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Formel 1

Alonso schenkt Spanien die Bestzeit

Von Alexander Mey
Fernando Alonso ist in Valencia mit einer B-Version des Ferrari unterwegs
© Getty

Fernando Alonso hat seinen spanischen Fans im Freien Training zum Europa-GP in Valencia die Tagesbestzeit geschenkt. Er setzte sich hauchdünn vor dem Red-Bull-Duo Sebastian Vettel und Mark Webber durch. Nico Rosberg war als Vierter im Mercedes deutlich schneller als Michael Schumacher auf Rang elf.

Die Spanier haben ihre Party, die Italiener einen kleinen Trost nach dem Aus bei der Fußball-WM. Fernando Alonso hat bei seinem Heimspiel in Valencia im Ferrari die Trainings-Bestzeit geholt. Seine 1:39,283 Minuten waren nicht zu schlagen.

Aber der Schein trügt etwas. Zwar ist der Ferrari sicher dank der Neuerungen am Heck schneller geworden, aber Red Bull scheint noch einen kleinen Vorteil zu haben, der sich in den Zeitentabellen nicht niederschlägt. "Am Freitag waren wir schon oft schnell. Das Auto ist definitiv eine Steigerung, aber wir müssen sehen, ob wir auch am Samstag noch so konkurrenzfähig sind", zeigte sich Alonso entsprechend skeptisch.

Red Bull, Mercedes und McLaren haben Reserven

Sebastian Vettel wurde mit nur 56 Tausendsteln Rückstand auf Alonso Zweiter vor seinem Teamkollegen Mark Webber. Allerdings schafften es beide Piloten nicht, auf den weichen Reifen eine perfekte Runde hinzulegen. Die Sektorzeiten deuteten darauf hin, dass die Bestzeit möglich gewesen wäre.

Ein Eindruck, den Vettel indirekt bestätigte: "Unsere Pace war sehr vielversprechend, wenn man bedenkt, dass uns diese Strecke eigentlich nicht so gut liegen sollte. Wir haben definitiv einen Schritt nach vorne gemacht."

Mercedes "nicht so schlecht für den Anfang"

Gespannt darf man auch sein, wie sich McLaren und Mercedes im Qualifying und im Rennen schlagen. Denn auf den harten Reifen setzten die beiden Teams die schnellsten Zeiten. Nico Rosberg, insgesamt starker Vierter, lag im ebenfalls am Heck überarbeiteten Mercedes nach der ersten Session sogar noch in Führung.

"Nicht so schlecht für den Anfang", resümierte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Nico hatte bei seiner besten Zeit keine freie Runde und Michael war unter Rennbedingungen genauso wie Nico schnell und konstant unterwegs. Wir müssen morgen die gute Basis von heute weiterentwickeln und können dann am Sonntag hoffentlich beweisen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben."

Aber auch Lewis Hamilton und Jenson Button waren auf den härteren Gummis konstant schnell. Letztlich wurde Hamilton Fünfter, Button kam auf Rang neun.

Schumacher beim Debüt nur Elfter

Michael Schumacher musste erst einmal den Kurs lernen, der für ihn Neuland ist. Das klappte ohne große Probleme, auch wenn der siebenmalige Champion oft quer stand und mit seinem unruhigen Mercedes kämpfen musste. Ergebnis: Nur Rang elf in der Endabrechnung.

Trotzdem war Schumi nicht unzufrieden: "Es lief nicht allzu schlecht. Zum ersten Mal auf dieser Strecke zu fahren, war sehr aufregend für mich. Es war sogar besser, als ich es nach der Besichtigung gestern erwartet hatte. Ich fand es trotz einiger blinder Ecken ganz angenehm, mich auf die Strecke einzuschießen, auch wenn ich meinen Rhythmus auf eine schnelle Runde noch nicht gefunden habe."

Adrian Sutil durfte nur die zweite Session absolvieren, weil im ersten Training Testfahrer Paul di Resta seinen Platz eingenommen hatte. Das störte Sutil aber herzlich wenig. Er wurde Achter und bewies in einzelnen Sektoren, dass es sogar noch schneller gegangen wäre.

Massa nach Dreher nur noch Fußgänger

Nico Hülkenberg im Williams und Timo Glock im Virgin kamen nicht über die Plätze 17 und 21 hinaus.

Felipe Massa verlor im zweiten Ferrari mehr als eine halbe Stunde Trainingszeit, weil er nach einem Dreher seinen Motor abwürgte und zu Fuß zurück an die Box musste.

LIVE-TICKER: Das Training in Valencia zum Nachlesen

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