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Tennis

Saison 2018

- 1. Runde

, -
P. Polansky
Match beendet
A. Zverev
[4]
P. Polansky
A. Zverev
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
2
1
2
6
6
6
Louis Armstrong Stadium | 1. Runde
Spielzeit: 01:35 h
Letzte Aktualisierung: 03:13:55
Polansky
Zverev
Abschied
 
Das war's für den Moment aus dem Louis Armstrong Stadium! Vorbei ist der Tennistag damit aber noch lange nicht, denn zum einen liefern sich Yannick Hanfmann und Philipp Kohlschreiber auf Court 11 (und bei uns im Ticker) ein heißes Duell um den inoffiziellen süddeutschen Meistertitel - und zum anderen haben wir ab 1:00 Uhr ja noch den Maestro Roger Federer im Angebot. Schauen Sie doch einfach wieder rein, wir würden uns freuen - bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Lesern eine gute Nacht!
Ausblick
 
Das wünschen wir uns natürlich auch, zumal Zverevs Zahlen zum Match an einigen Ecken (37:16 Winner, 33/40 Punkten beim ersten Aufschlag gewonnen) doch ziemlich beachtlich daher kommen. Und da sich auch der Kräfteverschleiß in Grenzen gehalten haben dürfte, sollte Zverev seinem Zweitrundenmatch zuversichtlich entgegen blicken - mit Nicolas Mahut oder Corentin Moutet wird ihm dann entweder ein sehr erfahrener oder ein ganz junger Franzose gegenüber stehen.
Zverev
 
''Es ist der letzte Slam des Jahres, da will man auf jeden Fall noch mal was zeigen'', so Zverev im Post-Match-Interview bei ESPN. ''Das Wetter ist hier nie einfach. Die Temperaturen, aber auch die Luftfeuchtigkeit, es ist fast ein anderer Sport als in Europa. Aber mal sehen, das war jetzt das erste Match mit Ivan im Team, ich hoffe, es geht so weiter.''
Fazit
 
Das nennt man dann Kurzarbeit: In nur 96 Minuten sichert sich Alexander Zverev mit einem routinierten, abgeklärten und fast fehlerfreien Auftritt den Einzug in die 2. Runde - das Abenteuer Grand Slam hat für den Deutschen damit hoffentlich gerade erst begonnen.
2:6, 1:6, 2:6
Und das war's: Mit einem letzten richtig guten Ersten nach außen macht Zverev einen Deckel auf diesen Erstrundenauftritt und schickt Peter Polansky zurück nach Kanada!
2:6, 1:6, 2:5
 
Der nächste Aufschlagwinner des Deutschen sorgt dann für klare Verhältnisse: 40:15 und zwei Matchbälle für Sascha Zverev.
2:6, 1:6, 2:5
 
Lustigerweise ist es Polansky, der den ersten Punkt eintütet, aber Zverev kontert das mit einem Servicewinner und einem Punkt mit der Vorhand Inside-Out - 30:15.
2:6, 1:6, 2:5
 
2:5, das sieht für Polansky doch schon gar nicht mehr soooo schlimm aus. Aber jetzt serviert Alexander Zverev natürlich selber zum Matchgewinn - und darauf dürfte es keine zwei Antworten geben.
2:6, 1:6, 1:5
 
Ein Returnwinner von Zverev und ein Servicewinner von Polansky führen zum 15:15. Daraufhin ist es dann aber der Kanadier, der zum 30:15 vorlegen kann - und das vergoldet er dann auch mit einem weiteren guten Ersten zum 40:15. Szenenapplaus für den Kanadier!
2:6, 1:6, 1:5
 
Über den Doppelfehler zum 40:15 legen wir mal ganz galant den Mantel des Schweigens - denn Zverev punktet anschließend ja wieder mit dem (zweiten!) Service zum Spielgewinn und der 5:1-Führung.
2:6, 1:6, 1:4
 
Spannend könnte in den kommenden Tagen werden, wie sich Zverev mit dieser Shotclock anfreundet. Auch meilenweit in Führung liegend hat er immer wieder Probleme, rechtzeitig zu servieren ... kommt aber auch so locker ans Netz und dort zum 40:0.
2:6, 1:6, 1:4
 
