Cookie-Einstellungen

Tennis

Saison 2017

- Viertelfinale

, -
R. Federer
[3]
Match beendet
 
J. M. del Potro
[24]
R. Federer
J. M. del Potro
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
4. Satz
5
6
68
4
7
3
710
6
Arthur Ashe Stadium | Viertelfinale
Spielzeit: 02:50 h
Letzte Aktualisierung: 18:38:46
Federer
del Potro
Abschied
 
Das war's nun aber von einer weiteren lagen Tennisnacht aus Flushing Meadows! Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spaß wie wir und würden uns freuen, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - vielleicht ja schon morgen, wenn die beiden Semifinals der Damen (mit vier Amerikanerinnen!) anstehen. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Nachteulen einen angenehmen Schlaf!
Ausblick
 
Egal, wem der Court nun generell gehört - heute ist del Potro hier der Chef im Ring gewesen. Ob er das (nach zwei Wahnsinnsmatches) allerdings auch im Halbfinale zeigen kann, bleibt dahin gestellt: Denn mit dem Spanier Rafa Nadal wartet dort nicht nur die Nummer eins der Welt, sondern auch der bei diesem Turnier bisher wohl formstärkste Spieler.
Del Potro
 
Interessant übrigens, wie del Potro das Interview nach dem Match angeht. Auf die Frage, ob er Respekt vor Federer und dessen Fans hatte, gibt es eine ganz klare Antwort: ''Bei diesen Fans hier? Das sind meine Fans. Und das hier ist auch mein Court. Das wisst ihr doch nun alle.''
Fazit
 
Verantwortlich dafür waren vor allem zwei Dinge. Zum einen die Satzbälle, die Federer im Tiebreak des dritten Satzes vergab - und zum anderen der Fakt, dass del Potro im vierten Satz ein nahezu perfektes Spiel ablieferte (12 Winner, nur ein Unforced Error, 13/14 Punkten beim ersten Aufschlag).
Fazit
 
Man muss den Wahnsinn mal beim Namen nennen: Im Achtelfinale wollte del Potro gegen Thiem im zweiten Satz noch aufgeben, heute schlägt er Roger Federer und zieht in das Halbfinale ein - der Tennissport schreibt einfach die schönsten Geschichten.
5:7, 6:3, 6:7, 4:6
Und das war's - mit einer aus dem Halbfeld abgeschossenen Vorhand macht del Potro den Sack zu und zieht zum zweiten Mal in das Halbfinale der US Open ein!
5:7, 6:3, 6:7, 4:5
 
Es ist ein Tanz auf Messers Schneide! Aber del Potro behält die Nerven, spielt ganz ruhig seinen Stiefel herunter, wird mit der Vorhand immer druckvoller und erzwingt am Ende den Volleyfehler bei Federer - 40:30 und damit Matchball für den Argentinier!
5:7, 6:3, 6:7, 4:5
 
In der Tat - Federer kann über del Potros Rückhand sogar zum 30:30 ausgleichen!
5:7, 6:3, 6:7, 4:5
 
Federer kann aber immerhin seinen zweiten Returnpunkt des Satzes holen und auf 30:15 verkürzen. Irgendwie muss sich der Schweizer hier ja nochmal motivieren ...
5:7, 6:3, 6:7, 4:5
 
Und genau so sieht es auch aus! Erst punktet del Potro über den Zweiten und mit der Vorhand Inside-In, dann legt er ein weiteres Ass ins Feld - 30:0!
5:7, 6:3, 6:7, 4:5
 
Pünktlich zum ''Serving for the Match'' gibt es nochmal neue Bälle - da kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen!
5:7, 6:3, 6:7, 4:5
 
Auch den Spiel-beendenden Rückhandwinner spielt Federer die Linie entlang punktgenau ins Eck. Dass er es kann, ist klar - er zeigt es heute nur zu selten! Und damit ist es bei 5:4 nun an Juan Martin del Potro, diese Partie bei eigenem Aufschlag zu beenden.
5:7, 6:3, 6:7, 3:5
 
... bevor der Schweizer mit einer ganz coolen Vorhand cross aus dem Halbfeld dann auch noch zum 40:30 punkten kann.
5:7, 6:3, 6:7, 3:5
 
Das ist die Reaktion, die man sich vom Maestro erhofft. Zwei Servicewinner sorgen zumindest für das 30:30 ...
5:7, 6:3, 6:7, 3:5
 
WAHNSINN! Del Potro agiert plötzlich wie entfesselt, punktet mit der Vorhand aus dem Halbfeld zum 0:15 und legt dann noch eine Vorhand cross ins Eck - unter der sich Federer auch noch wegduckt! 0:30 - und beim Schweizer geht gerade alles schief!
5:7, 6:3, 6:7, 3:5
 
... und zehn Sekunden später ist dann auch dieses Spiel eingetütet. 5:3 für del Potro - und Federer muss plötzlich gegen den Matchverlust aufschlagen!
5:7, 6:3, 6:7, 3:4
 
Über Federers Rückhand geht es für den Argentinier dann zum 40:0 (Federer mit genau einem Returnpunkt im vierten Satz) ...
5:7, 6:3, 6:7, 3:4
 
Del Potro legt hier jetzt aber auch keine Pausen mehr ein. Zumindest nicht bei eigenem Aufschlag - ein Servicewinner und sein elftes Ass bringen das schnelle 30:0.
5:7, 6:3, 6:7, 3:4
 
Einen Doppelfehler schiebt der Schweizer zwar noch schnell ein, aber bei 40:15 kann er del Potro dann mal wieder mit dem ersten Aufschlag zum Fehler zwingen - nur noch 4:3 für den Argentinier, der aber nach wie vor mit einem Break vorne liegt.
5:7, 6:3, 6:7, 2:4
 
Das ist zumindest mal wieder ein typisches Federer-Spiel. Zum 15:0 geht es per Servicewinner, zum 30:0 mit einem grenzgenialen Rückhandstopp aus der Bewegung und zum 40:0 dann mit einem Ass durch die Mitte. Es könnte doch alles so einfach sein ...
5:7, 6:3, 6:7, 2:4
 
... und anschließend hat del Potro dann auch keine Mühe, das Spiel einzutüten, das Break damit zu bestätigen und auf 4:2 vorzulegen. Und so langsam wird es eng für Roger Federer!
5:7, 6:3, 6:7, 2:3
 
Zum 40:15 geht es dann, weil Federer wie so oft am heutigen Abend eine leichte Rückhand ins Netz spielt ...
5:7, 6:3, 6:7, 2:3
 
Aber del Potro kratzten solche minimalen Rückschläge heute kein bisschen. Der Argentinier serviert ein Ass mit dem Zweiten (!) zum 15:15 und legt dann die nächste Hammervorhand zum 30:15 ins Feld.
5:7, 6:3, 6:7, 2:3
 
