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Formel 1

Lothar Matthäus meets Blähungen

Von Alexander Mey
matthäus, lothar
© Getty

München - Was haben Lothar Matthäus, Balbir Singh und eine Magenverstimmung gemeinsam?

Keine Angst, jetzt folgen weder Beleidigungen noch anders geartete Verunglimpfungen. Es ist nur so, dass alle Genannten irgendetwas mit dem Ungarn-GP zu tun hatten.

Die Highlights des Rennens bei SPOX.TV

Sie sind Hauptdarsteller in der Zusammenstellung der Kuriositäten und kleinen Randgeschichten des vergangenen Rennens - den Top 8 des Ungarn-GP.

Platz 8: Das Leiden geht weiter

Man war versucht es zu vergessen, als man am Sonntag sah, wie sich erst Lewis Hamilton und später Felipe Massa auf dramatische Weise aus dem Rennen um den Sieg verabschiedeten. Aber bei nüchterner Betrachtung war auch dieser Ungarn-GP nicht gerade spannend. Überholen kann niemand, es sei denn, der Vordermann macht bereitwillig Platz.

Jedem Fan werden auf Anhieb eine Menge Rennen einfallen, die er sich lieber ansieht als den Ungarn-GP. Hockenheim, Silverstone, Indianapolis - doch die stehen alle auf der Kippe oder sind schon Geschichte. Der Hungaroring nicht, sein Vertrag wurde am Wochenende bis 2016 verlängert. Das Überholverbot bleibt uns allen erhalten.

Platz 7: Kurzarbeit

Sebastian Vettel ist in Ungarn 70 Runden gefahren. Nicht weiter überraschend, schließlich war das Rennen ja auch 70 Runden lang. Die Sache ist nur die, dass Vettel die 70 Runden nicht am Sonntag abspulte, sondern am ganzen Wochenende. 1. Training: 4 Runden, 2. Training: 5 Runden, 3. Training: 22 Runden, Qualifying: 17 Runden, Rennen: 22 Runden. Das nennt man dann wohl Kurzarbeit.

Platz 6: Formel 1 goes Olympia

Lewis Hamilton steht total auf Olympia. Wahrscheinlich würde er sich sofort als Fahnenträger der Briten bewerben, sollte das IOC beschließen, dass die Formel 1 es wert ist, neben Trampolinturnen und Rhythmischer Sportgymnastik in den olympischen Kanon aufgenommen zu werden

"Ich werde mir so viel wie möglich anschauen", erklärte der McLaren-Mercedes-Pilot. "Ich freue mich wirklich darauf und bewundere alle Weltklasseathleten. Ich respektiere die Entschlossenheit, die Hingabe und die Ziele eines jeden Olympioniken."

2012 geht es in seiner Heimat London zur Sache. Vielleicht kann er ja bei Jacques Rogge ein gutes Wort für die Formel 1 einlegen.

Platz 5: Den Frack voll Löschschaum

Bei den Boxenstopps ging es diesmal heiß her. Gleich bei mehreren Teams gingen einige Tropfen Benzin flöten, die sich in der Hitze natürlich sofort entzündeten und für das eine oder andere Feuer sorgten. Einmal traf es Honda, einmal Williams.

Gleich zweimal fing das Auto von Sebastien Bourdais Feuer. Unangenehmer Nebeneffekt: Jedes Mal hatte er danach den ganzen Frack voll Löschschaum. Beim Fahren sicher unendlich angenehm.

Platz 4: Meister der Theorie

Lothar Matthäus ist im Fußball ein Mann vom Fach. In Budapest durfte der ehemalige Nationalcoach der Magyaren nun auch seine Formel-1-Fachkenntnis demonstrieren. Gekonnt analysierte er vor dem Rennen die Favoritenrollen der Hamiltons, Massas und Co.

Mit der Praxis hat er es aber nicht so. Vor ein paar Jahren sollte er bei einer PR-Veranstaltung auf der Münchner Leopoldstraße im McLaren-Doppelsitzer Platz nehmen und ein paar Runden drehen. Von der Enge des Cockpits offenbar geschockt, musste Loddar aber leider kneifen.

Platz 3: Alles wird gut

Nichts gegen eine gesunde Portion Optimismus, aber Nico Rosberg treibt es mittlerweile damit ein bisschen zu weit. "Diese Strecke sollte unserem Auto besser liegen als die vorherigen", sagte er vor dem Ungarn-GP. Das hat er schon vor vielen Rennen gesagt, gestimmt hat es fast nie. Auch in Ungarn nicht. Rosberg startete als 14., Rosberg kam als 14. ins Ziel. Kein Kommentar.

Platz 2: Balbir is back!

Wer kennt noch Balbir Singh? Genau, den Balbir Singh, der Michael Schumacher immer wieder mit seinen magischen Händen und Trainingsprogrammen fit für Titel gemacht hat.

Jetzt ist er zurück. Nach einem Zwischenstopp beim 1. FC Köln, den er 2007 fit machte, ist Singh nun bei Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella gelandet. Schumis Ex-Guru werkelt bei Force India. Die Inder aber fit für Titel zu machen, sollte selbst seine Fähigkeiten übersteigen.

Platz 1: Mit Blähungen aufs Podest

Timo Glock kam mit allerhand Handicaps nach Budapest. Da war erst sein schwerer Crash in Hockenheim mit folgenden Rückenschmerzen. Dann fing er sich auch noch eine Lebensmittelvergiftung ein und lag mit Magenkrämpfen flach.

Während seiner Fahrt aufs Podium machten sich dann die Nachwehen seiner Magenprobleme bemerkbar. "Ich hatte eine Menge Luft im Bauch", gab Glock danach zu Protokoll. Man will sich gar nicht vorstellen, wie er die wieder los geworden ist.

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