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Formel 1

Doppelter Nico & Vater Bernie

Von Jan-Hendrik Böhmer
Hülkenberg, Williams, Testfahrten
© Imago

München - Auch wenn der Saisonstart der Formel 1 noch mehr als 100 Tage entfernt ist, so rumort es vor den kommenden Testfahrten doch wieder kräftig in der Gerüchteküche.

Wieder einmal mit von der Partie: Fernando Alonso. Jetzt will sich der Ex-Weltmeister laut spanischer Presse in der kommenden Woche tatsächlich für ein Cockpit entscheiden.

Doch nicht nur Alonso und seine Verzögerungstaktik sorgen für Aufsehen: Neue Fahrer, alte Strecken und ein verhängnisvolles Interview - SPOX.com fasst das Geschehen abseits der Piste zusammen.

Deutscher Testfahrer für Williams?

Mit Nico Hülkenberg könnte schon bald der nächste junge Deutsche in der Königsklasse Fuß fassen: Und zwar als Testfahrer bei Williams.

Wie das Team bestätigt hat, wird der 20-Jährige bereits in dieser Woche für den Rennstall von Frank Williams testen. Offenbar mit guten Chancen auf den vakanten Posten. Der bisherige Test- und Ersatzfahrer Narain Karthikeyan hatte nämlich erst vor kurzem sein Engagement bei den Engländern beendet.

Hülkenberg wurde zuletzt mit dem Team Germany A1-Grand-Prix-Champion und belegte den dritten Platz in der Formel-3-Euroserie. Neben Williams ist der Schützling von Schumi-Manager Willi Weber auch als möglicher Testfahrer bei BMW im Gespräch.

Rückkehr nach Indianapolis?

Wenn es nach dem Chef des Indianapolis Motor Speedway geht, dann kehrt die Königsklasse schon bald in die USA zurück. "Ich denke wirklich, dass die Formel 1 zurück kommt", sagte Joie Chitwood gegenüber dem TV-Sender "Bloomberg". "Es ist zwar noch nichts endgültig entschieden, aber es wird einen Plan geben, von dem alle profitieren."

Zuletzt war der Große Preis der USA für 2008 aus dem Rennkalender geflogen, weil sich F-1-Boss Bernie Ecclestone nicht mit den Betreibern auf einen neuen Vertrag einigen konnte. Stattdessen wird im kommenden Jahr die MotoGP in Indianapolis gastieren.

"Wir waren enttäuscht, als das Rennen gestrichen wurde", so Chitwood weiter. "Unser Ziel ist es, die Formel 1 zu einer Rückkehr zu bewegen". Einziges Problem: Ecclestone hat derzeit ganz andere Pläne. In der kommenden Saison startet das erste Nachtrennen in Singapur, 2009 geht es nach Abu Dhabi und ab 2010 wird in Indien gefahren.

Verhängnisvolles Interview

Durch sein Interview mit "auto, motor und sport" hat F-1-Boss Bernie Ecclestone gleich mehrfach für Aufsehen gesorgt. So hatte er etwa gesagt, dass es auch in der kommenden Saison noch eine Strafe für McLaren-Mercedes geben könnte.

Doch jetzt rudert er zurück. "Ich habe sicherlich nicht gesagt, dass sie ihre Punkte verlieren werden", erklärte der Brite gegenüber "Reuters". Weder er noch FIA-Präsident Max Mosley wüssten derzeit, ob es weitere Sanktionen gegen die Silberpfeile gibt.

Nächster Konflikt: Giancarlo Fisichella. Ecclestone hatte den Italiener genau wie Ralf Schumacher wegen seiner schlechten Leistungen kritisiert. Das konnte Fisichella nicht auf sich sitzen lassen und schlug in einem offenen Brief zurück.

Zitat: "Lieber Vater, ich meine lieber Bernie. Ich möchte dich daran erinnern, dass ich derjenige war, der das erste Rennen der Saison 2005 gewonnen hat. Ich habe zu zwei Konstrukteurs-Titeln beigetragen und mir den vierten Platz in der Fahrer-WM gesichert. Ich denke nicht, dass ich besser hätte abschneiden können."

Bei der Cockpit-Suche für 2008 wird Fisichella dieses Statement wenig helfen. Genau wie Ralf Schumacher testet er demnächst für Force India.

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