Ja gut, soviel dazu: Mit einer feinen Rückhand longline stellt FedEx gleich mal auf 0:15.
5:7, 6:3, 6:7, 2:3
 
Und dieses Break Rückstand stellt Federer ja noch vor ein ganz anderes Problem: In diesem vierten Satz hat er bei Aufschlag del Potro bislang nämlich exakt null Punkte gewonnen. Zero. Nada. Nix.
5:7, 6:3, 6:7, 2:3
 
DelPo! Von den Rängen schallt es ''Ole, Ole'', auf dem Court ballt del Potro nach seinem starken Rückhandreturn die Linie entlang die Faust - sein zweiter Rückhandwinner des gesamten Matches bringt dem Argentinier das erste Break im vierten Durchgang!
5:7, 6:3, 6:7, 2:2
 
Aber es folgt dann doch wieder so ein völlig unerklärlicher Fehler bei Federer: Diesmal hämmert er sogar einen Smash ins Netz. Vorteil und Breakchance del Potro!
5:7, 6:3, 6:7, 2:2
 
Und den zweiten Breakball wehrt der Schweizer dann mit einer wunderbaren Vorhand Inside-In ab - dem Ball, der heute eigentlich dauerhaft NICHT funktioniert. Einstand!
5:7, 6:3, 6:7, 2:2
 
Breakball Nummer eins kann Federer aber abwehren, weil er es selbst mit seinem zweiten Aufschlag ans Netz schafft und dort mit dem Smash auf 30:40 stellen kann.
5:7, 6:3, 6:7, 2:2
 
Und plötzlich wackelt Federer doch wieder! Erst holzt er eine Vorhand Inside-In in den Korridor, dann leistet er sich auch noch einen unnötigen Fehler mit der Vorhand - und steht im Handumdrehen einem 15:40 gegenüber!
5:7, 6:3, 6:7, 2:2
 
Zwei Servicewinner von del Potro beenden dann auch dieses Aufschlagspiel im Eiltempo - 2:2, alles in der Reihe in Satz vier!
5:7, 6:3, 6:7, 2:1
 
Del Potros Vorhandwinner zum 15:0 ist weniger bemerkenswert als das, was dann folgt: Der Argentinier schlägt einen Winner mit der Rückhand longline - voll durchgezogen!
5:7, 6:3, 6:7, 2:1
 
Zu Null geht es für Federer dann auch zum 2:1 - nach der ganzen Aufregung in Satz drei tut so ein gradliniger Auftakt aber ja auch mal gut (der nur knapp über vier Minuten gedauert hat).
5:7, 6:3, 6:7, 1:1
 
Offenbar hat die ATP in der Satzpause das Returnieren verboten. Auch bei del Potro schafft es kein Rückschlag auf die andere Seite vom Netz - das nächste schnelle 40:0 ist die Folge.
5:7, 6:3, 6:7, 1:1
 
Soviel dazu. Sie wollen schnell? Dann kurz mal bei del Potro geschaut - der Argentinier benötigt nur 65 Sekunden, um zu Null auf 1:1 zu stellen.
5:7, 6:3, 6:7, 1:0
 
Zu 15 tütet der Schweizer sein Aufschlagspiel am Ende dann auch ein - 1:0 und ein sicherer Start in den vierten Satz für Roger Federer.
5:7, 6:3, 6:7, 0:0
 
Natürlich darf sich Federer jetzt keine Blößen mehr geben. und so serviert der Schweizer dann auch erstmal - bis zum 40:0 dauert es keine 60 Sekunden.
Zwischenfazit
 
Ich kann Ihnen nur raten: Schalten Sie ein, lesen Sie weiter mit und schonen Sie ihre Fingernägel - dieses Drama wird noch eine Weile dauern!
5:7, 6:3, 6:7
Das Publikum kriegt sich nicht mehr ein: Mit einem Return vor die Füße des aufrückenden Federer erzwingt del Potro den Volleyfehler beim Schweizer und sichert sich den dritten Satz mit einem 10:8 im Tiebreak!
5:7, 6:3, 6:6
 
Jep! Del Potro geht seinem Service hinterher - und punktet am Netz zum 9:8. Satzball für den Argentinier!
5:7, 6:3, 6:6
 
Das Drama findet kein Ende: Federer legt auch zum 8:7 vor - aber del Potro spielt mal wieder sensationell mit der Vorhand und kann auch diesen Satzball abwehren. Das wird wohl Zeit für einen eigenen?
5:7, 6:3, 6:6
 
Das ist doch komplett irre: Federer hat am Netz alle Optionen, lässt den Ball aber aufkommen und verzeiht die Rückhand dann so sehr, dass der Ball erst einen Meter hinter der Grundlinie landet. 7:7!
5:7, 6:3, 6:6
 
Da wird einem dann doch ein bisschen schummerig: Mit einem Doppelfehler (!!) gibt del Potro den Punkt zum 6:7 ab und schenkt Federer so seinen dritten Satzball. Und das bei eigenem Aufschlag!
5:7, 6:3, 6:6
 
Nicht schlecht: Mit einem Servicewinner wehrt der Übercoole del Potro auch den zweiten Satzball ab und gleicht zum 6:6 aus. Ist das spannend!
5:7, 6:3, 6:6
 
Cool, cooler, del Potro? Auff jeden Fall geht der Argentinier beim Return volles Risiko und kann so Satzball Nummer eins abwehren ... nur noch 6:5 für Federer!
5:7, 6:3, 6:6
 
Federer kann jetzt natürlich selber zum Satzgewinn aufschlagen. Und zum 6:4 punktet der Baselbieter dann auch ohne große Mühe - was ihm zwei Satzbälle einbringt.
5:7, 6:3, 6:6
 
Ei, ei, ei! Del Potro kann zwar zum 4:4 ausgleichen, dann verlässt ihn aber seine bisher so starke Vorhand und segelt ins Netz - Minibreak und 5:4 für Roger Federer!
5:7, 6:3, 6:6
 
Die Fans feiern schon das nächste Ass von FedEx, aber del Potro nimmt die Challenge - und bekommt Recht. Und die Punktwiederholung sichert sich der Argentinier dann über Federers Vorhand - 4:3 FedEx, alles wieder in der Reihe in diesem Tiebreak!
5:7, 6:3, 6:6
 
Mit einem guten Ersten bereitet Federer den Punktgewinn vor, mit der Vorhand aus dem Halbfeld schließt er ihn ab - Seitenwechsel und 4:2 für den Schweizer!
5:7, 6:3, 6:6
 
Den zweiten Punkt bei eigenem Aufschlag sichert sich del Potro dann zwar, aber auch bei 2:3 ist dieses Minibreak Rückstand natürlich extrem gefährlich.
5:7, 6:3, 6:6
 
