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Mi, 24.07.2019 Tour de France 2019

Radsport Live-Ticker

Tour de France 2019, 17. Etappe
Beendet
Letzte Aktualisierung: 12:12:25
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200 km
vor Beginn
Herzlich willkommen zur 17. Etappe der Tour de France, die über 206 Kilometer von Pont du Gard nach Gap führt.
Die Etappe
Wir haben heute eine Übergangsetappe in die Alpen vor der Brust, von Vers-Pont-du-Gard geht es in die Hauptstadt des Departements Hautes-Alpes. Dabei bleibt man über 200 km zwar überwiegend im Tal, aber kurz vor Schluss wird man beim gut fünf Kilometer langen Anstieg auf den Col de la Sentinelle sicherlich Aktionen sehen.
Die Trikots
Ansonsten ist das natürlich für Ausreißer perfekt, da die Sprinterteams nicht so motiviert sein dürften. Bergpunkte sind auch kaum zu holen, das Gelbe von Alaphilippe ist heute wohl auch nicht in Gefahr.
Aufgaben
Von zwei weiteren Fahrern müssen wir uns verabschieden. Luis Leon Sanchez von Astana und Cees Bol vom Team Sunweb sind heute nicht mehr an den Start gegangen.
Start
Apropos Start, dieser erfolgte um 12:40 Uhr an der so spektakulären Aquäduktbrücke Pont du Gard.
195 km
Keine zehn Minuten später dann gleich der Ausreißversuch, der in einer Massenflucht endete. 34 Fahrer, da dürfte jedes Team Aktien haben. Ein paar bekannte Namen: De Gendt, Clarke, Trentin, Van Avermaet, Mollema, Skujins und Boasson Hagen.
195 km
Bora-hansgrohe hat Lukas Pöstlberger und Daniel Oss dabei. Sunweb mit Nicholas Roche ein richtig heißes Eisen im Feuer. Und auf Nils Politt von Katusha-Alpecin wollen wir auch nicht vergessen.
140 km
Pech für Magnus Cort Nielsen, für ihn ging es mit einem Reifenschaden zurück ins Peloton, damit waren es nur mehr 33. Und diese sprinten jetzt gleich mehr oder weniger.
138 km
Weniger. Der Sprint in Vaison-La-Romaine geht an Pasqualon vor De Gendt, Stuyven und Van Avermaet. Boasson-Hagen hat sich dezent zurückgehalten, die fünf Führenden der Sprintwertung waren ohnehin nicht anwesend.
130 km
Ab jetzt geht es ganz lang bergauf, nicht steil, aber eben durchwegs. Und die Ausreißer haben auf die eher lustlosen Verfolger schon acht Minuten Vorsprung.
125 km
Meurisse (Wanty-Groupe Gobert) und Mollema (Trek-Segafredo) liegen in der Gesamtwertung von den Ausreißern noch am besten, aber auch sie haben schon eine halbe Stunde Rückstand auf Alaphilippe und Konsorten. Sie sehen, niemand sieht im Peloton einen triftigen Grund, in die Eisen zu steigen. Erst recht nicht angesichts der besonderen Herausforderungen der Folgetage.
120 km
Es dürfte heute also zwei Rennen geben. Wobei die Ausreißer so deutlich vor dem Zeitplan sind, dass es wohl schon gegen 17:00 Uhr um den Etappensieg gehen wird.
115 km
Und wie sieht es in Sachen Bergtrikot aus, der Name De Gendt war ja schon zu lesen. Tim Wellens hingegen hält sich heute zurück, sein Plan muss sein, morgen volle Pulle den Col de Vars hoch, den Galibier zum Schluss wird er im Gruppetto der Sprinter hochfahren. Falls De Gendt heute die drei Punkte einsackt, dann ist das wenig dramatisch für ihn.
110 km
Apropos Berge der anspruchsvollsten Kategorien, dieses schreckliche Monster rechterhand der Fahrer ist der Mont Ventoux. Also wenn es nach mir ginge, dann hätte man den heute recht schön einbauen können. Aber wir wollen es ja nicht übertreiben.
105 km
Das geht jetzt schon satt bergauf, dies bei knallheißen 37 Grad. Daher sind die Restriktionen in Sachen Verpflegung auch aufgehoben. Bis zum Gipfel des Col de la Sentinelle dürfen die Mannschaftswagen ihre Fahrer versorgen.
100 km
Und die Karenzzeit des Gruppettos misst sich am Peloton, nicht am Etappensieger. Dies sind alles gute Argumente für eine Ausreißergruppe, die zehn Minuten vor dem Rest um den Tagessieg kämpft.
98 km
So, die Bergwertung ist in Sicht, aber dann geht es noch keineswegs bergab. Das steilste Stück ist nur vorbei, vor der Abfahrt sind noch sechs weitere Kilometer zu bewältigen. Und die Ausreißer haben satt über zehn Minuten Guthaben!
96 km
Alles wie geplant, Thomas De Gendt tritt an und sichert sich die Bergwertung am Cote de la Rochette-du-Buis. Bringt ein Pünktchen, haben oder nicht haben!
95 km
Alle wieder vereint und weiter geht diese lange Kletterpartie.
90 km
Keine Bergpunkte, aber viel Erleichterung, das hat der 883 Meter hohe Col de Mevouillon im Angebot. Denn jetzt geht es endlich mal wieder bergab. Und das auch über etliche Kilometer.
85 km
Da sind schon etliche Kilometer zwischen Ausreißern und Hauptfeld. Und mittlerweile 12:30 Minuten!