Ass Nummer acht lässt Zverev Ass Nummer neun folgen - schneller kommt man nicht zu einem 30:0.
2:6, 1:6, 1:4
 
Weil Zverev ein bisschen zu optimistisch in der Gegend herumfeuert, kann Polansky doch noch mal ein Aufschlagspiel durchbringen - 1:4 aus der Sicht des Kanadiers.
2:6, 1:6, 0:4
 
Zverev tut sein Übriges, serviert auch dieses Aufschlagspiel zu 15 aus und stellt auf 4:0 - länger als zehn Minuten wird dieses mittlerweile doch ein wenig trübe anmutende Spektakel nicht mehr dauern.
2:6, 1:6, 0:3
 
Dass ein Netzroller zurück in Zverevs Feld hüpft, muss man eigentlich schon fast als Zeitspiel einstufen. Denn fertig werden wollen hier von den Spielern bis zum Schiedsrichter alle ... und das möglichst zeitnah.
2:6, 1:6, 0:3
 
In der offiziellen Statistik zu diesem Match stehen bei Sascha Zverev übrigens 21 Unforced Errors notiert. Perfekt ist der Auftritt des Deutschen also bei weitem nicht ... was seinen kommenden Gegnern allerdings nur noch mehr Furcht einflößen sollte.
2:6, 1:6, 0:3
 
Auch dieses Break sichert sich der Deutsche im Schnelldurchgang und zu 15 - aber wie gesagt, der Widerstand bei Polansky ist gebrochen, vermutlich wird dem Kanadier mittlerweile auch der drohende Bagel egal sein.
2:6, 1:6, 0:2
 
Eine gute Antwort nach der anderen segelt Polansky um die Ohren, der Kanadier lässt mittlerweile eigentlich nur noch den Kopf hängen - und Zverev landet schon wieder bei 15:40 zwischen.
2:6, 1:6, 0:2
 
Taktisch und spielerisch agiert Zverev hier weiterhin unglaublich reif, leistet sich dazu kaum Fehler und findet immer wieder das genau richtige Maß an notwendiger Aggression - man soll es nie zu früh sagen, aber in dieser Form wäre der Deutsche auf jeden Fall ein Anwärter für das Endspiel in 12 Tagen.
2:6, 1:6, 0:1
 
Oho, Zverev und ein 0:15? Das gab es noch nicht oft, aber viel mehr gibt es auch nicht zu sehen - mit einem Servicewinner, einer knackigen Vorhand und einem Ass geht es für den Deutschen zum 40:15.
2:6, 1:6, 0:1
 
Und diesen dritten Breakball nutzt Alex Zverev dann auch, geht gleich wieder mit 1:0 in Führung und stellt damit alle Weichen auf Zweitrundeneinzug - viel kann hier eigentlich nicht mehr schief gehen, denn Peter Polansky schreitet mit der Körpersprache eines geschlagenen Mannes zur Sitzbank.
2:6, 1:6, 0:0
 
Ok, also erst mal den zweiten: Erneut holt der Kanadier einen Servicewinner aus dem Köcher und stellt auf Einstand. Aber darauf antwortet Zverev dann wieder mit einem erfolgreichen Rückhandduell - Vorteil und Breakball Nummer drei für den Deutschen.
2:6, 1:6, 0:0
 
Immerhin kann Polansky den ersten Breakball mit einem Servicewinner entschärfen. Jetzt noch den zweiten und dann ...
2:6, 1:6, 0:0
 
Grandios gespielt! Mit einem ansatzlosen Stopp überlistet Zverev den weit hinter der Grundlinie agierenden Polansky - 15:40 und schon wieder zwei Breakchancen für den Youngster!
2:6, 1:6, 0:0
 
Dank seines 22. Winners (Polansky: elf) erwischt Zverev gleich wieder einen guten Start in das Aufschlagspiel des Kanadiers. Und der muss bei 15:30 auch schon wieder aufpassen ...
Zwischenfazit
 
