Tennis

ATP Finals Saison 2019

ATP Finals - Finale

The O2 London, England10.11.2019 - 17.11.2019
S. Tsitsipas
Match beendet
 
D. Thiem
S. Tsitsipas
D. Thiem
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
66
6
77
78
2
64
Centre Court | Finale
Spielzeit: 02:35 h
Letzte Aktualisierung: 07:07:56
Tsitsipas
Thiem
Ende
Damit endet unsere Berichterstattung von den ATP Finals aus London. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Wir wünschen noch einen schönen Rest-Abend sowie eine geruhsame Nacht. Und kommen Sie gut in die neue Woche!
Fazit
In jedem Fall erwies sich dieses Endspiel als überaus würdiger Abschluss der ATP Finals und hatte eigentlich keinen Verlierer verdient. Stefanos Tsitsipas war letztlich der Glücklichere. Nach den Next Gen ATP Finals im vergangenen Jahr behauptete sich der Grieche nun gleich bei seinem ersten Auftritt auf der ganz großen Bühne und kürte sich zum inoffiziellen Tennis-Weltmeister. Doch auch Dominic Thiem darf mit seiner starken Saison überaus zufrieden sein und nun den verdienten Urlaub antreten.
Tsitsipas
Nach mehr als zweieinhalb Stunden gewinnt Stefanos Tsitsipas das Endspiel der ATP Finals gegen Dominic Thiem mit 6:7, 6:2, 7:6 und feiert den größten Erfolg seiner Karriere. In der Summe war der Grieche heute - wie vielleicht auch über die gesamte Woche - der konstantere Spieler. Obwohl ihm der unfassbar ausgeglichene 1. Satz verloren ging, hielt der 21-Jährige beinahe dauerhaft ein hohes Niveau und erlaubte sich nicht wirklich messbare Schwächen. Sein Gegenüber jedoch verlor mit dem Gewinn des ersten Durchgangs umgehend den Faden. Plötzlich lief gar nichts mehr und schnell war der 2. Satz weg. Doch gerade weil Tsitsipas so bärenstark auftrat, war es kaum nachzuvollziehen, wie Dominic Thiem zurück ins Match fand. Der Niederösterreicher gab niemals auf, spielte im finalen Durchgang wieder auf höchstem Niveau. Doch in diesem grandiosen Match musste es letztlich eben auch einen Verlierer geben.
6:7, 6:2, 7:6
Gleich den ersten Matchball nutzt Stefanos Tsitsipas. Der Grieche serviert nach außen. Der Vorhandreturn von Thiem segelt ins Aus.
6:7, 6:2, 6:6
 
Ohne Not semmelt Thiem eine Vorhand longline ins Netz und ermöglicht Tsitsipas zwei Matchbälle - den ersten bei eigenem Aufschlag.
6:7, 6:2, 6:6
 
Thiem trifft eine Vorhand unsauber. Das passt so gar nicht zu diesem hochklassigen Match. 5:4 Tsitsipas - und zwei Aufschläge.
6:7, 6:2, 6:6
 
Mit einem Rückhandwinner gleicht Thiem zum 4:4 aus - und der Lichtenwörther darf noch einmal servieren.
6:7, 6:2, 6:6
 
Tsitsipas muss über den Zweiten gehen, Thiem wählt sofort den Angriffsmodus, versprüht unglaubliche Entschlossenheit und holt sich auch das zweite Mini-Break zurück.
6:7, 6:2, 6:6
 
Doch wir wissen bereits, ein Dominic Thiem gibt niemals auf. Die Rückhand longline macht Tsitsipas Schwierigkeiten. Dessen Schlag landet im Netz. 4:2 für den Griechen, die Seiten werden gewechselt.
6:7, 6:2, 6:6
 
Danach wuchtet Thiem noch eine Rückhand ohne Not in die Maschen und gibt noch ein Service ab. Alle Trümpfe liegen nun beim Griechen.
6:7, 6:2, 6:6
 
Es geht weiterhin um Millimeter. Eine cross gespielte Rückhand von Thiem rutscht knapp ins Aus und beschert dem Konkurrenten das Mini-Break.
6:7, 6:2, 6:6
 
Tsitsipas bringt beide Aufschläge durch, schmettert sich am Netz zum 2:1.
6:7, 6:2, 6:6
 
Über einen starken Aufschlag gelangt Thiem zügig zum ersten Punkt. Danach attackiert der Niederösterreicher den Zweiten des Kontrahenten. Doch seine Vorhand inside-out setzt erst nach der Grundlinie auf.
6:7, 6:2, 6:6
 
