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Radsport

Sa, 27.07.2019 Tour de France 2019

Radsport Live-Ticker

Tour de France 2019, 20. Etappe
Beendet
Letzte Aktualisierung: 12:57:41
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59 km
Bonjour
Herzlich willkommen zur verkürzten 20. Etappe der Tour de France, die über nur noch 59,5 Kilometer von Albertville nach Val Thorens führt.
Probleme
Witterungsunbilden nehmen massiven Einfluss auf die Große Schleife. Ausgerechnet auf den beiden letzten der drei Alpenetappen, wo definitiv die Entscheidungen der Tour fallen, bleibt nur ein Teil der Schwierigkeiten bestehen. Bereits gestern machte ein Hagel- und Gewittersturm die Fahrt nach Tignes unmöglich. Die Etappenentscheidung am Schlussanstieg fiel dem zum Opfer. Auch machte eine Schlamm- und Geröllllawine die Straße unpassierbar. Genau dieses Problem besteht auch auf dem heutigen Tagesabschnitt. So verhindert ein Erdrutsch die Fahrt auf den Comet de Roseland - eigentlich heute als erste Bergwertung des Tages (1. Kategorie) vorgesehen.
Verkürzte Etappe
So entschieden die Organisatoren schon gestern Abend, die 20. Etappe massiv zu verkürzen. Von den einst geplanten 130 Kilometern verbleiben gerade 59,5. Zwar wird nach wie vor in Albertville gestartet, doch führt der Weg nun weitgehend zielstrebig Richtung Ziel. Der Zwischensprint in Villard-sur-Doron fällt komplett aus. Und neben dem 1.968 Metern hohen Cormet de Roselend bleibt auch die zweite Bergwertung an der Cote de Longefoy auf 1.190 Metern (2. Kategorie) auf der Strecke. Was bleibt, ist ein Bergrennen hinauf nach Val Thorens.
Kurs
Auch der zeitliche Rahmen schränkt sich ein. So werden die Radprofis erst gegen 14:30 Uhr losrollen und vermutlich vor 17:00 Uhr das Ziel erreichen. Die ersten 25 Kilometer gestalten sich vergleichsweise harmlos, es geht allerdings auch hier bereits gemäßigt bergauf. Kurz hinter Moutiers beginnt der Ernst des Radfahrerlebens - der 33.4 Kilometer lange Schlussanstieg nach Val Thorens. Das ist die längste Kraxelei der diesjährigen Tour. Im Schnitt ist die Straße 5,4 Prozent steil, in Passagen aber werden es mehr als neun Prozent. In der Summe müssen auf dem vergleichsweise kurzen Weg vom Start in Albertville bis ins Ziel happige 2.020 Höhenmeter bewältigt werden.
Profil
Leider ist es uns kurzfristig aus technischen Gründen nicht möglich, unser Etappenprofil anzupassen. Das bitten wir zu entschuldigen. Sie müssen sich einfach den Abschnitt mit den ersten beiden Bergen weg denken. Der letzte Anstieg aber bleibt ja bestehen.
Rückblick
Abgesehen von den chaotischen Folgen des Unwetters, hatte die gestrige Etappe natürlich eine sportliche Komponente. Zunächst gab es das Drama um Thibaut Pinot, neben Egan Bernal der vermutlich stärkste Fahrer und heißer Anwärter auf den Toursieg. Der Franzose aber wirkte bereits auf der ersten Alpenetappe nicht voll auf der Höhe. Gestern nun musste er wegen einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel aufgeben. Bernal hingegen nutzte den Col de l'Iseran zur entscheidenden Attacke, fuhr den Konkurrenten auf und davon und hängte insbesondere Julian Alaphilippe deutlich ab. So organisierte sich der Kolumbianer dessen Gelbes Trikot und gilt spätestens jetzt als Topfavorit auf den Toursieg. Der offizielle Etappensieg jedoch blieb Bernal wegen des Rennabbruchs verwehrt.
Verlauf
Aufgrund der Kürze der Distanz erwartet uns vermutlich ein extrem schnelles Rennen. Wer heute noch etwas bewegen will, darf keine Zeit verlieren. Vom Start weg müssen die betreffenden Mannschaften Helfer opfern, die am Anschlag fahren, um die Etappe möglichst schwer zu machen. Ob es da überhaupt eine Chance für Ausreißer gibt, erscheint wenig wahrscheinlich. Entsprechend wird das Peloton wohl mit Vollgas in den Schlussanstieg rein knallen. Schauen wir mal, ob das wirklich so kommt.