Viel analysieren muss man hier mit Blick auf das Scoreboard nicht: Alexander Zverev spielt seinen Stiefel schnörkel- und fehlerlos herunter und dominiert sein Gegenüber mit Leichtigkeit. Ein Comeback von Peter Polansky scheint absolut ausgeschlossen - mit etwas Fortune könnte der deutsche Youngster hier in 45 Minuten Feierabend haben.
2:6, 1:6
Aber es geht auch mit dem zweiten Aufschlag: Polanskys zu kurzer Return wird einfach abgeschossen, so schnell geht's zur 2:0-Satzführung.
2:6, 1:5
 
Zverev kassiert die erste Warnung, weil er die neue Shotclock vor seinem Aufschlag ablaufen lässt - und serviert dann erst mal einen Fehler.
2:6, 1:5
 
Hätte man denken können, aber Zverev macht daraus mit einem unkonzentrierten Vorhandfehler das 30:30. Kein Problem, dann eben über Umwege: Per Vorhandschuss aus dem Halbfeld geht es zum 40:30 und dem ersten Satzball für den Deutschen.
2:6, 1:5
 
Zverev will jetzt aber endlich den Sack zu machen: Zwei gute Erste sorgen für das schnelle 30:0, das 30:15 ist wohl nur ein Schönheitsfehler ...
2:6, 1:5
 
In der Tat, das Publikum feiert, Polansky ballt (wohl mehr im Spaß als alles andere) die Faust und lässt sich bejubeln - 1:5 aus der Sicht des Kanadiers, der Bagel ist abgewendet.
2:6, 0:5
 
... aber ganz im Stile des ersten Satzes dreht Polansky das 0:15 geschmeidig in ein 30:15 um. No Bagel, no worries?
2:6, 0:5
 
Polansky muss nun also nicht nur gegen den Satzgewinn, sondern auch gegen den drohenden Bagel (6:0) aufschlagen. Das 0:15 für Zverev verheißt allerdings wenig Gutes ...
2:6, 0:5
 
Rums, rums, rums: Nach zwei Servicewinnern packt Zverev auch noch eine hammerharte Rückhand longline aus, um sein Aufschlagspiel in kürzest möglicher Zeit zu Null durchzubringen. 5:0 für den Deutschen!
2:6, 0:4
 
Ohne dramatisch klingen zu wollen, aber so langsam leitet Peter Polansky hier seinen eigenen Abgesang ein: Mit einer Vorhand, die mitten im Netz hängen bleibt, verabschiedet sich der Kanadier auch von diesem Aufschlagspiel und liegt mittlerweile schon mit 0:4 hinten.
2:6, 0:3
 
Zverev erkennt aber natürlich trotzdem, dass sein Gegner hier wackelt und spielt den Kanadier gleich noch mal nach Strich und Faden aus. Und das beantwortet der mit einem Doppelfehler - 15:40!
2:6, 0:3
 
Soviel dazu: Polansky schenkt Zverev gleich wieder ein 0:15 und hat anschließend großes Glück, dass sein wilder Vorhandschuss Inside-Out dank der Netzkante gerade noch an der Linie kratzt.
2:6, 0:3
 
Bei dem einen kleinen Lichtblick bleibt es dann allerdings auch: Mit der Vorhand longline schnappt sich Zverev den fehlenden Punkt und bestätigt das Break zum 3:0 - viel entspannter könnte diese Partie für den Hamburger gar nicht laufen.
2:6, 0:2
 
Das 40:30 ist tatsächlich erst Polanskys vierter Punkt gegen den ersten Aufschlag von Zverev. Aber immerhin mal ein Lichtblick ...
2:6, 0:2
 
Bei 30:0 leistet sich Zverev seinen ersten Doppelfehler des Tages, aber das ist bei diesem Spielstand natürlich relativ egal. Zumal darauf auch gleich wieder ein ganz kontrolliert geführter Ballwechsel zum 40:15 folgt ...
2:6, 0:2
 
Breakball Nummer eins kann Polansky noch abwehren, den zweiten nutzt Zverev aber mal wieder in einem ausgedehnten Grundlinienduell - 2:0 und erneut Break vor für den Hamburger.
2:6, 0:1
 