Thiem hält dagegen, spielt die Vorhand cross. Tsitsipas weiß keine Antwort, doch ein Spielball bleibt ihm. Und den nutzt der 21-Jährige, weil der Return des Gegners ins Aus segelt. Tie-Break!
6:7, 6:2, 5:6
 
Ihre Nerven scheinen beide im Griff zu haben. Tsitsipas macht über Kopf Nägel mit Köpfen. 30:15! Und als kurze Zeit später Thiem eine Vorhand zu lang gerät, liegen zwei Spielbälle bereit.
6:7, 6:2, 5:6
 
Entsprechend muss Tsitsipas erneut liefern und nachziehen. Der Grieche strebt den Winner mit der Vorhand inside-in an. Da fehlen Millimeter. Beinahe ebenso knapp rutscht anschließend Thiem ein Grundlinienschlag ins Aus. Es geht um Nuancen.
6:7, 6:2, 5:6
 
Auch Thiem bleibt absolut nervenstark, bietet nichts weiter an. Zum Abschluss zischt ein Ass durch die Platzmitte - und genau auf die Linie. Der Weltranglistenfünfte legt wieder vor, hat den Tie-Break bereits sicher.
6:7, 6:2, 5:5
 
Bei Thiem hingegen läuft es nicht so glatt. Da stört der dritte Doppelfehler. 15 beide! Das jedoch scheint ihn nicht zu beeindrucken. Mutig geht der 26-Jährige danach zu Werke und schmettert sich zum Punkt.
6:7, 6:2, 5:5
 
Tsitsipas wackelt nicht. Das dauert gut eine Minute, da ist der Grieche zu Null durch und gleicht zum 5:5 aus.
6:7, 6:2, 4:5
 
Anschließend steht Tsitsipas mal so richtig unter Druck. Der Grieche muss gegen den Matchverlust servieren. Nicht zu glauben - der legt mit seinem neunten Ass los. Der 21-Jährige feuert sich noch einmal selbst an.
6:7, 6:2, 4:5
 
Denn danach zeigt Thiem wieder seine Klasse, geht forsch zu Werke, schwingt den Vorhandvolley voll durch und stellt auf 5:4.
6:7, 6:2, 4:4
 
In diesem Moment erlaubt sich Thiem einen Doppelfehler, wirkt da kurz verwirrt. Doch das war in der Tat schon der Zweite. In dieser Situation lässt sich das verschmerzen.
6:7, 6:2, 4:4
 
Mit einer Rückhand longline erwischt Thiem den Widersacher auf dem falschen Fuß und verschafft sich drei Spielbälle.
6:7, 6:2, 4:4
 
Inzwischen bewegen sich beide wieder absolut auf Augenhöhe. Jetzt spielt das Tsitsipas wunderbar aus, setzt seinen Cross-Ball zum Abschluss sehr platziert und hält sein Service zum 4:4.
6:7, 6:2, 3:4
 
Noch ist überhaupt nicht abzusehen, in welche Richtung sich das Match entwickeln wird. Tsitsipas wirkt wenig beeindruckt, zieht sein Ding weiter durch, organisiert sich zwei Spielbälle.
6:7, 6:2, 3:4
 
Clever baut Thiem den Angriff auf, geht im richtigen Moment nach vorn und punktet. Doch Tsitsipas ist um eine Antwort nicht verlegen, setzt seine Rückhand longline unerreichbar.
6:7, 6:2, 3:4
 
Und so ein vollkommen sorgenfreies Aufschlagspiel zu Null versorgt Thiem mit weiterem Rückenwind. Plötzlich liegt der 26-Jährige 4:3 vorn. Entsprechend hat nun Tsitsipas den Druck, muss nachziehen.
6:7, 6:2, 3:3
 
Jetzt haut Thiem dem Gegenüber eine Rückhand longline um die Ohren. Hier zieht keiner zurück! Das Momentum aber spricht jetzt für den Lichtenwörther.
6:7, 6:2, 3:3
 
Alles wieder in der Reihe - 3:3! Es verbietet sich eigentlich, von einer Schwäche des Griechen zu sprechen. Doch das minimale Nachlassen nutzte Thiem, um ins Match zurückzukommen.
6:7, 6:2, 3:3
 
Einen wehrt Tsitsipas ab. Doch der erste Aufschlag mag gerade nicht. Und dann setzt der Grieche noch eine cross gespielte Rückhand seitlich ins Aus. Das ist das Re-Break - nicht zu fassen!
6:7, 6:2, 3:2
 
