Ski Alpin

Abfahrt II (Damen), Bansko, Saison 2019/2020

Ski Alpin Liveticker

Bansko, Bulgarien25. Januar 2020, 10:15 Uhr
Abfahrt II der Damen
Gesamt Beendet
Pos.
Name
Gesamt
Differenz
1.
Elena Curtoni
1:29.31
2.
Marta Bassino
1:29.41
+ 0.10
3.
Federica Brignone
1:29.45
+ 0.14
4.
Mikaela Shiffrin
1:29.66
+ 0.35
5.
Breezy Johnson
1:29.78
+ 0.47
6.
Kira Weidle
1:29.93
+ 0.62
7.
Elisabeth Reisinger
1:29.96
+ 0.65
8.
Nina Ortlieb
1:30.13
+ 0.82
9.
Corinne Suter
1:30.33
+ 1.02
10.
Lara Gut-Behrami
1:30.52
+ 1.21
11.
Petra Vlhova
1:30.56
+ 1.25
12.
Ramona Siebenhofer
1:30.68
+ 1.37
13.
Tamara Tippler
1:31.12
+ 1.81
14.
Laura Pirovano
1:31.23
+ 1.92
15.
Romane Miradoli
1:31.25
+ 1.94
16.
Viktoria Rebensburg
1:31.26
+ 1.95
17.
Priska Nufer
1:31.27
+ 1.96
18.
Francesca Marsaglia
1:31.39
+ 2.08
19.
Ilka Stuhec
1:31.46
+ 2.15
20.
Jasmine Flury
1:31.53
+ 2.22
21.
Tina Weirather
1:31.58
+ 2.27
22.
Anna Veith
1:31.60
+ 2.29
23.
Stephanie Venier
1:31.62
+ 2.31
24.
Nicole Schmidhofer
1:31.68
+ 2.37
25.
Tiffany Gauthier
1:31.72
+ 2.41
26.
Alice Merryweather
1:31.73
+ 2.42
27.
Marie-Michele Gagnon
1:31.75
+ 2.44
28.
Kajsa Lie
1:31.76
+ 2.45
29.
Michelle Gisin
1:31.88
+ 2.57
30.
Veronique Hronek
1:32.04
+ 2.73
Letzte Aktualisierung: 17:50:03
Bis morgen
 
Für heute soll es das aus dem bulgarischen Bansko gewesen sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Morgen melden wir uns wieder, dann steht für die Damen ein Super G auf dem Programm, der um 9:15 Uhr MEZ beginnen soll. Bis dahin - und einen schönen Samstag noch!
Swiss-Ski
 
Für die Schweizerinnen lief es nicht nach Wunsch. Joana Hählen, die Dritte von gestern, schied aus. Die bisher Führende im Disziplinweltcup war am Ende die Beste, Corinne Suter landete auf Rang 9 - unmittelbar vor Lara Gut-Behrami (10.). Mit hohen Startnummern erreichten Priska Nufer (17.) und Jasmine Flury (20.) recht ordentliche Ergebnisse. Von einem guten Resultat lässt sich bei Michelle Gisin (29.) wahrlich nicht sprechen.
ÖSV
 
Aus österreichischer Sicht überraschten Elisabeth Reisinger (7.) und Nina Ortlieb (8.), die mit hohen Startnummern in die Top 10 fuhren und den etablierten Teamkolleginnen die Show stahlen. Ramona Siebenhofer wurde Zwölfte, Tamara Tippler direkt dahinter Dreizehnte. Nicht unter die Top 20 schafften es Anna Veith (22.), Stephanie Venier (23.) und die grippegeschwächte Nicole Schmidhofer (24.). Mirjam Puchner schrammte als 31. an den Weltcuppunkten vorbei.
DSV
 