Auch das ist wieder richtig gut vom Deutschen: Den Rückhandreturn legt er proaktiv gespielt longline ins Eck - 15:40, zwei Breakbälle!
2:6, 0:1
 
Bärenstark von Zverev! Eben sah das alles noch ein bisschen nach Pause aus, jetzt zieht der Deutsche das Tempo aus dem Stehgreif wieder massiv an und punktet zwei Mal aus dem Halbfeld zum 0:30. Da muss Polansky gleich wieder aufpassen!
2:6, 0:1
 
Komplett abreißen lassen will Zverev dann aber doch nicht: Per Servicewinner geht es zum Spielgewinn und der 1:0-Führung im zweiten Durchgang.
2:6, 0:0
 
Und plötzlich ist der Wurm drin: Einem Doppelfehler lässt der Deutsche eine wilde Vorhand ins Netz folgen - und hat statt eben noch drei nun nur noch einen Spielball. 40:30.
2:6, 0:0
 
Natürlich wird Zverev einen Teufel tun, hier jetzt locker zu machen. Stattdessen ballert er sich gewohnt rustikal und kraftvoll durch sein Aufschlagspiel - 40:0.
2:6, 0:0
 
Weiter geht's mit Aufschlag Zverev - ein weiterer Vorteil daran, sich einen Satz mit einem Break zu schnappen.
Zwischenfazit
 
Man muss es einfach auch mal beim Namen nennen dürfen: Für Alexander Zverev war dieser erste Satz der US Open 2018 nicht mehr als eine solide Trainingseinheit - Gefahr, den Durchgang zu verlieren, lief der Deutsche zu keinem Zeitpunkt, stattdessen konnte er sich immer wieder Freiheiten nehmen und spielerische Dinge ausprobieren.
2:6
Etwas mehr als eine halbe Stunde hat es gedauert, da legt Alexander Zverev vor: Im Vorhandduell geht es gegen den nur noch hinterher laufenden Polansky zur Satzführung.
2:5
 
Soviel dazu: Mit einem schönen Return in Polanskys Beine holt sich Zverev auch den Punkt zum 40:40 und punktet anschließend gleich noch mal mit einem schönen Rückschlag - Vorteil und Satzball für den Deutschen.
2:5
 
Tjaja, die Doppelfehler: Ein solcher bringt Polansky bei 40:30 zwar noch nicht in Schwierigkeiten, öffnet Zverev aber zumindest schon mal die Tür in Richtung Einstand ...
2:5
 
Zum ersten Mal kommt Polansky bei eigenem Aufschlag zum 15:0. Zverev kann das zwar kurzzeitig kontern, aber zwei weitere gute Aufschläge des Kanadiers sorgen für klare Verhältnisse - 40:15.
2:5
 
Spielgewinn, das kann Zverev natürlich mindestens genau so gut: Innerhalb von nur 86 Sekunden geht es für den Hamburger zum 5:2. Und man kann sich vorstellen, dass Polansky da sicher gern noch die eine oder andere Minute mehr (Aufschlag-)Pause gehabt hätte.
2:4
 
Der Ballwechsel wird lang und länger ... aber diesmal hat ausnahmsweise mal Polansky den längeren Atem, wartet den Vorhandfehler von Zverev clever ab und sichert sich so den Spielgewinn zum 2:4. Müßig zu bemerken: Da wäre für Zverev (wieder mal) mehr drin gewesen, wenn man an die vier Breakbälle zurückdenkt ...
1:4
 
Aller guten Dinge sind ... auf jeden Fall nicht vier, denn auch seine vierte Breakchance lässt Zverev im offenen Feld liegen, weil er einfach aufhört, sich zu bewegen. Und plötzlich hat Polansky den Vorteil wieder auf seiner Seite ...
1:4
 
Auch seinen dritten Breakball verspielt Zverev in der Folge, weil er schon beim Return den Winner spielen will und sich verzockt - aber Breakchance Nummer vier ist auch wieder nur einen Polansky-Fehler entfernt.
1:4
 