Del Potro will die Rückhand dauerhaft umlaufen, aber Federer findet immer wieder den richtigen Winkel und kann am Ende den Fehler beim Argentinier erzwingen - Minibreak Federer, 3:1!
5:7, 6:3, 6:6
 
Aber auch das hilft nur marginal: Del Potro erwischt seinen folgenden Rückhandreturn nämlich perfekt und passiert den ans Netz stürmenden Federer cross zum eigenen Minibreak. 2:1 für den Schweizer!
5:7, 6:3, 6:6
 
Ist das stark! Federer findet sich umgehend in der Defensive wieder, verteidigt aber prima - und wischt als Konter dann eine Vorhand cross genau hinten ins Eck. 2:0!
5:7, 6:3, 6:6
 
Hui! Del Potro will das Tempo anziehen, wischt seine Vorhand cross aber in den Korridor - Minibreak und 1:0 für Roger Federer!
5:7, 6:3, 6:6
 
Tiebreaks haben beide 2017 übrigens schon zuhauf gespielt: Federer steht bei 18:6, del Potro bei 10:5.
5:7, 6:3, 6:6
 
... und gleich den ersten Spielball tütet Federer dann auch ein, was für uns bedeutet: Es geht zum zweiten Mal heute in den Tiebreak!
5:7, 6:3, 5:6
 
Über die Rückhandv on del Potro geht es für Federer dann zum 30:0, mit einem Volleywinner anschließend zu drei Spielbällen ...
5:7, 6:3, 5:6
 
Ist das cool von Federer! Während das ganze Stadion noch del Potro besingt, serviert der Schweizer einfach mal das Ass zum 15:0. Und schon ist Ruhe im Karton!
5:7, 6:3, 5:6
 
... und kann auch gleich den ersten nutzen, weil Federer eine Vorhand Inside-Out weit in den Korridor legt. 6:5 für del Potro!
5:7, 6:3, 5:5
 
Mit einem massiven Aufschlag durch die Mitte, der abermals Federers Schlägerrahmen erwischt, kommt DelPo dann zu zwei Spielbällen ...
5:7, 6:3, 5:5
 
Del Potro schafft es mit einer Rahmenvorhand fast, Federer hinter der Grundlinie abzuschießen. Gut für den Argentinier, dass dieser Ausrutscher von zwei Federer-Fehlern eingerahmt wird - 30:15.
5:7, 6:3, 5:5
 
... doch den zweiten Spielball kann FedEx dann nutzen und zum 5:5 ausgleichen. Und auch Satz drei geht in die Overtime!
5:7, 6:3, 4:5
 
Federer kann dann genau wie del Potro eben auf 40:0 stellen, vergibt den ersten Spielball aber mit dem nächsten Rückhandfehler ...
5:7, 6:3, 4:5
 
Zwei del Potro-Fehler von der Grundlinie bescheren Federer bei 30:0 einen entspannten Start in sein Aufschlagspiel, da hilft dem Argentinier auch die Challenge nicht.
5:7, 6:3, 4:5
 
Mit seinem siebten Ass des Abends schnappt sich DelPo das Spiel dann zu Null und legt zum 5:4 vor. Und schon steht Federer hier doch wieder unter Druck, gegen den Satzverlust aufschlagen zu müssen.
5:7, 6:3, 4:4
 
... und anschließend dank Federers nächstem viel zu langem Vorhandreturn auf 40:0 stellen.
5:7, 6:3, 4:4
 
Im Duell am Netz hat del Potro dank seiner großen Spannweite das bessere Ende für sich. Mit einem Servicewinner kann der Argentinier dann auch zum 30:0 nachlegen ...
5:7, 6:3, 4:4
 
Ob del Potro wohl immer noch die vergebenen Breakchancen bei 3:0 nachhängen? Tatsächlich wirkt der Argentinier nämlich zum ersten Mal heute ein bisschen nachdenklich ...
5:7, 6:3, 4:4
 
Am Ende kann Federer dann aber doch zwei weitere gute Erste aneinander reihen und so auf 4:4 stellen - und in Satz drei ist plötzlich doch wieder alles in der Reihe!
5:7, 6:3, 3:4
 
Aber so einfach geht hier heute gar nichts. Federer patzt mal wieder mit einer leichten Rückhand, die weit im Korridor landet - Einstand!
5:7, 6:3, 3:4
 
.. das del Potro zwar ausgleichen kann, anschließend aber auch gleich wieder einen Servicewinner zum 40:30 für Federer einstecken muss.
5:7, 6:3, 3:4
 
Und auch bei eigenem Aufschlag läuft es bei FedEx wieder besser. Sein elftes Ass sorgt mal wieder für das 30:15 ...
5:7, 6:3, 3:4
 
Was aber zählt, ist dies: Federer hat das Re-Break geschafft und ist wieder drin im dritten Satz. Mal sehen, wer von beiden auf dieser Achterbahnfahrt das nächste Tal erwischt!
5:7, 6:3, 3:4
 
Endlich ist nun auch die Schweizer Hälfte des Publikums aufgewacht, denn Federer nutzt den Breakball tatsächlich - weil del Potro sich den nächsten Doppelfehler erlaubt. Dieses Problem beim Service, die beide mit sich herumtragen, könnte am Ende eine ganz entscheidende Rolle spielen ...
5:7, 6:3, 2:4
 
Aber: Hier kommt Roger Federer! Der Schweizer wittert seine Chance, lässt del Potro laufen und spielt ihn am Ende mit der Rückhand longline aus - 30:40, Breakchance für den Schweizer!
5:7, 6:3, 2:4
 
Da dreht man sich ein Mal um ... und schon hat del Potro sein vielversprechendes 15:0 in ein eher ungünstiges 15:30 verwandelt. Aber der Argentinier nimmt einfach einen ersten Aufschlag zur Hand und gleicht zum 30:30 aus.
5:7, 6:3, 2:4
 
Eins muss man übrigens zum Niveau der Partie sagen: Es ist in der Tat nicht das erhoffte Highlightfestival - aber die Zahlen bei den Winnern (Federer:39 und DelPo: 30) sprechen doch für eine sehr pro-aktiv geführte Partie.
5:7, 6:3, 2:4
 
... und am Ende schlägt Federer noch ein Ass, um den Spielgewinn schnellstmöglich einzutüten. 2:4 - und weiter geht die Jagd nach dem dringendst benötigten Break!
5:7, 6:3, 1:4
 
Sie kennen das Spielchen schon: Erst schenkt Federer einen Punkt mit der Rückhand in den Korridor ab, dann punktet er mit Serve-and-Volley zum 40:15 ...
5:7, 6:3, 1:4
 
Bei Federer muss offenbar ein bisschen Frust raus. Erst punktet der Schweizer mit dem Smash, dann mit einem Servicewinner - 30:0.
5:7, 6:3, 1:4
 
