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Formel 1

Wer ist der beste Fahrer aller Zeiten?

Von Jan-Hendrik Böhmer
Zwischen Ayrton Senna und Michael Schumacher bahnt sich ein packendes Halbfinale an
© Getty

Die 16 erfolgreichsten Piloten im Duell. SPOX hat anhand der Erfolge eine Rangliste erstellt und lässt die Legenden der Formel 1 gegeneinander antreten. Wen wählen die mySPOX-User in die nächste Runde? Michael Schumacher fügt nach Sebastian Vettel auch Fernando Alonso eine vernichtende Niederlage zu. Doch es wird nicht leichter. Der nächste Gegner: Ayrton Senna.

Wie im Achtelfinale setzten sich auch im Viertelfinale die Favoriten durch. Und wie! Besonders die Duelle von Michael Schumacher gegen Fernando Alonso (90 Prozent der Stimmen für Schumacher) und Ayrton Senna gegen Jackie Stewart (94 Prozent für Senna) waren mehr als nur deutlich.

Als Dankeschön gibt's für die beiden Sieger das direkte Duell im Halbfinale. Das dürfte ein interessantes Aufeinandertreffen werden. Auf einen klaren Sieger möchte man sich auch im zweiten Duell nicht festlegen. Alain Prost (66 Prozent der Stimmen) tat sich lange Zeit mit Niki Lauda schwer, ehe er den heutigen TV-Experten eliminierte.

Etwas leichter tat sich Juan Manuel Fangio mit Nelson Piquet. Der Argentinier sicherte sich immerhin 85 Prozent aller Stimmen.

Halbfinale:

1. Michael Schumacher

WM-Titel: 7 (1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004)

aktiv: 1991 bis 2006 und seit 2010

Statistik: 269 Rennen, 91 Siege, 68 Poles, 1441 Punke

Der Dominator. Es gibt kaum eine Rekord-Liste in den Geschichtsbüchern der Formel 1, in der Michael Schumacher nicht auftaucht. Die meisten WM-Titel, die meisten Siege, die meisten Poles, die meisten Punkte, die meisten schnellsten Runden... you name it. He got it. Jedenfalls meistens. Er brachte Ferrari nach langer Durststrecke zurück an die Spitze, holte für die Scuderia den ersten Titel seit 1979. Unvergessen auch sein wilder Spa-Ritt im Benetton, als er von Startplatz 16 noch gewann. Neben Titeln sorgte er aber auch immer wieder für Kontroversen. Umstritten sind etwa die Kollisionen mit Damon Hill 1994 in Adelaide und Jacques Villeneuve 1997 in Jerez, die beide den WM-Ausgang entschieden.

4. Ayrton Senna

WM-Titel: 3 (1988, 1990, 1991)

aktiv: 1984 bis 1994

Statistik: 162 Rennen, 41 Siege, 65 Poles, 614 Punkte

Der Magische, so wurde Senna auch wegen seines Ausnahme-Talents bei Regen genannt. Im April 2004 wurde der Brasilianer von Rennfahrer-Kollegen, Teamchefs, Ingenieuren und Journalisten zum schnellsten Fahrer der Formel-1-Geschichte gewählt. Als eines seiner besten Rennen gilt bis heute der Europa-GP im Donington Park 1993. In strömendem Regen ging er in der ersten Runde an vier Gegnern vorbei, verzichtete auf diverse Reifenwechsel und gewann das Rennen mit deutlichem Vorsprung. Kurios: Das erste Mal sorgte Senna bei der Neueröffnung der Nürburgring-GP-Strecke in einem Tourenwagen-Show-Event für aufsehen. Bereits 1984 ließ er Keke Rosberg und Niki Lauda alt aussehen. 1994 starb Senna in San Marino, als er wegen einer gebrochenen Lenkung in der Tamburello-Kurve in die Mauer raste.

Ausgeschieden:

9. Fernando Alonso

WM-Titel: 2 (2005, 2006)

aktiv: seit 2001

Statistik: 159 Rennen, 26 Siege, 20 Poles, 829 Punkte

Viele Experten nennen ihn den komplettesten Fahrer im aktuellen Starterfeld, sein fahrerisches Talent ist unbestritten. 2005 gewann er als damals jüngster Fahrer den Weltmeister-Titel und sicherte sich als zweiter Fahrer nach Michael Schumacher 2007 in der dritten aufeinanderfolgenden Saison mindestens 100 Punkte. Unbestritten ist allerdings auch sein aufbrausendes Temperament. Legendär ist sein teaminternes Duell mit Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes mit dem Höhepunkt beim Großen Preis von Ungarn 2007. Alonso, der sich als zweifacher Weltmeister mit allen Mitteln gegen Newcomer Hamilton wehrte, blockierte seinen Teamkollegen in der Box, wurde bestraft und musste den Rivalen siegen sehen. Alonso wechselte zu Ferrari und verpasste 2010 nur knapp seinen dritten Titel.

5. Jackie Stewart

WM-Titel: 3 (1969, 1971, 1973)

aktiv: 1965 bis 1973

Statistik: 100 Rennen, 27 Siege, 17 Poles, 360 Punkte

Das Rennfahrer-Debüt des fliegenden Schotten kann man mit einem Adjektiv beschreiben: beeindruckend. Schon bei seinem ersten Formel-3-Test stellte er Bruce McLaren in den Schatten, bei seinem ersten Rennen hatte er nach zwei Runden bereits 25 Sekunden Vorsprung. Die Folge: Er bekam nur Tage später sein erstes Formel-1-Cockpit angeboten - und lehnte ab. Er zog es vor, Formel-3-Meister zu werden. Ein Jahr später stieg er dann doch in die Königsklasse ein und holte beim Südafrika-GP als Ersatz für den verletzten Jim Clark gleich seinen ersten WM-Punkt. Drei Titel sollten folgen. 1999 feierte er auf dem Nürburgring dank Johnny Herbert außerdem seinen einzigen Sieg als Teamchef seines eigenen F-1-Rennstalls. Doch Stewarts Verdienste gehen weit über den aktiven Sport hinaus. Seit einem Unfall 1966 setzt sich der heute 71-Jährige für die Sicherheit im Rennsport ein.

Teil II: Prost vs. Fangio

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