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Formel 1

Brawn schlägt seine Feinde

SID
Fuhr beim Freitagstraining zum China-GP die Bestzeit: Jenson Button
© Getty

Brawn GP ist nach dem Doppel-Diffusoren-Urteil genauso dominant wie davor. Jenson Button fuhr im Freien Training zum Chna-GP in 1:35,679 Minuten Tagesbestzeit. Dicht auf den Fersen war ihm aber Nico Rosberg im Williams. Die größten Brawn-Kritiker Ferrari, BMW-Sauber und Renault lagen meilenweit zurück. Sebastian Vettel hatte technische Probleme.

Nico Rosberg ist im Training für den Großen Preis von China als Zweiter nur um 25 Tausendstelsekunden an der Bestzeit vorbeigefahren. Der Williams-Pilot drehte seine schnellste Runde in Shanghai in 1:35,704 Minuten und lag damit nur hauchdünn hinter WM-Spitzenreiter Jenson Button.

Der Brawn-Mercedes-Pilot war in 1:35,679 Minuten nicht zu schlagen und distanzierte ausgerechnet die Teams, die Brawn GP wegen der Doppel-Diffusoren am härtesten kritisiert und zum Teil sogar bedroht haben, deutlich. Ferrari landete ohne KERS auf den Plätzen zwölf und 14, BMW-Sauber auf den Plätzen 17 und 18 und Renault auf den Rängen 16 und 19.

Rosberg lobt Lernfähigkeit von Williams

"Die Balance de Autos hat sich während der letzten Runden eutlich verbessert, nachdem wir vorher ziemliche Probleme mit dem Set-Up hatten", fasste Button den Tag zusammen. Auch Rosberg zog sehr positive Lehren: "Für uns ist die Hauptsache, dass wir in dieser Saison von Strecke zu Strecke konstant sind. Wir erleben keine großen Überraschungen mehr, wenn wir an die Strecke kommen. Das haben wir aus dem vergangenen Jahr gelernt."

Weniger optimistisch klangen die Töne von BMW-Sauber. "Die Reifen arbeiten leider nicht so, wie wir uns das wünschen. Wir werden aber versuchen, die Balance des Autos weiter zu verbessern", sagte Nick Heidfeld, der nur Drittletzter wurde. Robert Kubica testete zwar zum ersten Mal erfolgreich KERS, kam aber auch nicht über Position 17 hinaus.

Bei Ferrari waren die Mienen noch finsterer. "Wir fahren hier nun auch noch ohne KERS, was uns noch mehr Performance kostet. Zusätzlich zu der Zeit, die wir durch die schlechtere Aerodynamik verlieren", konstatierte Felipe Massa. Kimi Räikkönen stellte kurz und knapp fest: "Wir sind einfach zu langsam. Im Moment können wir nicht um den Titel kämpfen."

Vettel steht lange an der Box

Sebastian Vettel landete in 1:36,167 Minuten auf Platz fünf, musste aber wegen Problemen mit dem Querlenker viel Zeit an der Box verbringen. "Alles in allem war dies ein ganz guter Tag", sagte Vettel. "Leider hatten wir im zweiten Training ein Problem mit der Hinterradaufhängung. Es hat zu viel Zeit gekostet, dieses Problem zu beheben, wir mussten deshalb früher aufhören als geplant."

Timo Glock (1:36,548) im Toyota wurde Achter. Adrian Sutil belegte im Force-India-Mercedes in 1:36,829 Minuten einen ordentlichen elften Platz.

Kurzes Strohfeuer von Hamilton

Für eine Überraschung im ersten Teil des Trainings hatte Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes mit einer Bestzeit gesorgt, in der Kombination beider Trainingssitzungen reichte es dann allerdings nur zu Platz 13.

"Wir müssen realistisch sein und sagen, dass mehr als das zweite Qualifying wahrscheinlich nicht geht. Das wäre die sechste oder siebte Startreihe", rückte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug die Verhältnisse zurecht.

So lief das Training:

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