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Eishockey

Rückenwind auf beiden Seiten

Von Ruben Zimmermann
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bezwang Österreich mit 2:0 und träumt vom Viertelfinale
© getty

Die Erleichterung war groß, als der deutschen Mannschaft endlich der erste Sieg bei dieser Weltmeisterschaft gelungen war. Um wieder vom Viertelfinale träumen zu dürfen, muss gegen Lettland am Samstag auf jeden Fall der nächste Erfolg eingefahren werden.

"Die Punkte werden uns helfen, besser zu spielen", kündigte Cortina bei "Sport 1" nach dem Sieg gegen Österreich an, fügte aber gleich hinzu: "Jetzt kommt erst einmal Lettland. Danach können wir schauen, was noch möglich ist." Denn Cortina weiß, dass der Klassenerhalt noch nicht zu einhundert Prozent gesichert ist. Mathematisch sei der Abstieg noch möglich, warnte der Trainer vorsichtshalber.

Trotzdem ist die Euphorie innerhalb der DEB-Auswahl aktuell groß. "Die Mannschaft ist gut drauf, vielleicht klappt es ja noch mit dem Viertelfinale", hofft beispielsweise Marcus Kink, der gegen Österreich beide Treffer erzielte. Neben Kink brillierte am Mittwoch vor allem Torwart Rob Zepp. Nachdem der Keeper beim unglücklichen 2:3 gegen die Slowakei noch gepatzt hatte, gelang ihm nun sein erster Shutout des Turniers.

Gutes Leistungen im bisherigen Turnier

Ironischerweise feierte die deutsche Mannschaft genau in dem Spiel ihren ersten Turniersieg, in dem man nach eigener Aussage die bisher schlechteste Leistung ablieferte. "Österreich war die bessere Mannschaft", gab Cortina nach der Partie offen zu und machte den großen Druck, der auf der Mannschaft lastete, dafür verantwortlich. "Wir hatten im Kopf, dass wir gewinnen müssen und haben unseren Gameplan verlassen", so der Coach.

In den Spielen zuvor gegen Finnland, Russland und die Slowakei hatte die deutsche Mannschaft hingegen stets gute bis sehr gute Leistungen gezeigt. Trotzdem gingen alle diese Partien mehr oder weniger unglücklich verloren. Mit dem Sieg gegen Österreich belohnte sich das Team somit eher für die guten Auftritte zuvor. "Ich hoffe, dass der Druck weg ist und ich bin froh, wo wir jetzt sind", sagte Cortina.

Lettland ebenfalls mit Erfolg

Doch auch der kommende Gegner ist mittlerweile im Turnier angekommen. Zwar steht Lettland noch immer auf dem achten und letzten Platz der Gruppe H, allerdings holte man beim überraschenden 5:3-Erfolg gegen die Slowakei zuletzt die ersten drei Punkte bei dieser WM. Mit einem Sieg gegen Deutschland würden die Letten den letzten Platz verlassen und die DEB-Auswahl gleichzeitig wieder mit in den Abstiegsstrudel ziehen.

Schaffen die Deutschen allerdings ihren zweiten Erfolg in Serie, könnte das Viertelfinale wieder in greifbare Nähe rücken. Aktuell steht Deutschland (4 Punkte) auf Platz sechs, auf den Rängen davor liegen Frankreich, die Slowakei (jeweils 6) und Finnland (8). Will man es noch unter die ersten vier Teams schaffen, muss gegen Lettland auf jeden Fall gewonnen werden. In den letzten beiden Partien warten dann noch die USA und Frankreich auf die DEB-Mannschaft.

Die Ergebnisse der WM 2013

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