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Formel 1

Eins, zwei oder drei?

Von Alexander Mey
Sebastian Vettel steht in Monaco zum ersten Mal in seiner Karriere auf der Pole-Position
© Getty

Was wird der Monaco-GP (13.45 Uhr im LIVE-TICKER) bringen? Ein dramatischer Reifenpoker wie die vergangenen Rennen oder doch eher ein Rennen der alten Schule? Die Meinungen gehen auseinander. Die Reifen entscheiden alles.

Wer kennt sie noch, die Kinder-Rateshow "Eins, zwei oder drei?"? Genau so könnte man die Strategie-Wahl für den Monaco-GP betiteln, auch wenn die Teamchefs wohl kaum auf das "Plop" von Michael Schanze warten werden, um ihre Entscheidung zu treffen.

Für sie geht es darum, ob sie das Rennen mit einem, zwei oder drei Boxenstopps angehen. Alles scheint möglich. Reifenhersteller Pirelli rechnet mit zwei Stopps - die normale Herangehensweise.

Reifen halten überraschend lange

Denn die Reifenmischungen soft und supersoft halten zur Überraschung der Teams sehr lange. Die weichere Mischung schaffte im Training maximal 27 Runden, die härtere wird deutlich über 30 Runden kommen.

Bei 78 Rennrunden ist es also naheliegend, zweimal mit der superweichen und einmal mit der weichen Mischung durchzufahren. "Es wird wohl keine vier oder fünf Reifenwechsel geben", sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Die Reifen funktionieren ausgezeichnet."

Schumacher schielt Richtung Podium

Michael Schumacher sieht das ähnlich: "Es gibt weniger Boxenstopps und dadurch weniger Möglichkeiten bei der Strategie." Umso wichtiger, dass Schumi mit Platz fünf den besten Startplatz der Saison herausgefahren hat.

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Mit einem seiner bekannt guten Starts kann er vielleicht sogar noch weiter nach vorne kommen. "Unser Auto sollte im Rennen hier etwas besser sein als im Qualifying", machte Schumacher den Mercedes-Fans Mut. "Ob das aber ausreicht, um aus eigener Kraft aufs Podium zu fahren, muss man sehen."

Nur Red Bull spricht von vielen Boxenstopps

Das einzige Team, das der Meinung widerspricht, es gebe wenige Boxenstopps, ist interessanter Weise ausgerechnet Red Bull. Teamchef Christian Horner sagte: "Der Start wird sehr wichtig. Danach arbeiten wir an der Strategie. Die wird sehr interessant werden, denn es könnte viele Boxenstopps geben."

Das kann entweder ein Täuschungsmanöver für die Konkurrenz sein, oder eine Alternative für den Fall, dass Vettel dem Feld von Beginn an enteilen und sich einen zusätzlichen dritten Boxenstopp leisten kann. Genügend superweiche Reifen sollte er noch haben.

"78 Runden sind eine sehr lange Renndistanz und wir haben in dieser Saison schon oft gesehen, dass sich durch die zahlreichen Boxenstopps in den letzten Runden noch alles verändern kann", sagte Vettel. "Aber das ändert nichts daran, dass die Pole-Position hier sehr wichtig ist."

Hamilton gratuliert Vettel schon zum Sieg

Sie ist sogar schon der Freifahrtschein zum Sieg. Das behauptet zumindest Lewis Hamilton angesichts seines enttäuschenden neunten Startplatzes nach einer Strafe wegen Abkürzens der Schikane: "Für mich geht es nur um Schadensbegrenzung. Hier kann man nicht überholen, also habe ich keine realistische Siegchance. Ich werde nicht aufgeben, aber Sebastian wird sich leider den Pokal schnappen."

Viel besser sieht die Situation auch für Nico Rosberg auf Platz acht nicht aus. Diese beiden und vor allem Nick Heidfeld von Startplatz 16 aus könnten Kandidaten für aggressive Strategien sein.

Neben drei Stopps zählt dazu auch die Einstopp-Strategie. Diese scheint zum ersten Mal in dieser Saison zumindest theoretisch möglich, auch wenn die Reifen deutlich an Speed nachlassen werden.

Doch wer weiß? Eine Safety-Car-Phase reicht schon aus, um ein Rennen gerade in Monaco völlig durcheinander zu wirbeln. Und wo, wenn nicht im Fürstentum, ist die Wahrscheinlichkeit für die erste Safety-Car-Phase der Saison am größten?

HRT darf starten - Perez nicht

Sergio Perez hat durch seinen schlimmen Unfall auf dramatische Weise gezeigt, was auf dem gefährlichen Stadtkurs alles passieren kann. Zum Glück ist er nicht schwer verletzt. Starten kann er aber nicht.

Die beiden HRT-Piloten können, denn sie wurden aufgrund ihrer Trainingszeiten von der Rennleitung zugelassen, obwohl sie im Qualifying nicht antreten konnten.

Das Ergebnis des Qualifying

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