Am Ende ist aber auch dies ein relativ entspanntes Aufschlagspiel für del Potro, der den letzten Punkt mit einem schönen Rückhandslice die Linie entlang eintütet und auf 4:1 stellt. Der Argentinier ist einer der wenigen Spieler, bei denen dieser Slice eine wirkliche Waffe ist - was aber natürlich auch daher rührt, dass er die Rückhand wegen seiner angeschlagenen Handgelenke nur in Extremsituationen durchziehen mag.
5:7, 6:3, 1:3
 
Nanu? Del Potro leistet sich auch mal seinen ersten Doppelfehler - nur noch 40:30!
5:7, 6:3, 1:3
 
Kein Problem für DelPo, der erst mit dem ersten Aufschlag und anschließend mit dem nächsten perfekten Passierball mit der Vorhand longline punktet - 40:15!
5:7, 6:3, 1:3
 
Einen schwachen Netzangriff von FedEx beantwortet del Potro mit einer erstklassigen Rückhand longline. Aber der Schweizer will es jetzt wissen, verteidigt prima und kann den Vorhandfehler beim Argentinier erzwingen - 15:15!
5:7, 6:3, 1:3
 
Mit einer schönen Rückhand cross holt sich Federer das Spiel dann aber doch und stellt auf 1:3. Und so sicher ist der Spielstand jetzt nicht, als dass del Potro hier nun locker machen könnte ...
5:7, 6:3, 0:3
 
Zum ersten Mal heute (!) wehrt Federer einen Breakball ab und stellt anschließend per Ass auf Vorteil. Das zweite Break wäre in dieser Situation aber auch fatal gewesen ...
5:7, 6:3, 0:3
 
Wahnsinn, das Publikum ist da! Erst punktet Federer wenig aufregend zum 30:30, aber dann erläuft del Potro einen Stopp und punktet mit dem grandiosen Gegenstopp mit der Rückhand - 30:40 und Breakball für den Argentinier!
5:7, 6:3, 0:3
 
Sie kennen das schon: Was rede ich hier eigentlich? Erst holzt del Potro einen leichten Volley ins Netz, dann hilft Federer ihm mit zwei verzogenen Vorhandbällen aus der Rückhandecke zurück auf die Beine. 15:30!
5:7, 6:3, 0:3
 
Sechs (!!) unnötige Fehler hat Federer in diesem dritten Satz schon angehäuft, der siebte bringt del Potro dann das 3:0 - es läuft beim Argentinier. Für wie lange, das lassen wir aber mal gekonnt dahingestellt ... denn in diesem Match verläuft bisher ja überhaupt nichts gradlinig.
5:7, 6:3, 0:2
 
Soviel dazu: Federers nächster Return landet zwei Meter von ihm selber entfernt schon wieder auf dem Boden - 40:15.
5:7, 6:3, 0:2
 
Federer kann zwar umgehend zum 0:15 vorlegen, weil del Potro eine Challenge misslingt, aber der Argentinier serviert sich dann mal wieder ohne große Mühe zum 30:15. FedEx MUSS diese Returns in den Griff kriegen, sonst nimmt das hier kein gutes Ende ...
5:7, 6:3, 0:2
 
Soviel zu den vermeidbaren Fehlern: Mit einem weiteren Doppelfehler gibt Federer sein erstes Aufschlagspiel im dritten Satz einfach so ab. 2:0 für del Potro!
5:7, 6:3, 0:1
 
Federer kann das zwar ausgleichen, aber der nächste vermeidbare Fehler mit der Vorhand sorgt dann für das 30:40 - und einen Breakball für del Potro!
5:7, 6:3, 0:1
 
Aber was rede ich hier so viel? Am Ende wird doch wieder alles auf den Kopf gestellt - in diesem Fall von zwei fabelhaften Returns von DelPo zum 15:30.
5:7, 6:3, 0:1
 
Federers größter Fokus muss natürlich auf den Returns liegen: Nach einer Erfolgsquote von 88 Prozent im ersten Satz hat del Potro im zweiten Durchgang nämlich nur noch 77 Prozent der Punkte mit dem Ersten gewonnen ...
5:7, 6:3, 0:1
 
Das sechste Ass von del Potro ist dann aber über jeden Zweifel erhaben: 1:0 für den Argentinier in diesem dritten Durchgang.
5:7, 6:3, 0:0
 
Zum 40:30 macht er das dann aber erstmal ganz gut, wenngleich der Punkt am Ende durch einen Rahmentreffer von Federer zustande kommt.
5:7, 6:3, 0:0
 
Aber natürlich stellt sich die Frage: War dieser Satzgewinn der Moment, in dem das Match endgültig gekippt ist? Zumindest muss del Potro gleich mal ein 30:30 verteidigen ...
Zwischenfazit
 
Verkehrte Welt in Satz zwei: Nachdem del Potro im ersten Durchgang noch der sicherere und solidere Spieler von beiden war, ist es nun Federer, der weniger Fehler macht und sich vor allem auch mal traut, die Initiative zu übernehmen. Natürlich kann sich del Potro gen Ende des Satzes auch eine Auszeit zum Kraftsparen geleistet haben - schauen wir einfach mal, wie die beiden in den dritten Satz hinein kommen.
5:7, 6:3
Und nach 77 Minuten ist der Drops dann gelutscht: Federer punktet mit einem Vorhandschuss aus dem Halbfeld und stellt auf 1:1 nach Sätzen!
5:7, 5:3
 
Del Potro kann zwar verkürzen, aber Federer lässt den Fuß auf dem Gaspedal und punktet mit dem nächsten guten ersten Aufschlag zum 40:15 - und zwei Satzbällen!
5:7, 5:3
 
Mit Serve-and-Volley geht es für FedEx zumindest schon mal zum 15:0, ein schöner Passierball mit der Rückhand die Linie entlang bringt ihm dann schon das 30:0 ...
5:7, 5:3
 
Del Potro zieht das Spiel dann auch durch und stellt zu 15 auf 3:5 - aber nun ist es natürlich an Roger Federer, hier selbst zum Satzgewinn aufzuschlagen.
5:7, 5:2
 
Da darf del Potro ein Mal tief durchatmen. Denn bei 0:15 hat er erstmal Glück mit einem eigenen Netzroller und kann anschließend dank eines Rahmentreffers von Federer auf 30:15 stellen.
5:7, 5:2
 
Ein Netzroller von Federer fällt am Ende doch in sein eigenes Feld zurück, aber anschließend kann sich der Maestro am Netz den Schmetterball erarbeiten und diesen auch nutzen - 5:2!
5:7, 4:2
 
Dumm nur, dass Federer da so überhaupt nicht mitspielt: Zwei Asse und ein Servicewinner führen zum ungefährdeten 40:0.
5:7, 4:2
 
