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Formel 1

Vettel: "Einige Big Points abgreifen"

Von Alexander Mey
Sebastian Vettel hat 57,5 Kliogramm Benzin an Bord
© Getty

Verkehrte Gefühlswelt nach dem Qualifying zum Belgien-GP in Spa (Rennen, So. 13.45 Uhr im LIVE-TICKER). Frust bei Jenson Button, gemischte Gefühle bei Sebastian Vettel, Siegessicherheit bei Jarno Trulli und große Hoffnungen bei Giancarlo Fisichella.

Startplatz acht. Nicht gerade die Ausgangposition für den großen Wurf, den Sebastian Vettel in Spa unbedingt braucht, wenn er noch einmal ernsthaft in den WM-Kampf eingreifen möchte. Dabei war die Gelegenheit nie günstiger. Immerhin ist der WM-Führende Jenson Button nur auf Startplatz 14 gelandet.

LIVE-TICKER: Das Qualifying zum Nachlesen

"Das ist bescheiden gelaufen. Unser Ziel ist, deutlich mehr Punkte zu holen als die anderen WM-Kandidaten. Heute hätten wir eine gute Chance gehabt, die haben wir leider nicht genutzt", gab Vettel selbst zu.

Überholen in Spa nicht unmöglich

Immerhin hat er als Achter deutlich mehr Benzin an Bord als alle Fahrer, die vor ihm stehen. Vorbei muss er an denen trotzdem erst einmal. Das wird schwer genug.

Benzinmengen: Vettel ist einer der schwersten

"Überholen ist niemals einfach. Hier in Spa gibt es einige lange Geraden, also sollte es möglich sein - aber eben nicht einfach", sagte Vettel. Hohe Ziele hat er trotz allem: "Wir haben fest vor, einige Big Points abzugreifen."

Frust und Ratlosigkeit bei Button

Big Points gegen Button, der es seinerseits extrem schwer haben wird, der ersten Nullnummer der Saison zu entgehen. Von Startplatz 14 aus bleibt ihm nicht viel Hoffnung, aber jede Menge Ratlosigkeit und Frust.

"Es ist frustrierend, nur auf dem 14. Platz zu stehen, noch dazu, da es für Rubens ganz gut läuft", sagte Button. "Ich hatte mit den weichen Reifen aber einfach keinen Grip. Rubens hat ein leicht anderes Setup, aber sonst weiß ich nicht, was er anders gemacht hat als ich. Bei ihm funktioniert es."

Button: "Fühle mich nicht wohl im Auto"

Ganz so toll funktioniert es aber auch bei Barrichello nicht. Er steht zwar auf Startplatz vier, hatte im Qualifying aber deutlich das leichteste Auto und wird als erster Fahrer zum Tanken kommen müssen.

Trösten wird das Button aber kaum: "Ich kann mir das nicht erklären. Ich fühle mich derzeit einfach nicht wohl im Auto."

Es sieht also danach aus, als könnte Vettel auf Button einige Punkte gutmachen. Ob er auch Barrichello und Mark Webber, der direkt hinter ihm startet, besiegen kann, muss das Rennen erst zeigen. Vieles wird sich wie gewohnt am Start entscheiden, bei dem Vettel ausnahmsweise kein KERS-Auto in direkter Nachbarschaft hat.

Fisichella will die ganz große Sensation

Bleibt die Frage, wer das Rennen gewinnen kann. Tatsächlich Giancarlo Fisichella im Force India? Man kann es sich nicht vorstellen, aber unmöglich ist es nicht.

"Ich hoffe nicht nur auf Punkte, sondern auf mehr. Wir sind so weit gekommen, jetzt müssen wir die Sache zu Ende bringen", kündigte Fisichella zumindest einen Podestplatz an. Bisher hat Force India 2009 noch nicht einmal einen WM-Punkt geholt. Ein Sieg in Spa wäre eine Sensation, nichts anderes.

Qualifying-Duelle: Enges Rennen zwischen Fisichella und Sutil

Trulli: Ich muss gewinnen

Verhindern will diese Sensation vor allem Jarno Trulli. Der Toyota-Pilot hat deutlich mehr Benzin an Bord als Fisichella und daher beste Chancen, endlich den ersten Sieg für Toyota einzufahren.

Das will er tun. Das - und nichts anderes. "Natürlich wäre ein Podestplatz eine gute Sache. Ich habe aber ein anderes Ziel, denn ein Podium würde nicht reichen, besonders, um die Japaner glücklich zu machen. Sie wollen gewinnen, und ich möchte ihnen diesen Sieg schenken. Das ist alles, woran ich denke. Ich werde alles dafür geben."

Heidfelds Selbstsicherheit angeknackst

Und Nick Heidfeld? Fast aus dem Nichts fuhr er auf den dritten Startplatz - und das nicht einmal mit allzu wenig Benzin. Ein Podestplatz ist bei einem guten Start durchaus drin, trotzdem hält sich seine Selbstsicherheit in Grenzen.

"Mal sehen, was das Wetter letztlich macht. Ich hätte nichts gegen ein Regenrennen - obwohl ich von Platz drei starte und wir das weder beim Sprit-Level noch beim Abtriebslevel berücksichtigt haben", sagte Heidfeld.

Die schlechte Saison hat offensichtlich Spuren hinterlassen.

Das komplette Qualifying-Ergebnis

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