Beste Deutsche wurde Kira Weidle als Sechste. Der 23-Jährigen fehlte letztlich knapp eine halbe Sekunde zu ihrem dritten Weltcup-Podium. Mit knapp zwei Sekunden Rückstand sortierte sich Viktoria Rebensburg lediglich als Sechzehnte ein. Einen Weltcuppunkt ergatterte ganz zum Schluss Veronique Hronek (30.).
Fazit
 
So endet die zweite Abfahrt, das reguläre Rennen von Bansko, mit einer Überraschung. Mit der recht hohen Startnummer 28 profitierte Elena Curtoni offenbar von günstiger Sonneneinstrahlung und nutzte diese Bedingungen zu einer nicht mehr erwarteten Bestzeit. So verdrängte die 28-Jährige Italienerin ihre lange Zeit führende Landsfrau Marta Bassino und holte sich ihren ersten Weltcupsieg überhaupt. Auch dieser 2. Platz jedoch darf als Überraschung gelten, denn Bassino setzte sich bisher in ihrer Karriere eher im Riesenslalom in Szene, ergatterte dort ihren einzigen Weltcuperfolg. Den italienischen Dreifachtriumph machte Federica Brignone perfekt. Die Zweite von gestern durfte man auf dem Podium erwarten.
Hronek
Letzte Athletin dieser Abfahrt ist Veronique Hronek. Für etwa drei Sekunden Rückstand würde es noch einen Weltcuppunkt geben. Dieses Ziel verfolgt die Deutsche zielstrebig, bewältigt die Aufgabe recht passabel. Und am Ende, das ist nicht zu glauben, gelingt der 28-Jährigen eine Punktlandung auf Rang 30! Sonderlich viel Freude löst das allerdings nicht bei ihr aus.
Dorsch
 
Forsch geht es dann Patrizia Dorsch an, zieht das in der Form aber nicht bis nach unten durch. So ist die Deutsche natürlich mit ihren Schwüngen regelmäßig nicht früh genug dran, womit sich keine schnelle Linie halten lässt. So verpasst die 25-Jährige die Weltcuppunkte um zwölf Hundertstel.
Suter
 
Jetzt geht es los für die Schweizerin. Jasmina Suter kommt anfangs gut in Fahrt, wirkt im Mittelteil aber zu zaghaft. Da fehlt es an Aggressivität. Suter lässt alles auf sich zukommen, um dann zu reagieren. So fängt sich die 24-Jährige etwa dreieinhalb Sekunden Rückstand ein.
Unterbrechung
 
Natürlich muss die Streckenbegrenzung erst wieder gerichtet werden, ehe Jasmina Suter zur Tat schreiten darf.
Gauche
 
Wenig später scheiden nacheinander Laura Gauche und Iulija Pleshkova an unterschiedlichen Stellen aus. Das ist auch gut so, denn Erstere räumt bei ihrem Abflug die Fangnetze ganz ordentlich ab. Zumindest verhindern diese größeres Unheil. Gauche steht wenig später auf eigenen Beinen.
Pirovano
 
Dann zeigt uns eine Athletin, dass die Messen hier längst nicht gelesen sind - und dass es durchaus möglich ist, der Piste den eigenen Willen aufzuzwingen. So begrenzt Laura Pirovano ihren Rückstand auf unter zwei Sekunden und wird mit dem 14. Platz belohnt.
Kopp
 
Nun nimmt Rahel Kopp den Kampf mit der Piste auf. Das zähe Ringen kostet unablässig Zeit. Die Schweizerin wirkt eher wie eine Passagierin, als dass sie die Angelegenheit irgendwie im Griff hätte. Mehr als Platz 34 ist da nicht drin.
Heider
 
Schon recht weit oben verschneidet es Michaela Heider den Ski. Immerhin hält sich die Österreicherin auf den Beinen. Auch wenn das Ausscheiden zunächst verhindert wird, sie gelangt in der Folge einfach nicht mehr zu ihrer Linie zurück und verpasst doch irgendwann ein Tor.
Gagnon
 
