudem grundsätzlich klar: "Sie wollen nicht verkaufen."

Formel 1 muss im Free-TV bleiben

Eine Übernahme von Medienunternehmer Rupert Murdoch und der Investmentgesellschaft Exor stellt in Ecclestones Augen einige Gefahren dar.

Murdoch sei nur im Bezahlfernsehen aktiv, "unser Abkommen mit der Europäischen Kommission verpflichtet uns aber, die Rennen im frei verfügbaren Fernsehen zu zeigen." Über den Investor Exor würde zudem indirekt der Ferrari-Rennstall Miteigentümer der Formel 1.

"Wenn mir ein Team gehören würde, wäre ich nicht begeistert, wenn einem meiner Konkurrenten über Umwege die Formel 1 gehören würde", meinte der 80-Jährige.

Umwelt ist kein Argument

Zudem erneuerte Ecclestone seine Kritik an der Einführung der Vier-Zylinder-Motoren und griff damit auch Weltverbands-Chef Jean Todt an, der auf der Einführung der kleineren Motoren besteht.

"Der FIA-Präsident weiß sehr gut, dass ich von diesen Regeln nichts halte", sagte Ecclestone: "Der Anreiz, sich einen Grand Prix anschauen zu wollen, wird mit diesen Vierzylinder-Turbomotoren verschwinden. Viele Zuschauer werden zu Hause bleiben. Die Veranstalter wären nicht mehr in der Lage, uns zu bezahlen, und wir könnten weniger ausschütten. Die Teams würden viel Geld verlieren."

Die FIA habe ihre "Entscheidung aufgrund falscher Annahmen getroffen. Ich hoffe, sie prüft den Fall noch einmal." Das Argument, dass auch die Formel 1 umweltfreundlicher werden müsse, lässt Ecclestone nicht gelten. "Wenn wir die Gesamtenergiebilanz der Formel 1 mit anderen Sportarten vergleichen, stehen wir gar nicht so schlecht da.

Bei der Tour de France wird mehr Benzin verbrannt als bei uns", sagte Ecclestone. "Denken Sie an den riesigen Service-Tross, der die Tour begleitet. Das meiste Benzin verbrauchen immer noch die Zuschauer, die mit dem Auto zur Veranstaltung kommen."

Eccelstone jubelt, wenn Schumi Vettel schlägt

Über die Leistungen von Rekordweltmeister Michael Schumacher ist der Formel-1-Boss seit dem Comeback 2010 "überrascht und enttäuscht". Allerdings sei er nicht sicher, ob die aktuellen Leistungen an der Qualität des Autos oder dem nachlassenden Potenzial des siebenmaligen Champions liegen.

"Ich würde ihn gerne mal in einem Red Bull fahren sehen, weil ich nicht weiß, wie gut der Mercedes ist", sagte Ecclestone in einem Interview mit der Schweizer Tageszeitung "Blick": "Aber im Vergleich zu Teamkollege Rosberg sieht Schumi nicht gut aus."

Gerüchte über einen Rücktritt des 42-Jährigen hält Ecclestone nicht für realistisch: "Michael ist ein Fighter, er will immer noch gewinnen. Und ich bin der erste, der jubelt, wenn er Vettel schlägt!"

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