Start
Nun sind wir beim Etappenstart live dabei. Soeben setzt sich das Feld der 155 verbliebenen Fahrer in Bewegung und rollt durch die Straßen von Albertville. Erst zum fünften Mal ist der Olympiaort von 1992 Gastgeber der Tour. Letztmals wurde hier im vergangenen Jahr eine Etappe nach La Rosiere gestartet. Die einzige Zielankunft gab es 1998, als ein gewisser Jan Ullrich triumphierte.
59 km
Ein Trikot können wir praktisch schon vergeben. Peter Sagan muss nur noch in Paris ankommen, um das Sprinterleibchen als Rekordsieger zum siebten Mal zu gewinnen. Der Slowake weist einen Vorsprung von 85 Punkten auf. Und gerade 90 werden insgesamt noch vergeben. Ein Wechsel ist also nur noch theoretisch möglich, in der Praxis aber wegen der heutigen Bergankunft (20 Punkte) ausgeschlossen.
59 km
Jetzt gibt Tourdirektor Christian Prudhomme das Rennen durch Schwenken seiner gelben Fahne frei. Sofort nimmt das große Feld Fahrt auf. Die Fahrer treten erwartungsgemäß gewaltig aufs Gas.
58 km
Auch heute rollen die Pedaleure im Südosten Frankreichs durch die Region Auvergne-Rhone-Alpes und dabei ausnahmslos durch das Departement Savoie. Das aber wäre auch ohne die Streckenverkürzung so gewesen. Zumindest da also ändert sich nichts.
56 km
Darüber hinaus dürfen wir das Weiße Trikot schon an Egan Bernal vergeben. Der Kolumbianer führt in der Nachwuchswertung mit mehr als 20 Minuten vor David Gaudu, der das Trikot trotz das massiven Rückstandes stellvertretend tragen darf. Bei der Siegerehrung in Paris aber wird der Kolumbianer geehrt, sofern er dort unversehrt ankommt.
55 km
Tatsächlich versuchen es sechs Fahrer mit einer Flucht. Magnus Cort Nielsen inszeniert den ersten nennenswerten Angriff. Dem Dänen folgen Dylan Teuns, Rui Costa, Alberto Bettiol, Lilian Calmejane und Kevin Van Melsen.
53 km
Weitere Fahrer wollen die Gunst der Stunde nutzen. Um Nils Politt herum bildet sich eine große Verfolgergruppe, die knapp eine halbe Minute hinter der Spitze und 15 Sekunden vor dem Hauptfeld fährt.
51 km
Das Bergtrikot steht heute übrigens noch auf dem Spiel. 40 Punkte werden in Val Thorens vergeben. Damit hat Romain Bardet fünf Konkurrenten zu fürchten. Tim Wellens ist zwar der ärgste Verfolger mit lediglich zwölf Punkten Rückstand, doch dem Belgier ist der Schlussanstieg sicherlich zu happig. Da müssen wir schon eher Damiano Caruso auf der Rechnung haben, dem 19 Zähler fehlen. Die anderen Anwärter sind Simon Yates, Egan Bernal und Nairo Quintana.
48 km
Eine Rote Startnummer ist heute nicht im Fahrerfeld zu finden. Wegen des gestrigen Abbruchs der Etappe verzichtete die Jury auf diese obligatorische Wahl. Darüber hinaus hat Movistar dank der starken Auftritte in den letzten Tagen allerbeste Chancen, bestes Team der Tour zu werden. Die spanische Mannschaft weist beinahe eine halbe Stunde Vorsprung auf. Daran wird auf dem kurzen Tagesabschnitt heute kaum zu rütteln sein.
44 km
Dylan Teuns ist unter den Ausreißern der bestplatzierte Profi im Gesamtklassement. Angesichts von 1:40 Stunden Rückstand jedoch stellt der Belgier keinerlei Gefahr fürs Gelbe Trikot dar.
43 km
Die Verfolgergruppe umfasst 23 Fahrer. Nils Politt ist der einzige deutsche Radprofi. Darüber hinaus hat Sunweb mit Nicolas Roche einen Sportler dabei. Bora-hansgrohe beschränkt sich vollständig darauf, Emanuel Buchmann im Peloton zu unterstützen.