Thiem knallt dem angreifenden Gegner die Rückhand entgegen. Dieser vermag den Volley nicht zu kontrollierten. Das bringt doch tatsächlich zwei Breakbälle.
6:7, 6:2, 3:2
 
Zwei Stunden sind gespielt - und Thiem gerät eine Rückhand zu lang. Danach jedoch zeigt Tsitsipas ungeahnte Nachlässigkeiten, zieht bei einem Vorhandvolley voll durch und wuchtet das Ding ins Aus. 15:30!
6:7, 6:2, 3:2
 
Mit einer cross gespielten Vorhand triebt Thiem den Gegner in den Vorhandfehler und organisiert sich den ersten Punkt bei Aufschlag des Widersachers.
6:7, 6:2, 3:2
 
Letztlich feuert Thiem ein Ass durch die Platzmitte und genau auf die Linie. Da hilft Tsitsipas das Hawk-Eye nicht weiter. Das Spiel geht an den Niederösterreicher.
6:7, 6:2, 3:1
 
Thiem tut seine Pflicht, verschafft sich zügig drei Spielbälle. Dann aber erwischt er die Kugel mit dem Rahmen. Anschließend ist die Netzkante wieder nicht auf seiner Seite. 40:30!
6:7, 6:2, 3:1
 
Für Thiem muss das frustrierend sein. Nichtsdestotrotz sollte der Lichtenwörther seine Hausaufgaben machen, also seine Aufschlagspiele fortan durchbringen. Ein zweites Break würde ihm endgültig das Genick brechen.
6:7, 6:2, 3:1
 
Tsitsipas lässt nicht nach, der 21-Jährige strotzt vor Selbstvertrauen, trifft die richtigen Entscheidungen und setzt nun auch noch eine Vorhand genau auf die Linie. Wiederholt zieht der Grieche das zu Null durch.
6:7, 6:2, 2:1
 
Wird Tsitsipas überhaupt noch etwas anbieten bei eigenem Aufschlag? Zwei Breakbälle ließ der Grieche insgesamt erst zu, wehrte beide ab. Viele Chancen wird es für Thiem wohl nicht mehr geben. Mal sehen!
6:7, 6:2, 2:1
 
Im Anschluss jedoch bleibt eine Rückhand longline von Thiem an der Netzkante hängen. Da ist das Break für den Griechen! Wie viele derartige Rückschläge kann der Niederösterreicher noch verkraften?
6:7, 6:2, 1:1
 
Mutig stürmt Thiem ans Netz, versenkt den zweiten Volley mit der Vorhand und wehrt einen Breakball ab.
6:7, 6:2, 1:1
 
Dennoch wehrt sich Thiem mit Händen und Füßen. Aufgeben gilt nicht! Doch dann rutscht ihm eine Vorhand ins Aus. Und das bedeutet schon wieder zwei Breakchancen für den Kontrahenten.
6:7, 6:2, 1:1
 
Dann erlaubt sich Thiem auch noch den allerersten Doppelfehler überhaupt in diesem Match. 0:30! Das kann der Niederösterreicher so gar nicht gebrauchen.
6:7, 6:2, 1:1
 
Zu Null braust Tsitsipas durch sein Service, stellt in Windeseile auf 1:1. Der Mann lässt einfach nicht nach, agiert weiterhin auf konstant hohem Niveau.
6:7, 6:2, 0:1
 
Tsitsipas jedoch wirkt unbeeindruckt, feuert aus allen Rohren. Ass Nummer 8! Wenig später spielt der Grieche seinen Widersacher nach allen Regeln der Tenniskunst aus, vollstreckt mit der präzisen Vorhand.
6:7, 6:2, 0:1
 
Mit einem starken Aufschlag durch die Platzmitte, mit dem Tsitsipas nichts anzufangen weiß, hält Thiem sein Service und wirkt richtig erleichtert. Ein wichtiger Spielgewinn, der Rückenwind bringen könnte!
6:7, 6:2, 0:0
 
Über den zweiten Aufschlag baut Thiem Druck auf, treibt den Konkurrenten mit einer Vorhand inside-in zu einem Fehler und wehrt auch diesen Breakball ab.
6:7, 6:2, 0:0
 
Thiem lässt nicht locker, zieht seine Vorhand die Linie runter. Einstand! Danach jedoch feuert der Grieche seine Vorhand inside-out, nagelt den Gegner auf dessen Rückhandseite fest und organisiert ich eine weitere Breakchance.
6:7, 6:2, 0:0
 