Ein abschließender Servicewinner des Argentiniers bringt ihm immerhin das 2:4. Und jetzt wäre für del Potro dann wohl der optimale Zeitpunkt, um mal über das benötigte Re-Break nachzudenken ...
5:7, 4:1
 
Klar, Federer stresst sich bei Aufschlag del Potro nun nicht mehr ganz so sehr. Der Argentinier kann ohne viel Gegenwehr auf 40:0 stellen - aber was das Break Rückstand angeht, hilft das natürlich wenig.
5:7, 4:1
 
Am Ende reicht der nächste Vorhandwinner dann aber aus, um das Spiel einzutüten, das Break zu bestätigen und zum 4:1 vorzulegen. Und so langsam kann sich del Potro wohl schon auf den dritten Satz einstellen ...
5:7, 3:1
 
Soviel dazu: Bei 40:15 serviert Federer erstmal den nächsten Doppelfehler. Das sind Dinge, die man vom Schweizer sonst so gut wie nie sieht ...
5:7, 3:1
 
Und auch den Punkt zum 40:15 kann Federer dann mit einem herrlichen Volley noch nachlegen - hat der Schweizer hier tatsächlich zu seinem Spiel gefunden?
5:7, 3:1
 
Kommt Federer hier jetzt ins Rollen? Zumindest zum nächsten 30:0 geht es wieder ganz flott ...
5:7, 3:1
 
Bärenstark von Roger Federer, der den ans Netz stürmenden del Potro mit der Vorhand Inside-Out passiert und sich zu Null (!) das Break zum 3:1 sichert. Allez!
5:7, 2:1
 
Del Potro kann plötzlich nur noch mitspielen,. während FedEx hier komplett die Initiative übernimmt - was ihm über del Potros Vorhand doch tatsächlich das 0:40 einbringt. Drei Breakchancen - das gab es heute noch gar nicht!
5:7, 2:1
 
Und plötzlich will es Federer wissen. Gleich zwei Mal kann er del Potro auf dessen Rückhand zu Fehlern zwingen - 0:30!
5:7, 2:1
 
Unter dem Strich muss ich mir selber sofort widersprechen: Denn zu 15, das gilt natürlich schon als souveränes Aufschlagspiel. 2:1 für den Maestro, der sich aber trotz allem weiter schwer tut!
5:7, 1:1
 
Um ein Haar verschlägt Federer gleich den nächsten Smash. Und auch, wenn er anschließend zum 30:0 vorlegen kann: Mittlerweile gibt es kaum noch souveräne Sequenzen vom Schweizer - drei oder gar vier Punktgewinne in Folge sind hier offenbar nicht eingeplant.
5:7, 1:1
 
Dann macht del Potro aber doch mal wieder kurzen Prozess, punktet mit der Vorhand cross zum Vorteil und anschließend mit dem ersten Aufschlag zum Spielgewinn - 1:1!
5:7, 1:0
 
Aber auch Federer kann den anschließenden ersten Spielball des Argentiniers abwehren, weil er endlich auch mal wieder eine Vorhand satt trifft und damit Inside-Out punktet. Einstand, die zweite!
5:7, 1:0
 
Kein Problem für del Potro: Gewohnt sicher wehrt der Argentinier diese erste Breakchance gegen sich mit einem Vorhandwinner aus dem Halbfeld ab. Einstand!
5:7, 1:0
 
Und plötzlich hat Federer wie aus dem Nichts sogar eine Breakchance, weil del Potro seinen zweiten Aufschlag nur einwirft und der Schweizer sofort ans Netz vorrücken kann. 30:40!
5:7, 1:0
 
Soviel dazu. Erst legt del Potro einen Angriffsball mit der Rückhand cross in den Korridor, dann holzt er eine Vorhand ins Netz. 30:30!
5:7, 1:0
 
Und wie kontert del Potro? Erst mal mit zwei Assen am Stück zum 30:0. Während Federer immer fahriger agiert, wird der Argentinier immer solider ...
5:7, 1:0
 
Mit einem Ass und ohne weitere Breakbälle gegen sich kann Federer sein Aufschlagspiel dann aber doch mit einem positiven Abschluss versehen und zum 1:0 vorlegen.
5:7, 0:0
 
Erst verzieht Federer eine Vorhand aus dem Halbfeld zum Einstand, dann legt er aber doch wieder mit einem Smash vor. Den Verlauf dieser Partie (aus Federers Sicht) eine Schweizer Achterbahn zu nennen, wäre fast noch untertrieben ...
5:7, 0:0
 
Den darauf folgenden leichten Rückhandfehler cancelt Federer umgehend mit einem Servicewinner zum 40:30 aus - aber sicher wirkt das alles absolut nicht.
5:7, 0:0
 
Del Potro beginnt den Satz gleich wieder mit einem herrlichen Vorhandwinner. Aber Federer gibt sich natürlich nicht auf und punktet am Netz gleich zwei Mal zum 30:15.
Zwischenfazit
 
Einen einzigen Breakball hat es in diesem ersten Satz gegeben - genug für Juan Martin del Potro, um sich den Durchgang zu sichern. Und dabei spielt Federer eigentlich kein schlechtes Tennis - aber jede Menge Unforced Errors (elf), die ihm vor allem in den unglücklichsten Momenten unterliefen (wie der Doppelfehler im letzten Aufschlagspiel), haben dem Schweizer jegliche Chancen auf den Satzgewinn zerstört. Aber klar: Satzrückstände, das kennt Federer in Flushing Meadows anno 2017 schon zur Genüge.
5:7
Und das lässt sich der Argentinier dann nicht mehr nehmen: Ein weiterer starker erster Aufschlag bringt del Potro den ersten Satz. Chapeau!
5:6
 
Tjaja, diese Vorhand, Eben noch ein Punktegarant, dann wieder eine Fehlermaschine - der nächste Misshit von Federer bringt del Potro dann auch schon zwei Satzbälle.
5:6
 
... allerdings kann Federer sich dann doch mal wieder in das Aufschlagspiel einmischen und mit der eigenen Vorhand direkt zum 30:15 punkten. Höchste Eisenbahn für den Schweizer!
5:6
 
Und diesen Moment hat del Potro offenbar gebraucht. Zwei schnelle Punkte über Federers Vorhand bringen ihm das 30:0 ...
5:6
 
Wahnsinn: Da ist das Break für Juan Martin del Potro! Federer muss erneut über den Zweiten kommen, rückt aber trotzdem ans Netz vor - und muss sich von DelPos Vorhand cross aus vollem Lauf passieren lassen. Break vor für den Argentinier, der nun zum Satzgewinn aufschlagen darf!
5:5
 
Und Federer lässt sich beeindrucken: Der Schweizer serviert den Doppelfehler im ungünstigsten Moment und sieht sich der ersten Breakchance des Abends gegenüber!
5:5
 