Auch Marie-Michele Gagnon fährt in diesen Bereich des Klassements, der wahrlich kein sanftes Ruhekissen darstellt. Platz 26 bedeutet Bangen um ein paar Zähler.
Gauthier
 
Schon ist Tiffany Gauthier vier Hundertstel schneller als Lie, setzt sich damit an Position 24 und kickt Christine Scheyer aus den Weltcuppunkten.
Lie
 
Etwa eine Sekunde schneller fährt Kajsa Lie zu Tal. Das reicht für den Moment zu einem Platz unter den besten 30. Zittern aber wird die Norwegerin darum noch eine Weile müssen.
Gröbli
 
Nathalie Gröbli weiß die Umstände nicht für sich zu nutzen. Weite Wege kosten selbstverständlich Zeit. Die Piste hat die Schweizerin nicht im Griff und muss fast dreieinhalb Sekunden Rückstand zur Kenntnis nehmen.
Reisinger
 
Noch sind wir mit den Überraschungen offenbar nicht durch. Piste und Bedingungen lassen noch so Einiges zu. Das beweist Elisabeth Reisinger. Anfangs auf Bestzeitkurs verliert die 23-Jährige im weiteren Verlauf nicht wirklich viel. So braust die ÖSV-Dame auf einen glänzenden 7. Platz.
Nufer
 
Diesem Tempo vermag Priska Nufer nicht ganz zu folgen. Dennoch bezwingt die Schweizerin diese Piste recht gut, handelt sich weniger als zwei Sekunden Rückstand ein, was im Moment für den 15. Platz reicht.
Vlhova
 
Nun stellt sich Petra Vlhova dieser Herausforderung in Bansko. Die Technikerin hat bereits gestern als Sechste gezeigt, dass sie das drauf hat. Erneut legt die Slowakin vielversprechend los. Und die Riesenslalom-Weltmeisterin bringt das wieder ganz beachtlich zu Ende - heute als Zehnte.
Flury
 
Jasmine Flury bewegt sich dann wieder in erwarteten Bahnen. Die Eidgenossin fängt sich gut zwei Sekunden ein, ist mit Platz 16 aber sicherlich dennoch ganz gut bedient.
Wenig
 
Kann sich Michaela Wenig jetzt ins Fahrwasser von Curtoni begeben? Nein, die Deutsche ist dafür nicht schnell genug. Und kurz vor dem Zielsprung erwischt sie bei einem Rechtsschwung ein Tor nicht mehr und scheidet aus.
Curtoni
Offenbar nimmt der Wettkampf noch einmal so richtig Fahrt auf. Sollte die Sonneneinstrahlung jetzt etwa ihr Werk tun und die Piste schneller machen? In jedem Fall braust Elena Curtoni in famosem Tempo zu Tal. Und das ist nicht zu fassen, im Ziel ist die Italienerin tatsächlich eine Zehntel vorn. Bestzeit!
Johnson
 
Was geht denn jetzt los? Auch Breezy Johnson ist auf ganz schnellen Ski unterwegs. Das US-Girl befindet sich gar auf Podiumskurs. Das ist ja nicht zu glauben. Am Ende fehlen ihr zwölf Hundertstel - Rang 4! Stark!
Ortlieb
 
Dann ist Nina Ortlieb unterwegs. Und jetzt bahnt sich Nennenswertes an. Die 23-Jährige glänzt mit starken Zwischenzeiten, hält den zahlreichen Schlägen stand und zieht ihre Linie durch. Unten raus legt die Österreicherin sogar noch geringfügig zu, kommt mit gut sieben Zehnteln Rückstand an und wird herausragende Fünfte. Das ist allemal eine Faust des Triumphes wert.
McKennis
 
Eine Bestzeit erwarten wir nicht mehr, dafür fehlt es den verbleibenden Athletinnen an Qualität. Und auch das Podium sollte gemacht sein. Ob sich an den Top 10 noch etwas ändert, bleibt abzuwarten. Alice McKennis zumindest rüttelt daran nicht, liegt die US-Amerikanerin doch beinahe vier Sekunden zurück.
Merryweather
 