Leicht von der Hand geht es Thiem aber nach wie vor nicht. Er muss viel laufen und wird vom Gegner so richtig her gespielt. Der Rückhandvolley von Tsitsipas sitzt. Breakball!
6:7, 6:2, 0:0
 
Thiem jedoch lässt sich nicht beirren, spielt den Vorhandflugball gegen den Lauf des Gegners, muss dann zwar noch zum Smash ran und setzt diesen sicher. Das sollte dem 26-Jährigen Mut machen.
6:7, 6:2, 0:0
 
So leicht aber lässt sich der Schalter nicht umlegen. Bei einer cross gespielten Rückhand fehlen ein paar Zentimeter.
3. Satz
 
Das Beste, was Thiem in dieser Situation tun kann, er verabschiedet sich kurz in Richtung Toilette. So bietet sich Gelegenheit, noch einmal alle Konzentration zu sammeln. Noch ist hier alles drin. Der Lichtenwörther serviert.
Zwischenfazit
 
Was hat der Gewinn des 1. Satzes ausgelöst? Ist die Spannung abgefallen bei Dominic Thiem? In jedem Fall lief urplötzlich gar nichts mehr zusammen beim Niederösterreicher. Die Fehler häuften sich. Und da Stefanos Tsitsipas sein hohes Niveau stabil hielt, hatte der Grieche keine Mühe, den zweiten Durchgang in nicht einmal einer halben Stunde für sich zu entscheiden.
6:7, 6:2
Danach jedoch schafft es ein Rückhandreturn von Thiem nicht übers Netz. Das bedeutet den Satzausgleich.
6:7, 5:2
 
Thiem bäumt sich auf, wehrt die erste Chance des Gegners mit einer cross gespielten Vorhand ab.
6:7, 5:2
 
Danach jedoch läuft es wieder flüssig beim Griechen. Ass Nummer 7! Danach verzieht Thiem eine Rückhand ohne Not. Zwei Satzbälle für Tsitsipas!
6:7, 5:2
 
Nun aber hat es Tsitsipas selbst auf dem Schläger, muss den Satz nur noch ausservieren. Dem Griechen steht die Netzkante im Weg. Die sorgt dafür, dass ihm als Aufschläger der erste Punkt in diesem Durchgang abhanden kommt.
6:7, 5:2
 
Ass Nummer 5 für Thiem - das bringt zwei Spielbälle. Ein Servicewinner durch die Platzmitte folgt. Für den Moment bleibt der Lichtenwörther im Satz.
6:7, 5:1
 
Entsprechend muss Thiem nun schon gegen den Satzverlust aufschlagen, punktet dank guten Volleyspiels.
6:7, 5:1
 
In der Folge probiert Thiem den Vorhandreturn inside-in. Das Netz steht im Weg. Bei eigenem Aufschlag bleibt Tsitsipas in diesem Satz makellos und ohne jeden Punktverlust.
6:7, 4:1
 
Nach wie vor ist die Fehlerquote zu hoch bei Dominic Thiem. Dann feuert Tsitsipas auch noch sein sechstes Ass ab.
6:7, 4:1
 
Bei eigenem Aufschlag setzt Thiem jetzt wieder Akzente, erledigt das ebenfalls, ohne auch nur einen Zähler abzugeben. Damit gelangt der Weltranglistenfünfte im 2. Satz auf die Anzeigetafel, verkürzt auf 1:4.
6:7, 4:0
 
Ganz gleich wie dieser 2. Satz endet, Thiem muss möglichst schnell wieder in die Spur finden, um dann zumindest im Finaldurchgang wieder konkurrenzfähig zu sein.
6:7, 4:0
 
Zu Null wandelt Tsitsipas durch sein Service und zieht auf 4:0 davon. In diesem zweiten Durchgang gelangen Thiem bisher ganze zwei Punkte.
6:7, 3:0
 
Bei Thiem läuft kaum noch etwas zusammen. Die Rückhand schafft es nicht übers Netz. Und Tsitsipas spielt unverändert auf hohem Niveau. Bei eigenem Aufschlag lässt der Grieche derzeit gar nichts anbrennen.
6:7, 3:0
 
Tsitsipas beißt sofort zu, diktiert den Ballwechsel mit der Vorhand. Diese setzt der 21-Jährige zum Abschluss präzise die Linie runter und verschafft sich das Doppel-Break! Nicht zu glauben!
6:7, 2:0
 
Thiem ist etwas von der Rolle. Was ist plötzlich los? Leicht gehen ihm die Punkte verloren. Dann wagt er den Überraschungsangriff nach dem zweiten Aufschlag. Tsitsipas kontert mit einem Lob. Den erläuft der Niederösterreicher zwar, hat beim folgenden Vorhandvolley des Griechen aber keine Chance. Zwei Breakbälle!
6:7, 2:0
 