41 km
Allerdings bleibt der Vorsprung der Spitzenreiter stabil bei einer halben Minute. Die Verfolger kommen einfach nicht näher. Das Hauptfeld lässt es doch ein wenig ruhiger angehen, gönnt den Ausreißern zwei Minuten.
40 km
An dieser Stelle benennen wir nochmals die Besetzung der ersten Ausreißergruppe mit der jeweiligen Teamzugehörigkeit: Dylan Teuns (Bahrain-Merida), Magnus Cort (Astana), Rui Costa (UAE Team Emirates), Alberto Bettiol (EF Education First), Kevin Van Melsen (Wanty-Gobert) und Lilian Calmejane (Total Direct Energie). Für keine der Trikotwertungen kommen diese Jungs auch nur annähernd in Frage.
39 km
Jetzt gelingt den Verfolgern der Zusammenschluss. An der Spitze bildet sich also eine 29-köpfige Gruppe, die somit vervollständigt wird durch Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step), Tony Gallopin (AG2R-La Mondiale), Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida), Sebastien Reichenbach (Groupama-FDJ), Nelson Oliveira (Movistar), Omar Fraile, Gorka Izagirre (Astana), Michael Woods (EF Education First), Daryl Impey (Mitchelton-Scott), Joey Rosskopf (CCC), Vegard Stake Laengen (UAE Team Emirates), Jasper Stuyven (Trek-Segafredo), Nicolas Roche (Sunweb), Pierre-Luc Perichon (Cofidis), Jens Keukeleire (Lotto-Soudal), Niccolo Bonifazio, Anthony Turgis (Total Direct Energie), Ilnur Zakarin, Nils Politt (Katusha-Alpecin), Frederik Backaert (Wanty-Gobert), Stephen Cummings, Ben King (Dimension Data) und Maxime Bouet (Arkea-Samsic).
38 km
Nun haben wir in Sebastien Reichenbach den besten Mann der Gruppe. Der 30-jährige Walliser ist immerhin Achtzehnter des Gesamtklassements. 40 Minuten Rückstand jedoch sind gewaltig. Da muss sich Egan Bernal nicht sorgen.
35 km
Tim Wellens und Thomas De Gendt starten einen verzweifelten Versuch, das Bergtrikot zu ergattern. Das Duo von Lotto-Soudal entkommt dem Hauptfeld und kämpft um den Anschluss an die Spitzengruppe. Das aber ist noch ein weiter Weg.
33 km
Nun kommen die Pedaleure bereits am Fuß des Schlussanstiegs an. Es beginnt der Weg hinauf nach Val Thorens. Ehe das Ziel auf 2.365 Metern wartet, kraxeln die Fahrer mehr als 33 Kilometer nach oben - bei 5,4 Prozent Steigung. Mitunter aber wird es mehr als neun Prozent steil. Jetzt beginnt das Rennen so richtig.
31 km
Schauen wir noch einmal aufs aktuelle Gesamtklassement. Egan Bernal weist ein Polster von 45 Sekunden gegenüber Julian Alaphilippe auf. Der Franzose jedoch erweckte zuletzt nicht den Eindruck, noch einmal angreifen zu können. Aber der Charakter des Weltranglistenersten lässt durchaus einen Angriff erwarten, sollte der auch noch so aussichtslos sein. Geraint Thomas liegt 1:11 Minuten zurück und ist Teamkollege von Bernal. In die Offensive wird ganz sicher Steven Kruijswijk gehen, der knapp anderthalb Minuten aufholen muss.
30 km
Emanuel Buchmann steht bei einem Defizit von 1:50 Minuten. Der 26-jährige Ravensburger hat angekündigt, auf Angriff zu fahren. Auf der letzten schweren Etappe muss er sich keine Kräfte mehr aufsparen, kann also alles in die Waagschale werfen. Wir sind gespannt.
29 km
Das Unterfangen von Tim Wellens, das Bergtrikot zurückzuholen, scheitert kläglich. Der Belgier wird eingeholt. Thomas De Gendt ist zwar noch nicht wieder gestellt, das aber wird sicherlich nicht mehr lang dauern.
29 km
Ilnur Zakarin und Vincenzo Nibali setzen sich ganz vorn ab. Es geht ja schließlich auch noch um den Tagessieg. Doch das Hauptfeld liegt gerade zweieinhalb Minuten zurück. Wenn dort richtig die Post abgeht, ist der Abstand nicht mehr der Rede wert.
28 km
Im Peloton macht Jumbo-Visma die Arbeit. Das deutet darauf hin, das Steven Kruijswijk etwas probieren will. Damit darf sich Bora-hansgrohe noch zurückhalten. Und Ineos schaut auch erst einmal zu.
