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Eishockey

Die DEL-Welt steht Kopf

Von SPOX
Augsburg leistete sich wie hier beim Sieg gegen Hannover kaum Aussetzer
© Getty

18 Spieltage sind in der neuen DEL-Saison absolviert, jetzt macht sie wegen des Deutschland Cups erst einmal Pause. Zeit für SPOX, um in der zweiten Ausgabe des Power-Rankings ein Zwischenfazit zu ziehen. Dabei hat sich eine Menge gedreht. Ganz oben sind zwei DEL-Zwerge, ganz unten tummeln sich die großen Namen.

Von 7 auf 1: 7 von 8 Spielen haben die Panther seit dem ersten Ranking gewonnen. Der Schönheitsfehler gegen Kassel wurde prompt durch ein 5:0 gegen Köln ausgebügelt. Die Abwehr ist schwach (55 Gegentore), aber der beste Sturm der Liga (69 Tore) macht das wett. Darin Olver (12 Punkte) war bester Spieler.

Von 10 auf 2: Erst 5 Siege in Folge, dann auf der Zielgeraden zum Ranking etwas geschwächelt - 2 Pleiten in Overtime, aber in Mannheim und Frankfurt kann man verlieren. Das Sturm-Trio Greilinger/Wren/Girard spielt alles in Grund und Boden. Thomas Greilinger ist Top-Scorer der Liga (30 Punkte).

Gerade auf dem Sprung an die Spitze der Tabelle, kassierten die Adler eine üble 2:5-Pleite zu Hause gegen Berlin. Ganz so gut, wie sie dachten, sind sie noch nicht. Yannic Seidenberg ist die positivste Erscheinung der letzten Wochen (14 Punkte). Goalie Freddy Brathwaite bringt herausragende Leistungen.

Von 1 auf 4: Den Eisbären ist die Konstanz verloren gegangen. Tolle Siege wie gegen die Adler paaren sich mit deftige Pleiten gegen Augsburg und Frankfurt. Mal spielen die Berliner zu null, mal kassieren sie 6 Buden. Größte Konstante im Team ist T.J. Mulock. Der Youngster ist ganz oben auf der Liste von Bundestrainer Krupp.

Von 2 auf 5: Wolfsburg spielt weiter auf konstant gutem Niveau. In der Abwehr läuft es, vor allem Jochen Reimer im Tor ist überragend. Kein Goalie in der DEL ist besser als er. Im Sturm könnte es besser laufen. Star Ken Magowan hat sich zwar etwas verbessert (4 Punkte), spielt aber nach wie vor unter seinen Möglichkeiten.

Von 5 auf 6: So richtig kommt die DEG nicht ins Rollen. Großen Siegen wie dem 4:0 im Derby gegen Köln folgen Pleiten wie das 1:5 gegen Ingolstadt oder das 1:2 gegen Hamburg. Nach wie vor bärenstark: Goalie Jean-Sebastien Aubin. Er ist mit einer Save-Quote von 93,2 Prozent ganz vorne in der DEL.

Von 6 auf 7: Die Lions könnten viel besser stehen, würden sie die knappen Spiele gewinnen. Gegen Mannheim, Straubing und Kassel verloren die Lions mit nur einem Tor. Hauptproblem dabei: das Powerplay. In den letzten 6 Spielen gelang nur ein Tor. Da waren es sogar in Unterzahl mehr.

Von 14 auf 8: Riesiger Sprung der Tigers dank zuletzt 4 Siegen in Folge. Besonders wichtig: Straubing gewinnt gegen die direkte Konkurrenz aus Krefeld, Nürnberg und Kassel. Der Kontakt zum Mittelfeld ist geschafft. Schlüssel zum Erfolg ist für Coach Rumrich die Defensive. Immer, wenn die steht, punkten die Tigers.

Von 13 auf 9: Highlight war sicher das 5:4 beim Team der Stunde aus Augsburg. Mit Platz acht im Moment riecht es sogar nach Playoff-Chancen, aber das Mittelfeld der DEL ist viel zu eng für Prognosen. Kassels Problem ist die Abwehr. 31 Gegentore in 8 Spielen sind deutlich zu viel. Besonders bitter: das 1:8 in Iserlohn.

Von 11 auf 10: Nach zwei Klatschen zu Beginn ist Hannover das Team der engen Spiele. Zuletzt ging es dreimal in Folge ins Penalty-Schießen. Die erste Reihe mit Mitchell, Cottreau und Dzieduszycki leisten den Löwen-Anteil der Offensiv-Arbeit. Insgesamt tritt Hannover aber weiterhin auf der Stelle.

Von 8 auf 11: Kaum zu glauben, dass die Roosters mit so starken Stürmern wie Wolf (20 Punkte), Hock (27 Punkte) und Christensen (22 Punkte) in so ein Tief rutschen konnten. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Folge - sogar zu Hause gegen die erschreckend schwachen Nürnberger!

Krefeld wurschtelt sich mehr schlecht als recht durch die Saison. Es gibt kaum Highlights, insgesamt fehlen einfach die Punkte. Dabei lebt Krefeld zu einem großen Teil von Verteidiger Richard Pavlikovsky. Er hat schon erstaunliche 19 Scorer-Punkte auf dem Konto. Coach Martin Jiranek steht in der Schusslinie.

Von 9 auf 13: Mit Nürnberg muss man fast schon Mitleid haben. Jetzt zeigen sich die Spätfolgen der Existenzangst vor der Saison. Das Selbstvertrauen ist nach 9 Pleiten in Folge im Eimer. Dazu sind wichtige Spieler wie Florian Keller und Morten Ask ausgefallen. Einziger Lichtblick: Endlich wieder mal ein Sieg - zuletzt in Iserlohn.

Von 4 auf 14: Der Absturz der letzten Wochen. 6 Pleiten in Folge, darunter echte Klatschen (0:5 gegen Augsburg, 0:4 gegen Düsseldorf, 0:4 gegen Iserlohn). Alles begann mit der Knieverletzung von Christoph Ullmann. Seitdem geht im Angriff fast nichts mehr. Ohne Goalie Lars Weibel sähe es sogar noch schlimmer aus.

Was soll man zu den Freezers noch sagen? Sie festigen ihren letzten Platz im Ranking durch indiskutable Auftritte wie beim Doppelschlag gegen Iserlohn und Mannheim (3:8 und 0:6). Der Mannschaft ist oft kaum Wille anzusehen, zudem schwächeln die Goalies. Erstaunlich, dass die Freezers das Spiel gegen die DEG gewinnen konnten.

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