Zu Null wirbelt Tsitsipas durch sein Service, stellt auf 2:0 und hat den Satzverlust ganz offensichtlich glänzend weggesteckt.
6:7, 1:0
 
Noch also ist natürlich alles drin für Tsitsipas, der seinerseits mit dem vierten Ass loslegt. Wie zu Beginn des Matches bahnt sich danach eine zügige Angelegenheit an.
6:7, 1:0
 
Eine Breakchance wehrt der Niederösterreicher mit druckvollem Spiel ab. Danach aber verschießt Thiem eine Vorhand ohne Not und kassiert das Break. Das ist der erste Aufschlagverlust überhaupt in diesem Match.
6:7, 0:0
 
In der Tat sieht sich Thiem einem 0:30 gegenüber, verzieht dann auch noch eine cross gespielte Rückhand. Plötzlich liegen drei Breakbälle für Tsitsipas bereit.
2. Satz
 
Nun ist es an Thiem, den zweiten Durchgang servierenderweise zu eröffnen. Nach dem Satzgewinn natürlich immer eine Herausforderung!
Zwischenfazit
 
Unglaublich eng geht es zu in diesem Endspiel bei den ATP Finals. Beide Kontrahenten begegnen sich absolut auf Augenhöhe. Nahezu alle Zahlen belegen die Ausgeglichenheit. Doch in der entscheidenden Phase wusste sich Dominic Thiem zu steigern, erwies sich mehrfach nervenstark und verdiente sich den knappen Erfolg im Tie-Break.
6:7
Mit einem druckvollen ersten Aufschlag durch die Platzmitte lässt Thiem dem Kontrahenten keine Chance zum Return und holt sich den 1. Satz.
6:6
 
Dann zittert Tsitsipas den zweiten Aufschlag rein, verzieht danach seine Rückhand völlig. Satzball Thiem - jetzt bei eigenem Aufschlag!
6:6
 
Anschließend ergattert Thiem mit seinem vierten Ass seinen ersten Satzball. Dagegen geht Tsitsipas offensiv zu Werke, spielt den Volley lang und schließt über Kopf ab. 6:6 - nochmals werden die Seiten gewechselt.
6:6
 
Wiederholt betreibt Tsitsipas Schadensbegrenzung, bringt seine beiden Aufschläge durch. Doch nun darf Thiem servieren - bei 5:4 aus seiner Sicht. Doch seine Vorhand landet seitlich im Aus. Das Hawk-Eye bestätigt das. Das Mini-Break ist wieder weg.
6:6
 
Thiem serviert stark, das bereitet Tsitsipas Probleme beim Return. Da hilft auch die Challenge nicht. Die schnellen Punkte lassen Thiem auf 5:2 enteilen.
6:6
 
Danach erlangt ein Rückhandreturn von Tsitsipas eine Spur zu spät Bodenkontakt. Nach einer Stunde Spielzeit und beim Stand von 4:2 für Thiem werden die Seiten gewechselt.
6:6
 
Mit einer präzisen, cross gespielten Rückhand kommt Tsitsipas in diesem Tie-Break an. Der Grieche hält jetzt seine beiden Aufschläge und bleibt zumindest dran.
6:6
 
Nun macht Thiem mit der Vorhand inside-out Druck. Erneut bringt Tsitsipas den Ball nicht zurück. Den nächsten Angriff bereitet der Lichtenwörther gut vor und vollstreckt mit einem Smash. 3:0!
6:6
 
Tsitsipas muss gleich über den zweiten Aufschlag gehen. Sofort ergreift Thiem die Initiative und treibt den Kontrahenten in den Fehler.
6:6
 
Auf einen zweiten Aufschlag bekommt Tsitsipas den Rückhandreturn nicht hin. Und im Anschluss geht Thiem ans Netz, spielt den Rückhandvolley mit ganz viel Gefühl und gelangt in den Tie-Break.
6:5
 
Danach lassen beide Chancen liegen, Thiem allerdings eine mehr. Der Rückhandpassierball gerät zu lang. Einstand! Jetzt wird es noch einmal eng.
6:5
 
Nervenstark geht Thiem mit dieser Situation um, erzwingt entschlossen die Punkte. 30 beide! Und der Niederösterreicher bleibt dran, steht weit im Feld und lässt dem Gegner mit der cross gespielten Vorhand keine Chance.
6:5
 