28 km
An der Spitze haben Nibali und Zakarin Gesellschaft bekommen. Die Situationen ändern sich ständig. Fahrer kommen heran - fallen wieder zurück. Michael Woods und Tony Gallopin fahren jetzt mit dort ganz vorn. Wenig später schließt Pierre-Luc Perichon wieder auf.
27 km
Längst hat die gnadenlose Auslese begonnen. Permanent fallen Profis zurück. Die Gruppe des Gelben Trikots schrumpft ständig. Die Topteams aber sind jeweils noch zahlreich mit Fahrern vertreten. Auch Emanuel Buchmann hat einige Helfer an seiner Seite.
26 km
Val Thorens ist übrigens erst zum zweiten Mal Etappenort der Tour de France. Erstmals endete in dem Wintersportort 1994 eine Etappe. Die entschied Miguel Indurain mit weit mehr als fünf Minuten Vorsprung für sich.
25 km
Die fünf Jungs dort vorn fahren nach wie vor zusammen. Gut eine halbe Minute kurbeln diese vor einer Verfolgergruppe mit etwa zwölf Fahrern. Die übrigen einstigen Ausreißer werden nach und nach vom Hauptfeld aufgeschnupft und meist umgehend durchgereicht. Dieses Schicksal ereilt nun Elia Viviani und Nils Politt. Das Peloton fährt zwei Minuten hinter der Spitze.
24 km
Ums Gelbe Trikot versammeln sich noch immer an die 40 Fahrer. Nach wie vor kümmert sich Jumbo-Visma um die Nachführarbeit. Drei Jungs des niederländischen Teams kurbeln unverdrossen. Dahinter haben sich die Ineos-Leute eingereiht.
22 km
Stabil gestaltet sich die Situation an der Spitze. Die fünf Abtrünnigen machen weiterhin gemeinsame Sache. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis dort Attacken erfolgen. Das Polster zum Gelben Trikot beträgt noch immer zwei Minuten.
21 km
Zwischenzeitlich lässt sich Dylan van Baarle von Ineos vorn im Peloton sehen. Jumbo-Visma aber geht das offenbar nicht zügig genug. Deren Zug mit George Bennett an der Spitze übernimmt wieder das Kommando.
20 km
Von den knapp 1.900 Höhenmetern dieses Schlussanstiegs ist noch nicht einmal die Hälfte bewältigt. Es bleibt also noch reichlich Arbeit zu verrichten. Und es ist noch genügend Zeit für Angriffe.
19 km
Nach den gestrigen Witterungsunbilden sieht es derzeit gut aus. Bei bewölktem Himmel ist es trocken. Es ist aber nicht auszuschließen, dass es in größeren Höhen doch noch regnen wird. Die Temperaturen sinken deutlich unter die 20-Grad-Marke.
18 km
Jetzt hat George Bennett sein Tagwerk verrichtet. Der Neuseeländer hat seinen Tank vollständig leer gefahren, schert jetzt aus und steht da fast auf der Straße. Hoffentlich reichen die Reserven, um es ins Ziel zu schaffen. Laurens De Plus übernimmt die Führungsarbeit.
17 km
Dann stellt Omar Fraile den Anschluss zur Spitzengruppe her, die nun sechs Fahrer umfasst. Diese fährt etwa eine Minute vor einer Verfolgergruppe. Weitere 40 Sekunden später folgt das Feld.
16 km
Laurens De Plus erhöht das Tempo sichtbar. Inzwischen hat sich die Gruppe ums Gelbe Trikot auf etwa 25 Fahrer reduziert. Richie Porte gehört nicht mehr dazu, dem geht der Kontakt gerade verloren. Jetzt wird es so langsam ernst.
15 km
So schmelzen die Zeitabstände zwischen den drei Gruppen dort vorn immer weiter zusammen. Wer von den Jungs an der Spitze den Etappensieg im Sinn hat, der sollte jetzt bald attackieren. Oder bewegt sich das Sextett bereits am Anschlag?
14 km
Movistar geht in die Offensive. Marc Soler tritt aus der Hauptgruppe an. Zwar kommt der Spanier nicht weg, doch die Tempoverschärfung kostet einige Helfer den Anschluss. Jonathan Castroviejo von Ineos verliert den Kontakt.