Weiter geht es mit Alice Merryweather. Die unendlich vielen Schläge der Piste setzen auch der US-Amerikanerin zu. Dadurch kommt die 23-Jährige immer wieder vom Weg ab. Mehr als zwei Sekunden bleiben auf der Strecke. Platz 17!
Unterbrechung
 
Erst danach wird das Rennen unterbrochen. Kurz nach der Zieleinfahrt von Veith schält sich Jacqueline Wiles unter den Polstern hervor. Dann steht die Dame wieder und hat offenbar keine ernsthaften Schäden davongetragen.
Veith
 
Inzwischen ist Anna Veith längst unterwegs. Die Salzburgerin wird nicht abgewunken, darf ihren Lauf zu Ende bringen. Gut zwei Sekunden kassiert auch die Vizeweltmeisterin von 2015 - Platz 14!
Wiles
 
Jacqueline Wiles scheint sichtlich überfordert. Die US-Amerikanerin zeigt eine unrunde Fahrt, hat mehr damit zu tun, im Rennen zu bleiben. Zu allem Übel stürzt sie dann auch noch wenige Meter vor dem Ziel, weil sie den rechten Ski verschneidet. Nahezu ungebremst rauscht Wiles seitlich in die Streckenbegrenzung des Zielraums. Die Zeit aber wird korrekt genommen.
Scheyer
 
Noch also ist der Drops nicht gelutscht. Christine Scheyer macht sich auf den Weg. Doch im Mittelteil ist die ÖSV-Athletin einmal zu spät dran. Und dieser Fehler wirkt sich gleich in den folgenden Toren aus. So gerät sie völlig aus dem Rhythmus und sammelt fast dreieinhalb Sekunden Rückstand ein. Schnell weg hier - Scheyer verlässt sofort den Zielraum!
Brignone
 
Wer glaubte, die Piste würde nichts mehr hergeben, wird nun eines Besseren belehrt. Federica Brignone zeigt, was hier noch möglich ist. Die Italienerin ist an der zweiten Zwischenzeit mehr als vier Zehntel vorn. Danach entwickelt sich eine enge Kiste. Es geht um Hundertstel. Am Ende fehlen ihr vier davon zur Bestzeit. Rang 2 - so wie gestern schon!
Suter
 
Was haben wir von der Führenden im Abfahrtsweltcup zu erwarten? Corinne Suter bewältigt die Aufgabe vergleichsweise gut. Mit Marta Bassino kann die Schweizerin ebenfalls nicht mithalten, dafür rutscht sie zu weit von der Ideallinie weg. Doch weniger als eine Sekunde Rückstand hatten wir lange nicht.
Puchner
 
Noch hat der ÖSV ein paar Damen oben stehen. Die nächste ist Mirjam Puchner. Doch wie sich die Bilder gleichen - das ist ein wirklicher Kampf mit der Piste, die eine echte Herausforderung darstellt. Puchner wird gar um drei Sekunden zurückgeworfen.
Schmidhofer
 
Nun aber Nicole Schmidhofer - wie hat die Siegerin von Lake Louise die Grippe weggesteckt? Die 30-Jährige bleibt nur bis zur zweiten Zwischenzeit bei der Musik. Danach geht ihr vermutlich auch die Kraft aus. Kein Wunder! Schmidhofer fällt deutlich zurück, bekommt mehr als zwei Sekunden mit und sinkt im Zielraum völlig erschöpft zu Boden.
Tippler
 
Wir befinden uns jetzt inmitten des Österreicherinnen-Quartetts. Tamara Tippler hat ebenfalls so ihre Schwierigkeiten mit der Piste. Das ich ein echter Kampf. Ein klein wenig besser ergeht es der 28-Jährigen, sie begrenzt den Abstand auf unter zwei Sekunden, was zumindest mit Rang 6 belohnt wird.
Venier
 