Thiem erwischt die Netzkante - und die ist nicht mit ihm im Bunde. Die Filzkugel springt ins Aus. Danach semmelt der 26-Jährige eine Rückhand ohne Not ins Netz. 0:30!
6:5
 
Anschließend bringt Tsitsipas seinen Aufschlag mit einem Servicewinner durch, stellt auf 6:5 und hat zumindest den Tie-Break sicher. Da möchte nun auch der Kontrahent hin.
5:5
 
Dann verrutscht dem Griechen eine cross gespielte Vorhand. 30 beide! Im Anschluss muss der Weltranglistensechste über den Zweiten gehen, doch Thiem gerät der Vorhandreturn zu lang.
5:5
 
Jetzt geht Tsitsipas erstmals ein Netzangriff in die Hose. Thiem packt den Vorhandpassierball aus, zieht diesen die Linie runter. 15 beide!
5:5
 
Beim ersten von drei Spielbällen verzieht Thiem seine cross gespielte Rückhand völlig. Mehr jedoch lässt der Lichtenwörther nicht zu, öffnet sich gut den Platz. Zwar macht er den Schmetterball noch nicht, hat dann aber das nötige Gefühl für den feinen Rückhandvolley. 5:5!
5:4
 
Auch über den Zweiten tritt der Niederösterreicher druckvoll auf, treibt den Kontrahenten in den Vorhandfehler. Dann schaut ein Rückhandball von Tsitsipas bereits hinüber, fällt aber den doch ins eigene Feld.
5:4
 
Entsprechend baut Tsitsipas Druck auf, denn nun muss Thiem gegen den Satzverlust servieren. Umso wichtiger ist es jetzt, dass der Erste kommt. Er tut es - 15:0!
5:4
 
Nun gelingt Tsitsipas mal wieder ein unproblematisches Spiel, gibt lediglich einen Zähler ab. Zum Abschluss agiert der Grieche mit Übersicht am Netz. Zwar sitzt der Volley noch nicht. So erledigt der 21-Jährige die Sache eben mit dem Smash.
4:4
 
Vier Mal in Folge passt der erste Aufschlag und stets gibt es den Punkt. So dreht Thiem die Angelegenheit und bringt sein Service letztlich durch.
4:3
 
Mit dem dritten Ass wehrt Thiem die erste Breakchance ab. Danach spielt der Lichtenwörther die Vorhand inside-in und erweist sich in der Folge aufmerksam am Netz. Der Vorhandvolley sitzt. Einstand!
4:3
 
Im folgenden längeren Ballwechsel öffnet sich Thiem das Feld für die Vorhand inside-in. Doch die Filzkugel schafft es nicht übers Netz. Das hat zwei Breakbälle zur Folge.
4:3
 
Die Antwort darauf gelingt eindrucksvoll - mit dem zweiten Ass. Doch auch Tsitsipas ist um eine Reaktion nicht verlegen. Der 21-Jährige trifft den Vorhandreturn sehr früh und punktet damit die Linie runter.
4:3
 
Neue Bälle für Thiem! Das bekommt Tsitsipas erst jetzt mit und möchte noch den Schläger wechseln. Dann darf der Niederösterreicher servieren, gibt den ersten Punkt ab und ärgert sich.
4:3
 
In der Folge kommt Tsitsipas ungeschoren davon. Letztlich segelt ein Rückhand-Slice von Thiem ins Aus, womit der Grieche sein Service durchbringt und erneut vorlegt.
3:3
 
Über den ersten Aufschlag sucht Tsitsipas erneut den Weg ans Netz und wehrt auch die zweite Breakchance ab.
3:3
 
Ein Grundlinienschlag von Tsitsipas wird Aus gegeben. Das Hawk-Eye sagt etwas anderes. Es gibt zwei neue Bälle.
3:3
 
Noch ist der Grieche nicht durch. Die Vorhand schafft es nicht übers Netz. Wiederholt schnuppert Thiem am Break.
3:3
 
Tsitsipas muss über den Zweiten gehen - und greift doch tatsächlich damit an. Serve and Volley! Und der Rückhandflugball sitzt. Einstand!
3:3
 
Dann verzieht Tsitsipas eine Vorhand, mag das selbst nicht glauben. Die Filzkugel setzt knapp seitlich neben der Linie auf und beschert Thiem den ersten Breakball.
3:3
 
Nun leistet sich Tsitsipas zwei Vorhandfehler innerhalb kurzer Zeit. 0:30! In dieser Situation sucht der Grieche den Weg ans Netz. Thiem bleibt mit seinem cross gespielten Rückhandpassierball am Spielhindernis hängen.
3:3
 