Eins bleibt Gesetz: Wenn die Ballwechsel länger als acht, neun Schläge werden, dann punktet Zverev fast jedes Mal. Auch in diesem Fall und zur erneuten Breakchance ... die er dann aber wieder liegen lässt. An Chancen mangelt es dem deutschen Youngster gewiss nicht!
1:4
 
Mit einer Challenge zwingt Zverev Polansky, über den zweiten Aufschlag zu kommen. Das kann der Deutsche dann aber auch nicht ausnutzen, sodass Polansky doch wieder zum Einstand kommt ...
1:4
 
Nicht schlecht: Mit der Rückhand zieht Zverev quasi Inside-Out das Tempo an und erspielt sich das 30:40 - Breakball für den Deutschen!
1:4
 
Diesmal verändert Zverev die Routine allerdings und schnappt sich auch gleich noch den Punkt zum 15:30. Doch Polansky behält die Ruhe und geht das Vorhandduell prima mit - 30:30.
1:4
 
Wieder mal überlässt Polansky Zverev den ersten Punkt bei eigenem Aufschlag. Und wieder mal holt sich der Kanadier anschließend den zweiten - 15:15 und täglich grüßt das Murmeltier.
1:4
 
Nein, wird er nicht: Mit einem seiner unnachahmlichen Vorhandschwinger tütet Zverev sein Aufschlagspiel über Umwege doch noch ein und stellt auf 4:1.
1:3
 
Eine Mischung aus Schlampigkeit (steht schlecht zur Vorhand) und Pech (Rahmentreffer) sorgt bei Zverev für die Vernichtung der ersten zwei Spielbälle und das 40:30. Polansky wird doch wohl nicht etwa ...?
1:3
 
Nervös oder nicht, bei Aufschlag Zverev ist Polansky weiterhin chancenlos: In weniger als 60 Sekunden geht es für den Deutschen zum 40:0.
1:3
 
... und anschließend dann auch zum Spielgewinn punkten. Nur noch 1:3 - vielleicht vertreibt das ja ein bisschen was von der doch ziemlich pregnanten Nervosität beim Kanadier.
0:3
 
Der ins Netz gefeuerte Vorhandschuss aus dem Halbfeld beschert Zverev auf jeden Fall schon mal das 30:30. Diesmal kann Polansky das Schlimmste aber verhindern und dank eines leichten Zverev-Fehlers cross auf 40:30 stellen ...
0:3
 
Wie schon in seinem ersten Aufschlagspiel kann Polansky das 0:15 auch diesmal in ein 30:15 verwandeln. Wohin das beim letzten mal geführt hat, wissen wir aber ja noch ganz genau ...
0:3
 
Zverev hat gemerkt, dass sein Gegenüber sich sehr unwohl fühlt, wenn er unter Druck steht. Manche Spieler lieben Kontertennis, manche eben nicht - 0:15.
0:3
 
Bei 40:15 leistet sich Zverev seinen ersten Flüchtigkeitsfehler, indem er eine Vorhand aus dem Halbfeld rechts in den Korridor segeln lässt. Aber der nächste gute Erste durch die Mitte bringt dann doch den verzögerten Spielgewinn - Break bestätigt, 3:0 für den Wahl-Monegassen.
0:2
 
Nach wie vor sieht Polansky wenig Land, wenn Zverev seinen ersten Aufschlag ins Feld bringt. In dieser Saison hat der Deutsche ja schon reihenweise Matches abgeliefert, in denen er jenseits der 90 Prozent der Punkte gewinnt, wenn der Erste sitzt ... darauf gibt es dann kaum Antworten.
0:2
 
Gleich den ersten Breakball nimmt Zverev dann auch mit - 2:0 und ein Traumstart für den Youngster!
0:1
 
Soviel dazu! Zverev retourniert plötzlich aktiver und weiter im Feld stehend, das überrascht Polansky zwei Mal und führt zum 30:40 - Breakball!
0:1
 
... aber das kann der Kanadier dann mit zwei guten ersten Aufschlägen in ein 30:15 drehen.
0:1
 
Polansky hingegen kommt weniger gut aus den Blöcken. Ein Vorhandfehler im Rückwärtslaufen bringt Zverev gleich mal ein 0:15 ...
0:1
 