Auch Stephanie Venier vermag uns das nicht zu zeigen. Die Österreicherin fährt mitunter weite Wege, gerät da fast in den unpräparierten Teil der Piste. Dieser Weg ist natürlich nicht schnell genug und reicht lediglich für Position 11.
Weirather
 
Ein ganz ähnliches Schicksal ereilt Tina Weirather. Die Piste scheint der Liechtensteinerin zu schwierig zu sein. Es setzt die inzwischen fast schon obligatorischen zwei Sekunden Rückstand. Da muss doch noch mehr drin stecken.
Stuhec
 
Wie wird sich die zweifache Weltmeisterin schlagen? Ilka Stuhec vergibt ihre Chancen bereits im Mittelteil, gerät dort deutlich ins Hintertreffen. So sammeln sich bis ins Ziel mehr als zwei Sekunden Defizit an - Rang 9.
Gut-Behrami
 
Gespannt sind wir nun auf Lara Gut-Behrami. Auch die Tessinerin lässt es anfangs richtig gut laufen. Als die echten Schwierigkeiten dieser Abfahrt folgen, bleibt die 28-Jährige zunächst dran. Eine knappe Zehntel fehlt an der letzten Zwischenzeit. Doch auf dem verbleibenden Weg ins Ziel verdreht es sie bei einem Rechtsschwung, beinahe stürzt sie kopfüber. Eine Sekunde setzt das als Quittung.
Siebenhofer
 
Forsch geht es Ramona Siebenhofer an. Die ÖSV-Athletin setzt oben Bestzeiten, doch mit dem starken Mittelteil von Bassino kommt die 28-Jährige einfach nicht mit. Und auch unten raus, verliert sie Zeit, weshalb das nur für Rang 4 reicht.
Gisin
 
Für Michelle Gisin läuft es nicht annähernd so gut. Die Dritte von Zauchensee erlaubt sich immer wieder kleine Wackler, muss korrigieren, was deutlich Geschwindigkeit kostet. Dieser Speed fehlt in den flachen Abschnitten, womit letztlich zweieinhalb Sekunden liegen bleiben.
Weidle
 
Eine sehr selektive Aufgabe ist das heute für die Damen. Dieser möchte sich nun Kira Weidle stellen. Im Vergleich zu den Athletinnen vor ihr schlägt sich die DSV-Läuferin richtig gut. Sie trifft die Linie viel besser, bleibt dabei auf Zug. So begrenzt die 23-Jährige ihr Defizit auf gut eine halbe Sekunde, was gut genug für Rang 3 ist.
Marsaglia
 
Wird es Landsfrau Francesca Marsaglia besser ergehen? Auch bei der Dritten von Lake Louise schaut das anfangs vielversprechend aus. Dann aber ist auch die 29-Jährige immer wieder zu spät dran, womit sich beträchtlicher Rückstand ansammelt - fast zwei Sekunden.
Delago
 
Nicol Delago ist oben richtig gut dabei, begibt sich dann jedoch auf Abwege. Die Italienerin hat massive Probleme, im Rennen zu bleiben. Mehrfach fährt die Zweite von Zauchensee ganz weite Wege, was einen völlig verpatzten Lauf ergibt. Mehr als vier Sekunden bekommt die 24-Jährige aufgebrummt. Enttäuscht verlässt sie umgehend den Zielraum.
Miradoli
 
Anschließend versucht sich Romane Miradoli an der Vorgabe von Bassino. Die 25-Jährige bekommt das bei Weitem nicht so gut hin. Ein Schlag im falschen Moment - und schon ist die Ideallinie meterweit weg. Miradoli kämpft sich als Dritte ins Ziel, ist nur eine Hundertstel schneller als Rebensburg.
Shiffrin
 