13 km
Bei Julian Alaphilippe sinkt die Formkurve, das bestätigt sich in diesem Moment. Der einstige Mann im Gelben Trikot fällt zurück. Dessen Podiumsplatzierung gerät in Gefahr. Enric Mas und Romain Bardet können ebenfalls nicht mithalten.
12 km
Ganz vorn ergreift Vincenzo Nibali die Initiative. Die Kopfgruppe zerfliegt. Michael Woods bemüht sich, dem Italiener zu folgen. Letztlich aber geht der Toursieger von 2014 auf und davon.
11 km
Julian Alaphilippe hat den Teamkollegen Enric Mas an seiner Seite. Zusammen mit Romain Bardet bildet sich eine Dreiergruppe. So versucht man, den Schaden zu begrenzen. Mehr als eine halbe Minute aber fehlt bereits zur Gruppe des Gelben Trikots.
10 km
Nach wie vor fährt Nibali allein an der Spitze. Etwa 20 Sekunden später folgt Ilnur Zakarin, der ebenfalls solo unterwegs ist. Eine Minute hinter der Spitze befindet sich die Gruppe um Egan Bernal.
9 km
Die übrigen einstigen Flüchtigen werden jetzt nach und nach eingeholt. Da fliegt das Feld jeweils förmlich vorbei. Abgehängt wird nun David Gaudu, der stellvertretend für Bernal das Weiße Trikot trägt.
8 km
Julian Alaphilippe leidet, der kann jetzt nicht mal das Tempo seines Teamkollegen Enric Mas halten. Als der Mallorquiner das mitbekommt, wartet er. Virtuell ist Alaphilippe bereits vom Podium gerutscht.
7 km
Vincenzo Nibali behauptet eisern seine Minute. Doch beinahe noch spannender sollte es dahinter werden. Irgendwann muss jetzt etwas passieren. Nach wie vor arbeitet Jumbo-Visma. Laurens De Plus macht immer noch Tempo. Wann greift Steven Kruijswijk an? Und was macht Emanuel Buchmann? Gut 20 Fahrer sind da noch beisammen.
6 km
Simon Yates geht stiften. Neben dem Etappensieg lockt da natürlich das Bergtrikot. Dem Briten fehlen 27 Punkte zu Romain Bardet. Und 40 Zähler gibt es im Ziel. Den Mann von Mitchelton-Scott lässt man erst einmal gewähren.
5 km
Weitere Profis versuchen ihr Glück. Warren Barguil und Marc Soler setzen nach. Auch Nairo Quintana will da mit. Der Kolumbianer ist auch ein Anwärter aufs Bergtrikot, ihm fehlen 28 Punkte zu Bardet.
5 km
In der Gruppe ums Gelbe Trikot drückt Gregor Mühlberger aufs Gas. Der Mann von Bora-hansgrohe arbeitet für Emanuel Buchmann. Simon Yates und Nairo Quintana sind zurück in der Gruppe. Nur noch Marc Soler fährt voraus - als aktuell Zweiter der Etappe hinter Vincenzo Nibali.
4 km
Nibali behauptet ein Polster von 50 Sekunden. Verfolger Soler kommt offenbar nicht entscheidend näher. Doch wir warten auf den Angriff eines Favoriten. So weit ist es jetzt nicht mehr.
3 km
Jetzt rollt die Gruppe des Gelben Trikots zu Marc Soler auf. Zwölf Radprofis sind das noch. Noch immer macht Gregor Mühlberger das Tempo.
2 km
Unterdessen wird Vincenzo Nibali zum angriffslustigsten Fahrer gewählt und morgen die Rote Startnummer auf dem Weg nach Paris tragen. Doch der Italiener will mehr.
2 km
Zwei Kilometer vor dem Ziel ist Gregor Mühlberger verschlissen. Der Österreicher schert aus. Ineos übernimmt die Initiative. Eine halbe Minute fehlt noch zu Nibali. Doch noch immer greift keiner an. Eigentlich kommen dafür auch nur Kruijswijk und Buchmann in Frage.
1 km
Vincenzo Nibali gibt alles. Der Etappensieg rückt in greifbare Nähe. Der Italiener fährt unter dem Teufelslappen hindurch. Das lässt er sich nicht mehr nehmen.
1 km
Mikel Landa attackiert, setzt sich leicht ab. Emanuel Buchmann geht aus dem Sattel. Die letzte Konsequenz fehlt diesem Antritt allerdings. Ineos pariert.