Aber plötzlich brodelt das riesige Stadion wieder- denn del Potro kann mit einem Vorhandwinner die Line entlang zum 30:30 punkten!
5:5
 
Angespornt fühlt sich aber erstmal nur Federer, der ganz locker von 0:15 auf 30:15 stellt.
5:5
 
Tatsache, man muss offenbar nur danach fragen: Zum ersten Mal heute schallt das typische ''Oleee, Ole, Ole Oleeeee'' von den Rängen. Volksfestatmosphäre - let's go!
5:5
 
Mit einem letzten Servicewinner geht es für del Potro dann zum 5:5. Und Satz eins geht damit in die Overtime!
5:4
 
Kann man machen: Drei trockene Servicewinner in Serie bringen del Potro schnell das 40:0.
5:4
 
Man muss übrigens sagen: Bislang hält sich die Beteiligung des Publikums doch noch stark in Grenzen. Wobei man auch sagen muss: Gegen Thiem machten sich die vielen DelPo-Fans auch erst bei 0:2 nach Sätzen bemerkbar - dafür dann aber umso lauter und konstanter.
5:4
 
Spielball Nummer zwei kann Federer dann aber nutzen, weil er del Potro auf dessen Vorhand ausspielt - 5:4 für den Mann aus Basel!
4:4
 
Mit zwei weiteren guten Aufschlägen geht es dann zum 40:0, aber Spielball Nummer eins kann del Potro noch abwehren.
4:4
 
Aber irgendwie wird Federer mit zunehmender Spieldauer immer stärker. Die Rückhand longline ist nun schon sein 12. Winner!
4:4
 
Rums, bums, aus die Maus: Mit seinem unnachahmlichen Powertennis stellt del Potro dann auch auf 4:4 - momentan riecht hier alles verdächtig nach einem Tiebreak.
4:3
 
Mit del Potros Konter war dann allerdings zu rechnen: Per Servicewinner geht es zum 30:30, mit einem weiteren guten ersten Aufschlag zum 40:30 und dem Spielball.
4:3
 
Hui! Federer blockt einen guten Ersten von del Potro ganz trocken longline ins Eck. Und weil der Argentinier anschließend auch noch einen Vorhandvolley ins Netz drückt, hat FedEx plötzlich ein 15:30.
4:3
 
Wie so oft ist der letzte Punkt im Aufschlagspiel ein Servicewinner, mit dem FedEx zum 4:3 vorlegt. Alles in der Reihe in Satz eins - selbst auf die erste Breakchance warten wir hier noch.
3:3
 
Und obwohl del Potro dann auch mal wieder mit seiner Vorhand punkten kann, bringt Federer der nächste Angriff mit Serve-and-Volley (beim zweiten Aufschlag, wohlgemerkt) das 40:15.
3:3
 
Ein zu kurzer Lob von del Potro und ein völlig versemmelter Passierball bringen dem nun doch immer wieder ans Netz stürmenden Federer das 30:0.
3:3
 
Sobald Federer zu kurz returniert, ist del Potro mit seinem Vorhandhammer zur Stelle - die beste Waffe des Argentiniers sorgt dann auch für das 3:3.
3:2
 
Das ist der DelPo, den die Fans lieben! Zwei Mal punktet der Argentinier mit seiner wuchtigen Vorhand direkt, dann serviert er noch ein Ass - und hat das 0:30 in einen Spielball verwandelt.
3:2
 
Und schon brennt der Baum am anderen Ende! del Potro muss zwei Mal über den zweiten Aufschlag kommen, Federer spielt aggressive Return - und hat nun auch mal ein 0.30 sicher.
3:2
 
Wohl nicht, denn die nächsten beiden Punkte gehen wieder an den Schweizer und bringen ihm die 3:2-Führung. Und del Potro muss sich Gedanken über seine Rückhand machen - die bespielt Federer nämlich dauerhaft. Und so einfach wie gegen Dominic Thiem ist das mit dem Umlaufen hier heute Abend auch nicht ...
2:2
 
Denn del Potro kann in der Folge auch noch zum 30:30 ausgleichen. Ob da bei FedEx schon die Alarmglocken schrillen?
2:2
 
Federer legt bei eigenem Aufschlag mit einer wunderbaren Vorhand Inside-Out vor, muss del Potro aber dann doch wieder den Punkt zum 15:15 ''erlauben''. Oder schenkt ihm den Punkt? Wie man es auch sehen will - die Grundschläge von Federer müssen dringend sicherer werden.
2:2
 
Den zweiten Spielball nutzt del Potro dann aber über die Rückhand des Maestros - die genau wie die Vorhand noch sehr wackelig daher kommt.
2:1
 
Zum 40:15 trifft del Potro dann gleich noch eine Vorhand optimal, aber Federer kann den ersten Spielball mit einem mutigen Netzangriff abwehren.
2:1
 
Bei Aufschlag del Potro kann Federer erstmal locker auf 0:15 stellen. Das gleicht der Argentinier aber mit einem Servicewinner aus, und legt anschließend mit der starken Vorhand cross doch wieder vor - 30:15!
2:1
 
Das motiviert Federer allerdings, mal wieder in den Humorlos-Modus umzuschalten: Ein Aufschlagwinner durch die Mitte und ein Ass nach außen bringen dem Schweizer das 2:1. Wenngleich das mit wesentlich mehr Mühe verbunden war, als sich Federer erhofft haben dürfte ...
1:1
 
So einfach geht das alles dann aber doch nicht: Federers in den Korridor gelegt Vorhand Inside-Out bringt del Potro einen ersten Einstand.
1:1
 
Und weil auch del Potro dann mal eine Vorhand abrutscht, hat der Schweizer nach 0:30 bei 40:30 plötzlich doch einen Spielball.
1:1
 
Kein Problem für FedEx, der mit einem Servicewinner und einem Ass zum 30:30 ausgleichen kann.
1:1
 
Das klappt natürlich nur, solange die Grundschläge des Schweizers auch sitzen. Zwei schnelle Fehler mit der Vorhand bescheren del Potro aber ein 0:30 ...
1:1
 
Del Potro beendet sein erstes Aufschlagspiel zwar mit einem Ass, aber Federers Plan ist offensichtlich: Der Schweizer will del Potro mit vielen Stopps und steilen Winkeln laufen lassen - schließlich hat der Argentinier ja eine harte Fünfsatzpartie im Gepäck.
1:0
 
Federer kann zwar mit dem nächsten gelungenen Stopp auf 15;15 stellen, aber del Potro gibt sich keine Blöße und legt gleich wieder mit einem Servicewinner vor. Und stellt anschließend über die Rückhand des Schweizers auch auf 40:15.
1:0
 
Aber das kennen wir bereits von Federers vorherigen Auftritten: Der erste leichte Fehler mit der Vorhand wird wohl auch heute nur einer von vielen bleiben.
1:0
 
Und es gibt auch gleich das erste Highlight: Federer will wohl eigentlich mit dem Slice angreifen, entscheidet sich dann aber im letzten Moment für den Stopp - der perfekt sitzt. 1:0 für den Baselbieter!
0:0
 
Del Potro kann mit einem Vorhandwinner die Linie entlang zwar auf 15:15 stellen, aber Federer serviert sich dann schnell zum 40:15 und zwei Spielbällen.
0:0
 
Genug gequatscht, los geht's - Roger Federer schlägt als Erster auf!
Dach zu!
 