Nun blicken wir auf die Siegerin von gestern. Oben befindet sich die US-Amerikanerin voll auf Kurs. Mit der überragenden Fahrt von Bassino kommt die Gesamtweltcupspitzenreiterin dann allerdings nicht mehr ganz mit. Die rutscht da stellenweise die Schwünge etwas zu sehr an. So bleibt eine Viertelsekunde auf der Strecke - Platz 2.
Bassino
Dann legt Marta Bassino zögerlich los. Mit anderen Worten: Oben ist Viktoria Rebensburg offenbar richtig gut gefahren. Ab dem Mittelteil macht es die Italienerin deutlich besser, erwischt die Linie phänomenal und fährt zum Ziel hin fast zwei Sekunden Vorsprung raus.
Ledecka
 
Ester Ledecka muss lange auf ihren Einsatz warten. Keine angenehme Situation! Nun aber darf die Tschechin endlich los. Die anspruchsvolle Piste verlangt der 24-Jährigen alles ab. Auch sie fährt mitunter weite Wege. Erst im unteren Teil findet Ledecka ihren Rhythmus besser, holt da noch Zeit raus. Am Ende aber bleibt mehr als eine Sekunde Defizit, was sie gar nicht zufriedenstellt.
Unterbrechung
 
Irgendwann endet die Rutschpartie in der Streckenbegrenzung. Da aber hat sich bereits so viel Geschwindigkeit abgebaut, dass offenbar nichts Ernsthaftes passiert. Wenig später steht Hählen wieder, schnallt dann die Ski sogar an, um aus eigener Kraft talwärts zu fahren.
Hählen
 
Joana Hählen könnte uns einen ersten Anhaltspunkt liefern. Nein, das tut die Schweizerin nicht. Bei einem Linksschwung setzt es einen Schlag, es staucht die Athletin zusammen. Weit abgetragen von der Ideallinie verdreht es die Dritte von gestern. Und ab geht es in den Schnee. Bäuchlings rutscht die 28-Jährige meterweit die Piste runter.
Rebensburg
Jetzt darf sich Viktoria Rebensburg auf den Weg machen. Sechs Weltcup-Podiums hat die DSV-Athetin in der Abfahrt schon eingefahren, aber noch nie gewonnen. Die 30-Jährige stellt uns die Piste vor. Einen Wackler baut die Deutsche ein, gerät kurz aus der Position. Auch im weiteren Verlauf ist sie mitunter zu spät dran, wird etwas abgetragen. Andererseits lässt sie so vielleicht auch den Ski gut laufen. Wir werden sehen, was diese Zeit letztlich wert ist. Rebensburg selbst ist sich nicht sicher, was sie davon halten soll.
Wetter
 
Recht freundlich zeigt sich das Wetter in Bansko. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt strahlt die Sonne vom überwiegend blauen Himmel. Die Strecke ist bestens präpariert. Alles ist angerichtet. Und Marc Girardelli, der Namenspatron der Piste, ist auch vor Ort.
Swiss-Ski
 
Joana Hählen (Startnummer 2), die gestern ihr erstes Weltcup-Podium überhaupt einfuhr, steht aus Schweizer Sicht natürlich auch heute im Blickpunkt. Doch die Eidgenossen haben weitere Eisen im Feuer: Michelle Gisin (10), die Siegerin von Zauchensee, Lara Gut-Behrami (12) und Corinne Sute (19), die Führende im Abfahrtsweltcup. Neun Schweizerinnen sind das insgesamt.
ÖSV
 
Kurz nach Ramona Siebenhofer (Startnummer 11) folgen die Österreicherinnen geballt im Paket. Ab Stephanie Venier (15) starten Tamara Tippler, Nicole Schmidhofer und Mirjam Puchner unmittelbar nacheinander. Christine Scheyer (21), Anna Veith (23) und Nina Ortlieb (26) sind dann auch nicht mehr weit. Insgesamt fiebern zehn ÖSV-Fahrerinnen dem Wettkampf entgegen. Nicole Schmidhofer übrigens musste gestern, von einer Grippe geschwächt, auf den Start verzichten. So bleibt abzuwarten, wozu die Siegerin von Lake Louise in der Lage ist.
DSV
 
