-->
Cookie-Einstellungen
Eishockey

Müller-Debakel bei Debüt mit Duisburg

SID
Robert Müller
© Imago

Berlin - Das Debüt für Duisburg endete mit einem Debakel, und schon drohen Nationaltorwart Robert Müller erneut dutzendweise Schüsse. Nach dem 2:8 bei den Frankfurt Lions empfängt der Tabellen-Letzte den DEL-Spitzenreiter Eisbären Berlin.

Die Hauptstädter dominieren mit den punktgleichen Frankfurtern derzeit die Liga. Die beiden Ex-Meister liegen nach knapp einem Drittel der Vorrunde acht Punkte vor der Konkurrenz.

"Es war kein idealer Start, aber ich bin überzeugt, dass ich Duisburg mittelfristig helfen kann", sagte Müller, der nach zwei Dritteln beim Stand von 2:7 vorzeitig das Eis verließ. Der neue Duisburger Trainer Peter Draisaitl gab dem kurzfristig vom kriselnden Meister Mannheim gekommenen Müller keine Schuld.

"Das lag in erster Linie an der Mannschaft, die ihn am Anfang im Stich gelassen hat", kritisierte Draisaitl. Jason Young traf schon nach 45 Sekunden, Jay Henderson nur 61 Sekunden später zum 2:0.

Müller weiter zuversichtlich 

Während Ersatzmann Lukas Lang im letzten Drittel nur noch das fünfte Tor des überragenden Verteidigers Richie Regehr kassierte, war Müller schon bereit zur Fahrt nach Mannheim, wo er noch weitere Sachen abholen wollte.

"Es war alles etwas überstürzt. Aber ich bin überzeugt, dass ich meine Form noch finden werde", erklärte der 27- Jährige, bei dem vor einem Jahr ein Hirntumor entdeckt und operiert worden war. In Mannheim hatte er unter Ex-Bundestrainer Greg Poss in dieser Saison nur drei Mal in der Startformation gestanden.

Die Eisbären distanzierten durch ein 5:2 im Spitzenspiel den derzeit schwächelnden Vizemeister Nürnberg Ice Tigers, der auch wegen Verletzungsproblemen die dritte Niederlage nacheinander kassierte und seine Serie von zuletzt drei Siegen in Berlin nicht fortsetzen konnte.

Ingolstadt erteilt DEG Lehrstunde 

Der neue Eisbären-Trainer Don Jackson warnte jedoch vor Duisburg, das bisher nur zwei von 17 Spielen gewinnen konnte. "Alle erwarten von uns einen lockeren Erfolg. Das ist gefährlich. Wir werden nur gewinnen, wenn wir mit voller Kraft agieren", sagte Jackson nach dem fünften Berliner Erfolg in Serie.

Rivale Frankfurt erwartet die DEG Metro Stars, die nach dem 1:3 im Verfolgerduell gegen den ERC Ingolstadt nur noch Siebter sind. "Wir haben von Ingolstadt eine Lehrstunde in Sachen Effektivität erhalten", sagte DEG-Trainer Slawomir Lener, dessen Mannschaft nur ein Tor in den vergangenen beiden Spielen schoss.

Frankfurt hat seinen 8:2- Kantersieg gegen Duisburg allerdings teuer bezahlt. Der kanadische Neuzugang Jeff Heerema zog sich nach einem Foul eines Duisburger Gegenspielers eine Knöchelverletzung am linken Fuß zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Freezers schon Dritter 

Bei einer ersten Untersuchung konnte zumindest ein Bruch des Fußes ausgeschlossen werden. Eine Computertomographie soll Aufschluss darüber bringen, welche Bänder in Mitleidenschaft gezogen sind.

Die Hamburg Freezers führen nach dem 4:1 in Straubing als neuer Tabellen-Dritter ein Verfolgerquartett an, zu dem außer Nürnberg und Ingolstadt auch die Kölner Haie gehören. Die Kölner treten in Hamburg an, allerdings ohne Dave McLlwain. Der 40 Jahre alte Routinier erhielt beim 6:4-Erfolg über die Iserlohn Roosters eine Matchstrafe wegen eines Schlittschuhtritts gegen Brendan Buckley.

Dem heftig protestierenden McLlwain droht nun eine längere Sperre. Im unteren Tabellen-Drittel gab es Erfolgserlebnisse für die Augsburger Panther mit 4:3 in Wolfsburg und Robert Müllers Ex-Klub Krefeld Pinguine, der 4:3 nach Penaltyschießen gegen die Hannover Scorpions gewann.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung