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Formel 1

"Sehr gute Ausgangsposition"

Von SPOX
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© Getty

Die erste Runde im Kampf um den WM-Titel beim China-GP geht an Lewis Hamilton und McLaren-Mercedes. Im Freien Training in Schanghai fuhr Hamilton in beiden Sessions Bestzeit und verwies seinen Hauptkonkurrenten Felipe Massa im Ferrari auf Platz zwei. Hamilton muss in China mindestens sechs WM-Punkte mehr holen als Massa, um vorzeitig Weltmeister zu werden.

Die schnellste Zeit des Tages drehte Hamilton bereits in der ersten Session am Vormittag. Es reichte zu einer Zeit von 1:35,630 Minuten. Massa war insgesamt knapp vier Zehntelsekunden langsamer und schaffte es im zweiten Training nur auf Position sechs.

Ein guter Auftakt für Hamilton - und aus seiner Sicht ein wichtiger, um vor dem Qualifying am Samstag die ohne Zweifel extrem angespannten Nerven ein bisschen zu beruhigen. "Das ist der denkbar beste Weg, so ein Wochenende zu beginnen", sagte Hamilton erleichtert. "Egal, was wir am Auto geändert haben, es ist ständig besser und besser geworden. Ich fühle mich in einer sehr guten Ausgangsposition."

Schnellste Runden auf harten Reifen

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug konkretisierte: "Der Vergleich beider Reifenmischungen hat gut funktioniert und ermutigende Ergebnisse hervorgebracht. Lewis' Rundenzeiten waren nicht nur schnell, sondern auch konstant - und zwar auf beiden Mischungen."

Auffällig war, dass Hamilton auf den harten Reifen die schnellsten Runden drehte. Es ist zwar aufgrund des relativ großen Abstands anzunehmen, dass der Brite die Top-Zeiten mit weniger Benzin drehte als Massa.

Dennoch bestätigt sich der Trend der Saison, dass Hamilton die harten Reifen schneller auf Temperatur bekommt als Ferrari. Eine Tatsache, die ihm je nach Temperatur und Griplevel auf der Strecke im Qualifying einen kleinen Vorteil bringen könnte.

Ferrari zu Beginn im Rückstand

Einen kleinen Vorteil für McLaren hat man sogar bei Ferrari ausgemacht. "Es kann sein, dass unsere Rivalen zu Beginn des Freitagstrainings schneller waren als wir", gab Kimi Räikkönen zu Protokoll.

Doch nach Meinung der Roten haben sie diesen Rückstand aufgeholt. "Unsere Leistung hat sich verbessert, je mehr Haftung auf der Strecke war. Vor allem in der zweiten Hälfte der Nachmittagssession hat sich das Handling deutlich verbessert", sagte Massa.

"Haben unseren Teil geleistet"

Je mehr Grip auf der Strecke vorhanden ist, desto besser ist es für den sanfter mit den Reifen umgehenden Ferrari. Besonders auf den weichen Pneus kommen die Roten zumeist besser zurecht als die Silbernen.

"Wir haben unseren Teil geleistet, aber ich muss sagen, dass unser Hauptgegner auf der Höhe zu sein scheint", fasste Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali das enge Duell um Rennsieg und WM-Titel zusammen.

 

Unzufriedener Kubica hinkt hinterher

Der Dritte im WM-Bunde, Robert Kubica, konnte erwartungsgemäß den Speed der beiden Spitzenreiter nicht ganz mitgehen. Er stellte seinen BMW-Sauber in der Endabrechnung des Tages auf Platz neun. Er wird auf Fehler von Hamilton und Massa hoffen müssen, will er ernsthaft in den Titelkampf eingreifen.

"Wir haben einige Dinge probiert, aber ich bin mit der Fahrzeugbalance noch nicht zufrieden und die Reifenhaftung ist insgesamt gering", beklagte sich Kubica. "Es gibt noch eine Menge zu tun."

In gewohnt starker Asien-Form präsentierte sich Fernando Alonso. Der Sieger aus Singapur und Japan erzielte die drittbeste Zeit, war aber nur wenige Hundertstel schneller als sein Renault-Kollege Nelson Piquet Jr.

Dreher-Festival im Training

Bester Deutscher war Nick Heidfeld im zweiten BMW auf Position elf. Er landete direkt vor Nico Rosberg und Timo Glock. Sebastian Vettel wurde 15., Adrian Sutil belegte Platz 18.

In beiden Trainings testeten die Piloten die Haftungsgrenzen ihrer Reifen aus. Vor allem in der schwierigen ersten Kurve, der so genannten Schneckenkurve, schlitterten immer wieder Autos von der Strecke.

Einziger echter Ausfall war aber Sebastien Bourdais. Er blieb mit seinem Toro Rosso zehn Minuten vor Schluss im Kiesbett stecken.

 

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