Zum 40:15 punktet Zverev dann mit der Vorhand cross, bevor er noch einen Vorhandwinner zum Spielgewinn rauslässt - 1:0 für den Hamburger.
0:0
 
Ein Servicewinner und ein wilder Vorhandschwinger von Zverev ergeben ein 15:15 zu Start. Aber solange der Erste sitzt, hat der Deutsche keine Sorgen - 30:15.
0:0
 
Und damit haben wir dann auch endlich genug erzählt: Los geht's mit Aufschlag Zverev!
Chair Umpire
 
Einen Referee hat diese Partie natürlich auch noch: Der Brite Richard Haigh wird gleich den Hochstuhl besteigen und den Vorsitz übernehmen.
Prozedere
 
Sooooo! Unsere beiden Hauptdarsteller haben den Court soeben betreten, gleich wird sich noch fünf Minuten lang eingespielt - und dann kann es auch schon losgehen!
Verspätung
 
Weil die Matches von Andrea Petkovic (leider ausgeschieden) und Angelique Kerber (in Runde 2) länger gedauert haben als geplant, mussten wir uns ein bisschen länger gedulden - nun (21:40 Uhr) ist das Louis Armstrong Stadium aber frei und unsere beiden Hauptdarsteller könnten beginnen.
Die US Open
 
Und damit fehlt dann eigentlich nur noch ein Blick auf die Geschichte des Turniers an sich. Seit ihrer Erstaustragung im Jahr 1881 sind die Open das zweitälteste Tennisturnier der Welt (nach Wimbledon), gespielt wird im New Yorker Stadtteil Queens/Flushing Meadows auf der Anlage des USTA Billie Jean King National Tennis Center - und der Centre Court, das gewaltige Arthur Ashe Stadium, ist mit seinen fast 24.000 Sitzplätzen das größte reine Tennisstadion der Welt. Kein Wunder also, dass es für einen Tennisspieler wenig Größeres gibt, als hier vor ausverkauftem Haus und unter Flutlicht in der Nightsession antreten zu dürfen - nebenbei gibt es bei diesem Turnier aber auch noch rekordverdächtige 53 Millionen Dollar (Herren und Damen gemeinsam) zu gewinnen. Und natürlich hat die Veranstaltung auch zwei Titelverteidiger: Das Dameneinzel gewann 2017 die Amerikanerin Sloane Stephens, bei den Herren war vor 12 Monaten Rafael Nadal erfolgreich.
Head 2 Head
 
Wenig aussagekräftig fällt heute der Blick auf den direkten Vergleich aus: Polansky und Zverev sind noch nie aufeinander getroffen, wir erleben hier also gleich eine Weltpremiere.
Polansky 2018
 
Polansky größte Erfolge des Jahres (in dem er mit Platz 110 die beste Weltranglisten-Platzierung seiner Karriere erreicht hat) sind der Turniersieg beim Challenger im kanadischen Granby sowie das Erreichen der 2. Runde beim Masters in Toronto - einem von nur drei gewonnen Matches auf der ''großen'' Tour 2018.
Dabeisein ist alles
 
''Irgendwie wusste ich, dass es passieren würde. Aber ich war natürlich dennoch nervös'', so die Nummer 120 der Weltrangliste im Anschluss an die Ziehung aus der Lostrommel, bei der er eine 50:50-Chance hatte (zwei von vier). Wobei Polansky ja nach wie vor noch nie eine 2. Runde bei einem Grand Slam erreicht hat - aber manchmal ist Dabei sein eben auch schon eine Menge wert.
LuckyLoser Slam
 
Bei jedem Grand-Slam-Turnier gibt es eine Qualifikation, in der die Spieler drei Runde schadlos überstehen müssen, um am Ende ins Hauptfeld der besten 128 Akteure zu rutschen. Verliert man in der 3. Runde dieser Qualifikation, hat man aber nach wie vor eine Chance - denn bei Ausfällen in den Reihen der besten 128 rücken per Losentscheid sogenannte Lucky Loser nach. Und eben dies ist dem 30-jährigen Polansky nicht nur hier in New York passiert: Nein, Polansky hat sich in dieser Saison bei allen vier (!!) Grand Slams als Lucky Loser ins Hauptfeld gemogelt und dies vorgestern dann auch per Twitter gefeiert (''LL-Slam complete ? Peace out!'').
Polansky
 