Im Vergleich zu gestern finden sich heute noch zwei Namen mehr auf der Startliste. Insgesamt wollen sich 50 Mädels aus 13 Nationen der Aufgabe stellen. Für den Deutschen Skiverband wird Viktoria Rebensburg das Rennen mit Startnummer 1 eröffnen. In der ersten Startgruppe findet sich darüber hinaus Kira Weidle (9), der zweite deutsche Trumpf in dieser Disziplin. Vervollständigt wird das deutsche Quintett durch Michaela Wenig (29), Patrizia Dorsch (47) und Veronique Hronek (50).
Gestern
 
Bereits gestern waren die Damen an dieser Stelle tätig, trugen die Ersatz-Abfahrt für das ausgefallene Rennen von Val d'Isere aus. Dabei stellte Mikaela Shiffrin mal wieder ihr außergewöhnliches Skitalent unter Beweis und gewann die zweite Weltcup-Abfahrt ihrer Karriere - vor Federica Brignone und Joana Hählen.
Piste
 
Die Athletinnen sind auch heute wieder auf der Piste "Marc Girardelli" unterwegs. Vom Start auf 2.415 Metern beginnend, hat erneut Jean-Philippe Vulliet, Renndirektor der FIS, auf einer Länge von 2.404 Metern einen Kurs mit 32 Toren ausgeflaggt, der den Weg hinunter ins Ziel weist. Dabei haben die Fahrerinnen exakt 800 Meter Höhenunterschied zu überwinden.
Bansko
 
Vor elf Jahren machte der alpine Weltcup-Zirkus erstmals Station in Bansko. Damals trugen die Damen zwei Abfahrten und einen Super G aus. Das bulgarische Wintersportzentrum befindet sich im Südwesten des Landes. Der Höhenkurort am Fuße des Piringebirges, wo die höchsten Gipfel bis knapp 3.000 Meter in den Himmel ragen, hat eine Lage von um die 900 Meter über dem Meer. In Bansko ist man übrigens eine Stunde voraus, das Rennen beginnt also 11:15 Uhr Ortszeit.
Willkommen
 
Herzlich willkommen in Bansko zur Abfahrt der Damen.
Keine Einträge auf der Startliste vorhanden.
Pos.
Name
Zeit
Diff.
1.
Nina Ortlieb
1:11.72
2.
Federica Brignone
1:11.73
0.01
3.
Corinne Suter
1:11.79
0.07
4.
Petra Vlhova
1:12.11
0.39
5.
Marta Bassino
1:12.23
0.51
6.
Ester Ledecka
1:12.27
0.55
7.
Elena Curtoni
1:12.50
0.78
8.
Joana Hählen
1:12.54
0.82
9.
Wendy Holdener
1:12.67
0.95
10.
Lara Gut-Behrami
1:12.70
0.98
11.
Romane Miradoli
1:12.73
1.01
12.
Michelle Gisin
1:13.01
1.29
13.
Stephanie Venier
1:13.08
1.36
14.
Tina Weirather
1:13.23
1.51
15.
Francesca Marsaglia
1:13.27
1.55
16.
Jasmine Flury
1:13.45
1.73
17.
Laura Pirovano
1:13.48
1.76
18.
Priska Nufer
1:13.56
1.84
19.
Tessa Worley
1:13.57
1.85
20.
Nicole Schmidhofer
1:13.59
1.87
21.
Rosina Schneeberger
1:13.82
2.10
22.
Nadine Fest
1:13.85
2.13
23.
Ilka Stuhec
1:13.87
2.15
24.
Jennifer Piot
1:13.95
2.23
25.
Tamara Tippler
1:13.96
2.24
26.
Marusa Ferk
1:14.04
2.32
27.
Alice McKennis
1:14.10
2.38
28.
Michaela Heider
1:14.13
2.41
29.
Ramona Siebenhofer
1:14.15
2.43
30.
Breezy Johnson
1:14.25
2.53