Jetzt macht es Thiem besser, geht am Netz mit dem Rückhandflugball zu Werke und setzt diesen deutlich kontrollierter. Unmittelbar darauf zischt ein Aufschlag in Richtung des Gegners, der damit nichts anzufangen weiß. Das ist der Ausgleich zum 3:3!
3:2
 
Weit vorn am Netz will Thiem zu viel, prügelt seine Vorhand überhastet knapp ins Aus. Da rettet ihn auch die Challenge nicht. 15:30!
3:2
 
Dann ist Thiem wieder am Zug, serviert nach außen und fabriziert ein Ass. Danach jedoch leistet Tsitsipas Gegenwehr.
3:2
 
Stoppen lässt sich Tsitsipas nicht, macht über den Aufschlag Druck, rückt gut nach. Und dann zielt der 21-Jährige mit der Vorhand ganz genau, zieht die lang hinten ins Eck - unerreichbar für den Widersacher.
2:2
 
Schnell liegen wieder drei Spielbälle für den Griechen bereit, der dann seine erste Challenge nimmt - und damit voll daneben liegt.
2:2
 
Es schließt sich der bislang längste Ballwechsel an. Beide schenken sich nichts, bis Tsitsipas die Vorhand noch eine Spur entschlossener durchzieht und damit punktet.
2:2
 
Es schließt sich das erste Ass des 26-Jährigen an. Und Thiem schickt noch einen krachenden Aufschlag hinterher, mit dem Tsitsipas nichts anzufangen weiß. So zieht der Weltranglistenfünfte den Kopf endgültig aus der Schlinge.
2:1
 
Mit viel Dynamik geht Thiem dagegen an. Mutig ergreift der Niederösterreicher die Initiative und dominiert mit der Vorhand.
2:1
 
Dann probiert Thiem gegen den angreifenden Gegner den Lob - und verzieht. Da ist der erste Breakball in diesem Match!
2:1
 
In dieser Phase jedoch kommt bei Thiem der erste Aufschlag. Das hilft, dem Kontrahenten wenig Möglichkeiten beim Return zu geben. 30 beide!
2:1
 
Tsitsipas bemüht sich erfolgreich um eine gute Länge in den Grundschlägen. Dem Gegenüber gelingt das nicht so perfekt. Die Filzkugel erlangt zu spät Bodenkontakt. Und der Lichtenwörther hängt noch einen Fehler ohne Not dran. 0:30!
2:1
 
Ein zweiter Punkt kommt noch hinzu, doch danach gerät Thiem ein Vorhandreturn zu lang. So hält Tsitsipas sein Service und stellt auf 2:1.
1:1
 
Tsitsipas muss nun zum zweiten Mal über den Zweiten gehen. Thiem greift mit der Rückhand longline an und organisiert sich mit diesem Winner den ersten Punkt als Rückschläger.
1:1
 
Dann bietet sich Thiem erstmals die Möglichkeit, gegen den Aufschläger zu punkten. Doch der Vorhandpassierball springt von der Netzkante ins Aus.
1:1
 
Dem Niederösterreicher geht das nicht ganz so zügig von der Hand, zu Null aber erledigt auch er die Aufgabe. Zum Abschluss landet ein Vorhandreturn des Konkurrenten knapp seitlich im Aus.
1:0
 
Thiem hingegen muss gleich den Zweiten bemühen. Danach entwickelt sich ein erster Ballwechsel, den Tsitsipas mit einem Fehler beendet und seinem Kontrahenten so zum ersten Punkt verhilft.
1:0
 
Furios und eindrucksvoll startet Tsitsipas. Zuverlässig sitzt der erste Aufschlag, was schnelle Punkte bringt. Zwei Asse schließen die Sache ab. Zu Null geht die Angelegenheit über die Bühne.
1. Satz
 
Es ist angerichtet. Stefanos Tsitsipas eröffnet das Match. Der erste Aufschlag kommt auf Anhieb. Thiem misslingt der Vorhandreturn.
Wahl
 
Nach einigen Handgriffen der Vorbereitung trifft man sich zusammen mit dem Stuhlschiedsrichter Ali Nili zur Wahl am Netz. Die Münze fällt zugunsten von Thiem, der sich für Rückschlag entscheidet. Anschließend spielen sich beide noch fünf Minuten ein.
Einmarsch
 
Soeben betreten unsere Hauptdarsteller den Platz in der O2 Arena im Londoner Stadtteil Greenwich, wo die ATP Finals seit 2009 und noch bis einschließlich 2020 stattfinden. Zunächst wird Stefanos Tsitsipas hereingebeten, kurz darauf folgt sein Kontrahent.
H2H
 
