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Formel 1

Schwere Vorwürfe gegen Alonso

Von SPOX
Fernando Alonso sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert
© Getty

Timo Glock liegt im Krankenhaus und wird wohl die Tests in Barcelona verpassen. Williams-Teamchef Sam Michael watscht Mercedes und McLaren ab. Fernando Alonso wird mit schweren Vorwürfen konfrontiert.

Der Blinddarm bremst Glock aus: Timo Glock liegt nach einer Blinddarm-Operation im Krankenhaus und wird aller Voraussicht nach dadurch die letzten Testfahrten vor Saisonstart in Barcelona (9. bis 12. März) verpassen.

Glock hatte nach seiner Rückkehr aus dem Trainingslager auf Mallorca heftige Bauchschmerzen bekommen, die sich als Entzündung des Blinddarms herausstellten. "Um eine vernünftige Heilung zu gewährleisten, ist es unwahrscheinlich, dass Timo an den Tests teilnehmen wird", sagte Virgin-Teamchef John Booth "Autosport".

Schwere Vorwürfe gegen Alonso: Fernando Alonso sieht sich mit schweren Vorwürfen bezüglich seiner Zeit bei McLaren-Mercedes konfrontiert. Tom Bower, Biograph von Bernie Ecclestone, schreibt in seinem Buch "No Angel", dass Alonso beim Ungarn-GP 2007 seinen damaligen Teamchef Ron Dennis aufgefordert haben soll, das Auto seines Rivalen Lewis Hamilton mit zu wenig Benzin zu sabotieren.

Außerdem wiederholt Bower auch die damals schon aufgekommene Behauptung, Alonso habe gedroht, die Spionage-Affäre um bei Ferrari gestohlene Dokumente öffentlich zu machen, sollte er keinen Nummer-eins-Status bekommen.

Nichts davon ist in irgendeiner Form belegt, trotzdem wurde Alonso am Rande eines Sponsorentermins in Madrid darauf angesprochen. Seine knappe Antwort: "Ich ignoriere, was in anderen Ländern gesagt wird. Jeder macht seinen Job."

Schwarzmalerei um schwarzes Gold: Die Kritik der Fahrer an den schnell abbauenden Pirelli-Reifen wächst, je näher die Saison rückt. Neuester Kritiker ist Fernando Alonso. Er befürchtet "drei oder sogar vier Boxenstopps" pro Rennen anstatt der von Pirelli erwarteten zwei.

Daraus leitet er für Ferrari und Red Bull nichts Positives ab. "Ich bin darauf nicht scharf, denn diese erhöhte Unsicherheit begünstigt nicht gerade die stärksten Teams", sagte Alonso und zog einen Fußball-Vergleich heran: "Das ist so, als würde man im Fußball entscheiden, pro Team alle 30 Minuten einen Elfmeter schießen zu lassen. Barcelona oder Real würden nicht vor Freude in die Luft springen."

Ohrfeige für Mercedes und McLaren: Williams-Teamchef Sam Michael ist ein anerkannter Fachmann. Entsprechend ernst sollte man seine Einschätzung des Kräfteverhältnisses nach den bisherigen Testfahrten nehmen, auch wenn klar ist, dass er nicht ganz unparteiisch sein kann.

Geht man dennoch von einem wahren Kern in seinen Aussagen nach den Barcelona-Tests aus, dann ist seine Einschätzung doch sehr überraschend - und unerfreulich für Mercedes und McLaren.

"Mein Einruck ist, dass Ferrari und Red Bull an der Spitze rund vier Zehntel schneller sind als alle anderen. Danach kommt eine Gruppe bestehend aus Renault, Toro Rosso, Williams und vielleicht sogar Sauber. Mercedes und McLaren folgen vier weitere Zehntel hinter der zweiten Gruppe", erklärt Michael. Wenigstens Lotus, Virgin und HRT sieht er noch hinter den beiden Prestige-Rennställen, die sich selbst gewiss nicht so weit hinten sehen und es beim ersten Rennen auch kaum sein werden. Noch gibt es ja einen Test und jede Menge Updates.

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