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Formel 1

BMW-Sauber kämpft um halbe Sekunde

SID
Formel 1, BMW, Heidfeld
© Getty

München - Mit der Arbeit am neuen Wagen liegt BMW-Sauber voll im Soll, doch im Kampf um eine halbe Sekunde auf die beiden Top-Teams der Formel 1 braucht der deutsche Rennstall wohl noch Zeit.

"Für nächstes Jahr ist eine halbe Sekunde Rückstand noch eine Menge Holz", sagte Pilot Nick Heidfeld beim Jahresabschlussfest in München. Dreieinhalb Monate bis zum Saisonauftakt am 16. März im australischen Melbourne bleiben dem Team um BMW-Motorsportchef Mario Theissen für den weiteren Feinschliff am F1.08.

"Wir sind jetzt in der Entwicklung weiter als wir das vor einem Jahr mit dem F1.07 waren. Ich hoffe, dass das Früchte trägt", sagte Theissen. "Wir riskieren größere Schritte als wir das in der Vergangenheit getan haben", betonte Technik-Direktor Willy Rampf. Vorgestellt wird das neue Auto am 14. Januar, ebenfalls am Firmensitz in der bayrischen Landeshauptstadt in der neuen spektakulär-futuristischen BMW-Welt. Der sogenannte Rollout erfolgt einen Tag später in Valencia.

Um den Titel mitfahren 

Das Ziel im langfristigen Plan ist klar definiert: Erster Sieg des bis dato zwei Jahre alten Werksteams. 2009 will BMW-Sauber dann um den Titel mitfahren. In diesem Jahr wurde das Team allerdings mit 101 Punkten schon Vize-Weltmeister in der Konstrukteurswertung. Wenn auch begünstigt durch die Disqualifikation von McLaren-Mercedes wegen der Spionage-Affäre.

"Wenn man auf das nächste Jahr schaut, ist der Zeitabstand nach vorne aber noch recht groß", warnte Heidfeld. Der Mönchengladbacher wurde als Fünfter bester Deutscher im ersten Jahr nach der Ära Michael Schumacher und erzielte damit auch seine beste Karriere-Platzierung. Teamkollege Robert Kubica aus Polen wurde Sechster in der Fahrerwertung.

Sprungbrett Sauber 

Mit diesem Fahrerduo will BMW-Sauber im kommenden Jahr mindestens einmal ganz oben aufs Podest. Wer die beiden unterdessen als Test- und Ersatzfahrer unterstützt, ist noch offen.

Dabei erwies sich die Position insbesondere in diesem Jahr als Sprungbrett: Zuerst konnte Sebastian Vettel, mit dem weiterhin eine vertragliche Verbindung besteht, einen Cockpit-Platz bei Toro Rosso ergattern. Der anschließend anstelle des 20-jährigen Heppenheimers engagierte Timo Glock aus Wersau wird im kommenden Jahr für Toyota an den Start in der Königsklasse des Motorsports gehen.

Chance für Nachwuchsfahrer 

Bei den viertägigen Testfahrten in Jerez gibt das Team zwei Nachwuchstalenten eine Chance. Neben dem 20-jährigen Javier Villa aus Spanien soll der drei Jahre ältere Marko Asmer aus Estland eine Kostprobe seines Könnens abliefern. "Ich kann es kaum erwarten", sagte Asmer.

Während der Pilot aus dem Baltikum in der abgelaufenen Saison die englische Formel 3 gewann, belegte der Asturier Villa den sechsten Rang in der GP 2. "Es ist noch offen", sagte Theissen zur Besetzung des begehrten Postens.

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