Eben jenes Endspiel von Peking verlor Tsitsipas im Oktober gegen Dominic Thiem. Es war dessen vierter Sieg im sechsten Duell seit dem ersten Aufeinandertreffen 2018 in Doha. Alle Matches fanden unter freiem Himmel statt. Die zwei Erfolge des Griechen kamen 2018 in Barcelona (Sand) und auf dem Hartplatz beim Rogers Cup in Toronto zustande. Thiem errang drei seiner Siege auf Hartplatz.
Tsitsipas 2019
 
Auf Rang 5 ließ sich Stefanos Tsitsipas in diesem Jahr auch schon mal kurz blicken. Nie stand der Grieche besser. Momentan ist es Position 6. Der 21-Jährige kommt bislang auf drei ATP-Turniersiege. Zwei davon gelangen in dieser Saison - bei den 250ern in Marseille und Estoril. Darüber hinaus bestritt der Rechtshänder erstmals ein Grand-Slam-Halbfinale - im Januar bei den Australian Open. Darüber hinaus stand Tsitsipas in den Endspielen von Dubai, Madrid (sein insgesamt zweites Masters-Finale) und Peking. Hinzu kamen noch vier weitere Halbfinals.
Thiem 2019
 
Damit würde Thiem eine ohnehin eindrucksvolle Saison krönen. Fünf Turniersiege hat der Lichtenwörther bereits auf der Habenseite - nie waren es mehr in einem Jahr. Der Rechtshänder gewann in Indian Wells seinen ersten Masters-Titel, stand zum zweiten Mal in Folge im French-Open-Finale, feierte emotionale Triumphe in Kitzbühel und Wien. Mit letztgenanntem Erfolg schraubte Thiem seine Bilanz auf 16 Karrieretitel. Über seine beste Ranglistenposition (4.) kam er allerdings nicht hinaus. Aktuell wird er auf Platz 5 geführt.
Thiem
 
Dominic Thiem hatte mit einem 7:5, 7:5 gegen Roger Federer begonnen, rang danach Novak Djokovic in drei Sätzen nieder, ehe die verschmerzbare Pleite gegen Matteo Berrettini folgte. Im Semifinale war der an 5 gesetzte Niederösterreicher wieder voll auf der Höhe und bezwang den Titelverteidiger Alexander Zverev in zwei Sätzen. Nachdem der 26-Jährige seit seinem Finals-Debüt 2016 dreimal nicht über die Gruppenphase hinauskam, strebt er nun den ganz großen Wurf an.
Tsitsipas
 
Beide Spieler holten sich im Round-Robin-Modus jeweils den Gruppensieg. Erst als nach zwei Siegen ihr Weiterkommen bereits feststand, erlaubten sie sich je eine Niederlage, um in den Halbfinals eindrucksvoll in die Spur zurückzufinden. Stefanos Tsitsipas schlug Daniil Medvedev und Alexander Zverev in zwei Sätzen, hatte danach gegen Rafael Nadal über beinahe drei Stunden nur ganz knapp das Nachsehen. In der Vorschlussrunde räumte der 21-Jährige Roger Federer in zwei Sätzen aus dem Weg. So stürmte der an 6 gesetzte Grieche gleich bei seiner ersten Teilnahme ins Finale.
ATP Finals
 
Zum Abschluss der Saison findet das Turnier der acht besten Tennisspieler des Jahres heute den krönenden Höhepunkt. Über die gesamte Woche haben sich zwei Profis herauskristallisiert, die bei den ATP Finals dank ihrer überzeugenden Leistungen verdientermaßen ins Endspiel um den inoffiziellen Weltmeistertitel eingezogen sind. Für beide wäre das der größte Erfolg überhaupt. Entsprechend spricht Dominic Thiem vom "wichtigsten Match" seiner Karriere neben den beiden French-Open-Finals.
Willkommen
 
Herzlich willkommen bei den ATP-Finals zum Finale zwischen Stefanos Tsitsipas und Dominic Thiem.
S. Tsitsipas [6]
D. Thiem [5]
6
6
7
7
2
6
 
Weltrangliste
Spielerprofile
S. Tsitsipas
Ranking:
6
Geburtsd.:
12.08.1998
Größe:
1.93
Gewicht:
85
Bilanz:
54-26
Preisgeld:
USD 10.425.605
D. Thiem
Ranking:
5
Geburtsd.:
03.09.1993
Größe:
1.85
Gewicht:
79
Bilanz:
48-18
Preisgeld:
USD 22.132.368