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Eishockey

Hannover Scorpions erwägen Lizenzverkauf

SID
Die Hannover Scorpions haben ihren Startplatz bereits anderen Vereinen angeboten
© getty

Die Hannover Scorpions denken anscheinend ernsthaft über einen Rückzug aus der deutschen Eishockey-Liga DEL und einen Verkauf ihrer Lizenz nach.

Der Champion von 2010 hat seinen Startplatz dem Zweitligameister Bietigheim Steelers angeboten. "Das ist richtig, die Scorpions haben uns angerufen", bestätigte Steelers-Geschäftsführer Volker Schnabel den Stuttgarter Nachrichten.Auch mit Vizemeister Schwenningen Wild Wings stehen die Hannoveraner in Kontakt.

Grund für den möglichen Verkauf ist ein bereits seit Jahren schwelender Streit zwischen Scorpions-Besitzer Günter Papenburg auf der einen sowie der Stadt Hannover und dem Bundesland Niedersachsen auf der anderen Seite.

Fehlende Unterstützung

Papenburg bemängelt die fehlende Unterstützung der Stadt, zudem hat das Land vor kurzem beschlossen, für die Messe eine neue Mehrzweckhalle zu errichten. Vor Jahren waren Gespräche über einen Einstieg der Messe AG an der ebenfalls in Papenburgs Eigentum befindlichen Arena gescheitert.

Die Konsequenz ist ein mögliches Ende der Scorpions als DEL-Verein: "Die TUI Arena ist gefordert, etwaige Verlustbringer nach Möglichkeit zu eliminieren. Hierfür müssen naturgemäß auch die Strukturen der Hannover Scorpions Eishockey Betriebs GmbH als 100%iger Tochtergesellschaft der Arena erneut detailliert auf den Prüfstand gestellt werden", hieß es in einer offiziellen Erklärung.

Druck auf die Stadt

Der Geschäftsmann Papenburg scheint nun alle Möglichkeiten ausloten und den Druck auf die Stadt erhöhen zu wollen. Eine der möglichen Optionen wäre ein Verkauf der DEL-Lizenz an Bietigheim oder Schwennigen. Die Scorpions würden in diesem Fall weiter bestehen, aber nicht mehr erstklassig spielen und wohl auch in eine andere Halle umziehen.

Eine Entscheidung müsste allerdings kurzfristig getroffen werden. Bis zum 24. Mai müssen die Lizenzunterlagen bei der DEL eingereicht werden.

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