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Eishockey

Eishockey: Deutschland startet mit Sieg gegen Russland in den Deutschland Cup

SID
Deutschland hat sich gegen Russland durchgesetzt.

Ein schwacher Start, eine starke Antwort - und am Ende ein verdienter Sieg: Beim letzten Casting für Olympia hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft mit einem beeindruckenden Comeback überzeugt. 85 Tage vor den Winterspielen in Peking bezwang das Team von Bundestrainer Toni Söderholm zum Auftakt des Deutschland Cups Russland trotz 0:2-Rückstands mit 4:3 (2:2, 1:0, 1:1).

Der Mannheimer Lean Bergmann (10.), der Münchner Yasin Ehliz (13.), der Berliner Leo Pföderl (28.) und der Schweden-Legionär Tobias Rieder (42.) erzielten vor 1560 Zuschauern in Krefeld die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), bei der mehrere Stammspieler fehlen.

Die weiteren Gegner beim Heimturnier sind am Samstag die Schweiz und am Sonntag die Slowakei (beide 14.30 Uhr). Die Partien sind für Söderholm die letzte Möglichkeit, Kandidaten für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar 2022) auf internationalem Niveau zu testen.

"Wir hatten ein bisschen Startschwierigkeiten, das hat mich ein bisschen überrascht", sagte Söderholm bei MagentaSport: "Wir haben dann nachjustiert. In der Offensive waren wir sehr stark."

Der größte Star der russischen Auswahl, mit einem Altersschnitt von 22 Jahren die jüngste des Turniers, stand an der Bande: Eishockey-Legende Igor Larionow coacht die Sbornaja. Sie erwischte die DEB-Auswahl auf dem falschen Fuß und ging früh durch einen Doppelschlag von Maxim Groschew (8.) und Maxim Zyplakow (9.) innerhalb von 40 Sekunden mit 2:0 in Führung - durch zwei eiskalte Konter.

DEB-Team erarbeitet sich die Führung

Nordamerika-Rückkehrer Bergmann verkürzte fast im Gegenzug. Plötzlich war die deutsche Mannschaft im Spiel: Nur drei Minuten später glich Ehliz nach einem klugen Pass seines Münchner Klubkollegen Patrick Hager mit einem Schlenzer in den Winkel aus. "Wir sind nicht gut gestartet und jeder Scheibe hinterhergelaufen", gab Bergmann zu: "Dann sind wir Stück für Stück besser ins Spiel gekommen."

Im zweiten Abschnitt erarbeitete sich die DEB-Auswahl hochkonzentriert die Führung: Pföderl stocherte den Puck über die Linie. Der Iserlohner Torhüter Andreas Jenike hielt den Vorsprung fest, Rieder baute ihn in Überzahl aus. Maxim Sorkin verkürzte noch (54.).

Der Großteil des Olympia-Teams um die NHL-Stars Leon Draisaitl, Philipp Grubauer und Moritz Seider steht bereits. Ein paar Plätze sind aber noch offen, deshalb schaut Söderholm in Krefeld ganz genau hin. "Man hat gewisse Puzzleteile, sie müssen alle irgendwo reinpassen", sagte der Finne vor dem Turnier dem SID. Der Bundestrainer sucht vor allem Rollenspieler, die der Mannschaft weiterhelfen. Mehreren Stammkräften, die bei der WM im Frühjahr in Lettland ins Halbfinale gestürmt waren, gönnte er eine Pause.

Fest für Peking nominiert sind bislang nur Draisaitl, Grubauer und Seider. Insgesamt hat der DEB 53 Spieler gemeldet. "Wir müssen aus zwei Mannschaften eine machen", sagte Söderholm, der die Qual der Wahl hat: "Wir haben eine größere Auswahl an Spielern, die auf internationaler Ebene einen Unterschied machen können."

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