Ziel
Vincenzo Nibali kurbelt unverdrossen dem Ziel entgegen. Mit erhobenen Händen feiert der Toursieger von 2014 den Etappensieg in Val Thorens.
Bernal
Wenige Sekunden später holt sich Alejandro Valverde den 2. Platz. Mikel Landa wird Dritter, gefolgt von Egan Bernal, der Arm in Arm mit Geraint Thomas über die Ziellinie fährt und den Toursieg feiert.
Bardet
Zugleich bedeutet die Zielankuft in Val Thorens, dass die Verfolger von Romain Bardet nicht genug Punkte bekommen. Der Franzose also behauptet das gepunktete Textil. Damit sind alle Trikots vergeben.
Buchmann
Emanuel Buchmann verliert ganz zum Schluss noch sechs Sekunden auf Bernal, macht aber deren zwei auf Steven Kruijswijk gut. Fürs Podium aber wird es nicht ganz reichen. Doch mit dem Einbruch von Julian Alaphilippe springt der Deutsche zumindest auf Rang vier nach vorn.
Nibali
Erneut also hatte ein Fluchtversuch Erfolg. Für einen guten Platz im Gesamtklassement brachte Vincenzo Nibali nicht die nötige Form mit. Zu einem Tagessieg reichte es dann dennoch. Der Gewinner der Tour 2014 holte seine insgesamt sechste Etappe bei der Frankreich-Rundfahrt und entschädigte sich für so manche Enttäuschung während der vergangenen drei Wochen. Der Italiener behauptete sich als einziger der einstigen Fluchtgruppe. Zehn Sekunden blieben übrig. Dann folgten Fahrer aus der Gruppe des Gelben Trikots, die die weiteren Platzierungen unter sich ausmachten.
Fazit
Der große Schlagabtausch um den Toursieg blieb aus. Zwar arbeitete Jumbo-Visma sehr intensiv, doch offenbar hatte Steven Kruijswijk nicht die nötigen Beine für eine Attacke. Und auch Emanuel Buchmann fühlte sich wohl nicht zu einem Angriff in der Lage, obwohl sich Gregor Mühlberger für ihn mächtig ins Zeug gelegt hatte. So behielt Ineos alles im Griff. Titelverteidiger Geraint Thomas stellte sich selbstlos in den Dienst der Mannschaft und begleitete Egan Bernal zum großen Triumph. Und da Julian Alaphilippe heute viel Zeit verlor, sprang auch noch der 2. Platz für Thomas heraus. Steven Kruijswijk ergatterte Rang 3. Das Podium ist also gemacht. Emanuel Buchmann fehlten letztlich exakt 25 Sekunden, dennoch darf der Ravensburger als Vierter sehr zufrieden sein.
Trikots
Neben dem Maillot Jaune nimmt Egan Bernal auch das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers mit. Dort weist der Kolumbianer nun bereits fast 24 Minuten Vorsprung auf. Wie angedeutet, sind auch die anderen Trikots vergeben. Romain Bardet ist der beste Bergfahrer, Peter Sagan der schnellste Sprinter und Movistar die stärkste Mannschaft. Damit sehen wir morgen einer entspannten Tour d'Honneur entgegen - zumindest bis es auf den Champs-Elysees um den Etappensieg geht.
Au revoir
Für heute soll es das von der verkürzten 20. Etappe der Tour de France gewesen sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Morgen werden wir uns etwas später melden, die Schlussetappe findet erst am Abend statt. Wir steigen gegen 19:00 Uhr live ins Geschehen ein. Bis dahin!
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Caleb Ewan (LTS)
3:04:08
2
Tom Dumoulin (TJV)
+0:00
3
Nairo Quintana (PCB)
+0:00
4
Bob Jungels (DQT)
+0:00
5
Giacomo Nizzolo (NTT)
+0:00
6
Jens Debusschere (VCB)
+0:00
7
Luka Mezgec (MTS)
+0:00
8
Edward Theuns (TFS)
+0:00
9
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
10
Peter Sagan (BOH)
+0:00
29
Andrey Amador (INS)
+0:00
47
Emanuel Buchmann (BOH)
+0:00
56
Frederik Frison (LTS)
+0:20
82
David Gaudu (GFC)
+0:29
84
Romain Bardet (ALM)
+0:29
112
Jan Hirt (CCC)
+0:51
120
Guy Niv (ISN)
+0:51
128
Sören Kragh Andersen (SUN)
+1:24
129
Felix Großschartner (BOH)
+1:24