Und eine letzte INfo hab ich auch noch für Sie: Da es in New York wie aus Eimern gießt, wird die Partie heute Abend bei geschlossenem Dach stattfinden. Was auch erklärt, wieso del Potro heute Nachmittag schon in der Tennishalle trainiert hat statt draußen ...
Chair Umpire
 
Einen Schiedsrichter hat diese Partie natürlich auch: Diesen Job wird heute der gleichermaßen erfahrene wie bei den Spielern sehr beliebte Iraner Ali Nili übernehmen.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller dann auch endlich. Juan Martin del Potro betritt den Court als Erster, gleich gibt es das Erinnerungsfoto, den Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es auch schon losgehen!
Verspätung
 
Ausnahmsweise kann ich Ihnen verkünden, dass unser Match nur mit einer minimalen Verspätung losgehen wird. Denn Madison Keys (USA) hat mit ihrem Sieg gegen Kaia Kanepi (EST) soeben für ein rein amerikanisches Damenhalbfinale gesorgt - und damit ist der Court im Arthur Ashe Stadium nun frei für unsere beiden Akteure.
Der FedEx-Stopper
 
Einen Fakt zu dem epischen Endspiel von 2009 habe ich Ihnen übrigens noch unterschlagen: Denn nicht nur war es del Potros erster und einziger großer Titel - Federer hatte bis zu dem Abend auch sage und schreibe fünf Jahre lang (!) nicht mehr in New York verloren.
US Open
 
Und so bleibt noch ein kurzer Moment, um uns die Geschichte des Turniers ein wenig genauer anzuschauen. Seit ihrer Erstaustragung im Jahr 1881 sind die Open das zweitälteste Tennisturnier der Welt (nach Wimbledon), gespielt wird im New Yorker Stadtteil Queens/Flushing Meadows auf der Anlage des USTA Billie Jean King National Tennis Center - und der Centre Court, das gewaltige Arthur Ashe Stadium, ist mit seinen fast 24.000 Sitzplätzen das größte reine Tennisstadion der Welt. Kein Wunder also, dass es für einen Tennisspieler wenig Größeres gibt, als hier vor ausverkauftem Haus und unter Flutlicht in der Nightsession antreten zu dürfen - nebenbei gibt es bei diesem Turnier aber auch noch rekordverdächtige 50,4 Millionen Dollar (Herren und Damen gemeinsam) zu gewinnen. Und natürlich hat die Veranstaltung auch zwei Titelverteidiger: Das Dameneinzel gewann 2016 die Deutsche Angelique Kerber, bei den Herren war vor 12 Monaten der in diesem Jahr verletzte Stan Wawrinka (SUI) erfolgreich.
Head 2 Head
 
Was aber vor allem anderen spannend ist, ist der Blick auf den direkten Vergleich. Denn Federers 16:5-Bilanz erzählt nur die halbe Geschichte - zahlreiche von Federers bittersten Niederlagen passierten nämlich gegen del Potro (unter anderem zwei Mal Finale in Federers Heimatstadt Basel 2012 und '13 sowie das Endspiel der US Open 2009, als del Potro nach einer wahren Fünfsatzschlacht den größten Erfolg seiner Karriere feiern konnte).
Del Potro 2017
 
Tatsächlich dürften dem Mann aus Tandil aber auch seine aktuellen Ergebnisse Spaß machen. Denn ein Erstrundenmatch hat del Potro 2017 noch nicht verloren - dafür aber in Delray Breach schon ein Halb- und beim Masters in Rom das Viertelfinale erreicht.
DelPo
 
Und so kann es dem Argentinier, der zwischenzeitlich bis auf Platz 1045 der Weltrangliste abgesackt war, auch niemand übel nehmen, dass er mittlerweile jeden Auftritt auf der Tour bis zum Letzten auskostet. ''Mir ist egal, ob ich Nummer 30 oder Nummer 3000 bin. Hauptsache, ich kann Tennis spielen. Ich hätte nie gewusst, wie viel mir das Spiel bedeutet, wenn ich nicht so lange verletzt gewesen wäre'', so DelPo beim Turnier in Washington.
Comeback II
 
Eine olympische Medaille und acht Turniersiege in zwei Jahren später stand DelPo dann wieder an der Tür zu den Top 5 - doch auch das hielt nicht lange vor, die zweite Hälfte des Jahres 2014 und die komplette '15er-Saison fielen der zweiten schweren Handgelenksverletzung zum Opfer. Und so ist es keine große Überraschung, dass der Argentinier auf der Tour von fast allen Fans geliebt und geachtet wird - zumal er seine anhaltende Klasse 2016 ja auch mit dem Gewinn der olympischen Silbermedaille (unter anderem mit einem Sieg über Novak Djokovic) und des Davis Cups unter Beweis stellte.
Comeback I
 
Und wie bereits erwähnt gehört der Argentinier hier in New York zu DEN Publikumslieblingen - wobei das nicht nur hier im Big Apple, sondern aufgrund seiner Krankengeschichte sogar weltweit so ist. Beginnen wir aber ganz am Anfang. Denn eigentlich war die Karriere von DelPo ja auf einem glänzenden Weg - 2009 gewann er als erst zweiter Argentinier die US Open und kletterte Anfang 2010 in der Weltrangliste bis auf Platz vier. Doch nachdem ihn eine Handgelenksverletzung für die komplette Saison 2010 lahm legte, musste er ein Jahr später quasi von Neuem beginnen.
Turnierverlauf
 
Und das sagt der Mann, der hier in Flushing Meadows bislang erst zwei Sätze abgegeben hat - und dabei mit Roberto Bautista und Dominik Thiem bereits die Nummern elf und sechs der Setzliste aus dem Turnier gekegelt hat (nach Henri Laaksonen/SUI in Runde eins und Adrian Menendez-Maceiras/ESP in Runde zwei).
Del Potro
 
Ganz anders die Situation bei del Potro. Denn der Argentinier betont regelmäßig, sich auf und über jedes Match zu freuen - egal, wie banal es auch sein möge oder wie hoch die Niederlage ausfällt. Wobei sich auch der Argentinier manchmal vom Hype anstecken lässt, wie zum Beispiel nach seinem Triumph gegen Thiem: ''ich kämpfe nur für euch, meine Fans. Und jetzt hätte ich am liebsten den Pokal.''
Fünfsatz-Fluch
 