Das komplette Gegenteil zu Zverev stellt auf jeden Fall sein heutiger Gegner dar - denn der Kanadier Peter Polansky ist sozusagen der glücklichste aller Verlierer. Aber fangen wir ganz vorn an ?
Zverev 2018
 
Und generell ist die Saison des Youngsters ja keine schlechte: Drei Turniersiege (Madrid Masters, München, Washington), zwei Masters-Endspiele (Miami, Rom) und Platz vier in der Weltrangliste (und sogar Platz zwei im Race to London!) sprechen Bände - der Deutsche hat sich in der Weltspitze etabliert.
Rekorde, Rekorde
 
Allerdings ist der erst 21 Jahre alte Hamburger mittlerweile ja nicht nur dreifacher Masters-Sieger, sondern auch der Spieler, der auf der Tour gegen jeden anderen (außer vielleicht Rafa Nadal und Roger Federer) als Favorit ins Match geht. Und dabei stellt Zverev auch noch allerlei Rekorde auf. So wie den hier zum Beispiel: Beim Masters in Madrid gewann Zverev das Turnier, ohne dabei auch nur ein einziges Break (und nur einen Breakball) hinnehmen zu müssen - als Erster seit 1991. Oder den hier: Mit seinen knapp acht Millionen Dollar Preisgeld ist Zverev der Jüngste aller Zeiten, der diese Marke erreicht.
Zverev motiviert
 
''Der Grund, warum ich mit Ivan arbeiten will, ist der, dass ich die größten Turniere der Welt gewinnen will. Das war auch der einzige Grund, aus dem er sich hat überreden lassen. Er ist derjenige, der selbst die besten Spieler noch besser macht. Ich freue mich wahnsinnig auf die Zusammenarbeit'', so Zverev in der letzten Woche - nachdem er sich bei den Vorbereitungsturnieren in Toronto (Viertelfinale) und Cincinnati (2. Runde) auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte.
Ivan, der Schreckliche
 
Doch dafür steht ja nun Abhilfe bereit: Nach einem halben Jahr ohne ''richtigen Coach'' (wobei Vater Alexander Sr. ja vom DTB als Trainer des Jahres geehrt wurde) hat sich Zverev nun kurzfristig zu einer Zusammenarbeit mit Ivan Lendl entschlossen - dem Mann, der in seiner aktiven Zeit spielerisch wie psychologisch Maßstäbe setzte und dank Andy Murray auch als Coach schon einiges an Lorbeeren vorzuweisen hat (unter anderem einen US-Open-Sieg).
Zverev
 
Während Kerber aber bereits drei der ganz großen Titel gewonnen hat, läuft Zverev einem Grand-Slam-Sieg nach wie vor hinterher - und das nicht mal wirklich knapp, denn weiter als bis in die 3. Runde eines solchen Events ist der Youngster erst zwei Mal gekommen.
Lucky Four!
 
Es ist nicht offiziell überliefert, ob die Nummer vier die Glückszahl des Deutschen Tennis Bundes ist. Sicher ist aber, dass sie es gern sein dürfte - denn mit Alexander Zverev bei den Herren und Angelique Kerber bei den Damen gehen die beiden größten Hoffnungen der DTB-Fans jeweils als Nummer vier der Setzliste ins Rennen.
Welcome to NY!
 
Herzlich willkommen bei den US Open zur Erstrundenpartie zwischen Peter Polansky und Alexander Zverev.
Weltrangliste
Spielerprofile
P. Polansky
Ranking:
119
Geburtsd.:
15.06.1988
Größe:
1.83
Gewicht:
80
Bilanz:
3-11
Preisgeld:
USD 1.271.437
A. Zverev
Ranking:
5
Geburtsd.:
20.04.1997
Größe:
1.98
Gewicht:
90
Bilanz:
60-20
Preisgeld:
USD 12.398.928