Und wie gesagt, der FedExpress rollt auch mit 36 noch recht kraftvoll durch Flushing Meadows. Wobei das mit den beiden Fünfsatzmatches zum Turnierauftakt nun wirklich kein gutes Vorzeichen war: Den letzten Grand-Slam-Sieger, der in der 1. Runde über fünf Sätze gehen musste, erlebte die Tenniswelt 1998 (Patrick Rafter hier in New York).
McEnroe ahnungslos
 
Überraschenderweise hatte Federer hier in New York auch noch zu einem anderen Thema eine sehr deutliche Meinung. Nichts hören wollte der Maestro nämlich von John McEnroes Idee, das Tennisjahr zu verkürzen, um die Gesundheit der Spieler zu schonen: ''Man kann den Terminplan für die Profis halbieren. Und wenn es dann wieder Verletzungen gibt, wird er nochmal halbiert. Und am Ende spielen wir zwei Monate im Jahr - und wir werden dann wieder verletzte Spieler haben, weil wir nicht genug spielen.''
Nummer eins statt US Open
 
Wobei der Schweizer sich bei der Frage nach seinem größten Ziel deutlich positioniert hat. Denn tatsächlich scheint Federer die Aussicht auf den Altersrekord des Weltranglistenersten (aufgestellt vom damals 33-jährigen Andre Agassi) durchaus zu reizen. Vor die Wahl gestellt, ob er denn lieber nochmal die Weltrangliste anführen oder die US Open gewinnen würde, scheute sich der Maestro die klare Antwort nicht: Es sei schon etwas besonderes, in seinem Alter nochmal die Nummer 1 der Welt zu sein - entsprechend würde er das bevorzugen.
Federers Tableau
 
Doch diese Saison hat natürlich auch dazu geführt, dass die Erwartungen bei den Heerscharen an Federer-Fans ins Unermessliche gestiegen sind. Der dritte Grand-Slam-Titel des Jahres soll her, verknüpft natürlich mit Position eins in der Weltrangliste - und schlecht stehen die Vorzeichen auch wirklich nicht. Denn mit Titelverteidiger Stan Wawrinka, Andy Murray, Novak Djokovic, Milos Raonic und Kei Nishikori fehlt die halbe (Hartplatz-)Elite hier in Flushing Meadows - abgesehen von heute (und einem möglichen Halbfinale gegen Rafa Nadal) ist der Weg für Federer also durchaus überschaubar.
Federer 2017
 
Und der Blick auf seine Bilanz in diesem Jahr zeigt auch, dass Federer in dieser überragenden Comeback-Saison (nach einem halben Jahr Pause in 2016) bislang fast ausschließlich richtige Entscheidungen getroffen hat: Bei sieben Turnierstarts stehen fünf Erfolge zu Buche, darunter bekanntlich die Australian Open und Wimbledon sowie die Masters-Turniere in Indian Wells und Miami. Und dementsprechend steht der Schweizer auch bei einer Saisonbilanz von 39:3 Siegen!
Oldie but Goldie
 
Spitze Zungen sagen dazu: Federer spielt auch nur noch so viel wie jemand im Vorruhestand. Der große Rest der Welt stellt aber auch 2017 mal wieder neidisch fest: Ein Federer mit 36 und nur einer Handvoll Turnierteilnahmen hat nach wie vor das Zeug, die Tenniswelt zu dominieren.
Erste Woche überstehen
 
''Ich darf nicht zu weit voraus schauen. Vor allem mit den Rückenproblemen, die ich gehabt habe. Zuerst muss ich durch die erste Woche kommen. Erst dann wird es interessant'', so der Schweizer am letzten Wochenende, als er nach seiner im Finale von Montreal erlittenen Rückenverletzung und der daraus resultierenden Spielpause gefragt wurde. Und so in etwa gestalteten sich dann auch die beiden Auftaktpartien des Schweizers, der dabei insgesamt fast sechs Stunden auf dem Court stand.
Turnierverlauf
 
Allerdings hat Federer hier in New York bereits bewiesen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Denn sowohl in der 1. (Frances Tiafoe/USA) als auch in der 2. Runde (Mikhail Youzhny/RUS) musste FedEx über fünf Sätze gehen - was er durch die Blume auch schon vor dem Turnier befürchtet hatte -, bevor er sich anschließend gegen Feliciano Lopez und Philipp Kohlschreiber in jeweils drei Sätzen durchsetzen konnte.
Federer
 
Denn zunächst mal wollen wir einen Blick auf den Maestro werfen, den wohl besten und erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten - den mittlerweile schon 36 Jahre alten (aber nimmermüden) Roger Federer.
Comeback des Jahres
 
Wobei die Geschichte des Achtelfinales quasi eine Kurzfassung von del Potros Tenniskarriere ist: Immer wieder musste der Argentinier sich ins Match zurückkämpfen, war bei 0:2-Säzten quasi schon ausgeschieden - und durfte am Ende trotzdem das erste 0:2-Comeback seiner Karriere feiern. Aber dazu später mehr ...
Fanliebling deluxe
 
Denn wenn hier in New York jemand einen Heimvorteil hat, ist es der eigentlich 8.500 Kilometer entfernt beheimatet del Potro. Oder um es mit den Worten seines unterlegenen Achtelfinalgegners Dominic Thiem zu sagen: ''Du musst einfach versuchen, die Ohren zuzumachen. Ansonsten verlierst du jegliche Konzentration ... es ist schon irre, was Juan Martin hier für eine Unterstützung bekommt.'' Um dann aber gleich noch nachzulegen, dass er selber diese Unterstützung in Österreich wohl ähnlich erhalten würde ... aber DelPo baut darauf eben quasi weltweit.
Das Duell
 
Man kann wohl relativ sicher sagen, dass weder Federer noch del Potro die Auslosung für diese US Open gern gesehen haben. Denn abgesehen von einer weitaus schwächer besetzten unteren Hälfte im Tableau ist dieses Viertelfinale natürlich auch so ein Kracher - zumal Federer heute Abend um seinen Status als Publikumsliebling wird bangen müssen.
Welcome to New York
 
Herzlich willkommen bei den US Open zur Viertelfinalpartie zwischen Roger Federer und Juan Martin del Potro.
Weltrangliste
Spielerprofile
R. Federer
Ranking:
2
Geburtsd.:
08.08.1981
Größe:
1.85
Gewicht:
85
Bilanz:
55-6
Preisgeld:
USD 109.853.682
J. M. del Potro
Ranking:
17
Geburtsd.:
23.09.1988
Größe:
1.98
Gewicht:
97
Bilanz:
36-17
Preisgeld:
USD 18.503.698