80 km
Natürlich werden wir nicht mit 30 Mann über den finalen Berg und runter nach Gap radeln. Aber das Ausleseverfahren beginnt halt auch erst in diesem kurzen und knackigen Anstieg.
75 km
Oha, plötzlich übles Sauwetter mit einem wirklich heftigen Schauer. Idelerweise geht es aber gerade flach dahin, so dass die Fahrer dieser unerwarteten Erfrischung vermutlich sogar sehr aufgeschlossen gegenüberstehen.
70 km
Und flach bleibt es jetzt auch noch für 50 weitere Kilometer. Mit einem kleinen Schnapper, aber der ist nicht der Rede wert, da wird sich niemand aus der Spitzengruppe einen Überraschungsangriff erlauben. Weil es sinnlos wäre.
65 km
Alaphilippes QuickStep-Mannen werden wohl erst aktiv werden, wenn Meurisse in der Gesamtwertung nur mehr einen einstelligen Minutenrückstand hat. Aktuell ist das durchaus nicht mehr weit entfernt, die 28:25 zu Beginn der Etappe sind bereits auf die Hälfte eingedampft!
60 km
Aber natürlich sind auch 14 Minuten nicht ansatzweise beunruhigend. Top 15 am Ende des Tages wäre für den Belgier schon optimal. Aber das ist ohnehin nicht sein Ziel, Meurisse ist ein Mann für die mittleren Anstiege, das ist heute wie für ihn gemacht.
55 km
Das denken freilich fast alle der 33 Fahrer an der Spitze des Feldes. Die Sprinter wie Boasson Hagen trachten danach, am Berg nicht zu viel zu verlieren, so dass sie auf den finalen 8,5 Kilometern dann alles in Grund und Boden fahren bzw. sprinten können.
50 km
In Frankreich erreicht die Begeisterung über das Nationalheiligtum Grande Boucle natürlich gerade neue Höhen. Beziehungsweise Höhen, wie wir sie seit Mitter der 1980er Jahre nicht mehr erlebt haben. Noch sind Alaphilippe und Pinot natürlich nicht auf der Ebene Laurent Fignon und Bernard Hinault angekommen, aber der Weg ist vorgezeichnet.
45 km
Und nach 34 Jahren ohne Sieg des Gastgebers wäre natürlich ein Ende dieser Leidenszeit wirklich überfällig. Aber auch ein Geraint Thomas hat einen Masterplan, Kruijswijk. Bernal und Buchmann werden garantiert morgen oder übermorgen auch etwas probieren.
40 km
Bernal natürlich nur, wenn er nicht Helfertätigkeiten für Thomas zu verrichten hat. Und Ineos ist sicherlich das stärkste Team, das könnte durchaus noch schlagend werden.
35 km
Der Vorsprung wächst immer noch an, auch wenn hinten jetzt Quick-Step und Ineos etwas aktiver werden. Aber da geht es nur darum, Meurisse und Mollema nicht auf dumme Gedanken kommen zu lassen.
30 km
Jetzt wird es aber auch an der Spitze unruhiger. King und Gougeard setzen eine erste Attacke.
26 km
Muss man das schon ernstnehmen? 20 Sekunden sind schnell zusammengekommen, aber so billig lassen sich die anderen 31 Flüchtlinge die Butter natürlich nicht vom Brot nehmen.
23 km
Dieser Fluchtversuch ist beendet, aber die Spitzengruppe hat es dabei auch zerlegt. Wir zählen gleich mal durch.
20 km
Es sind nur mehr elf Recken ganz vorne: Neben Gougeard und King die Herren Asgreen, Izagirre, Scully, Trentin, Van Avermaet, Laengen, Skujins, Perichon sowie Bora-hansgrohe-Hoffnung Daniel Oss.
18 km
Ich bin überrascht, dass sich Nicholas Roche doch so einfach abhängen hat lassen, Sunweb hat somit kein Eisen mehr im Feuer. Aber noch ist nicht alles verloren, das ist noch auf Sichtweite.
15 km
So, jetzt geht es richtig bergauf. Auch wenn die Steigung nur bei etwas über fünf Prozent liegt, die Jungs an der Spitze haben sich 180 km richtig ausgepowert.
13 km
Es wird das brutale Ausscheidungsrennen, so wie wir es erwartet haben. Perichon tritt an, aber Trentin noch viel mehr.
12 km
Nur mehr die beiden! Matteo Trentin gegen Pierre-Luc Perichon. Mitchelton-Scott gegen Cofidis. Und der Italiener hat ein Guthaben von 20 Sekunden. Das ist schon ein Brett, denn in Kürze geht es ja nur mehr bergab.
11 km
Perichon sieht schon ziemlich bedient aus. Wieder fünf Sekunden mehr auf der Uhr, das zermürbt.
10 km
Knapp zwei Kilometer bis zur Bergwertung, acht weitere ins Ziel. Ich würde jetzt an Ihrer Stelle nicht mehr gegen Matteo Trentin wetten.
9 km
In Metern ist der Vorsprung nicht groß, aber das ist am Berg natürlich die falsche Meßgröße. Weiter hinten attackiert Asgreen!
8,5 km
So, die Bergwertung der dritten Kategorie am Col de la Sentinelle gewinnt Trentin schon mal. Ist ihm freilich komplett Schnuppe. Asgreen hat Perichon schon gestellt, gehen beide gemeinsam in die Abfahrt?
7 km
Nein, Perichon kann das Hinterrad nicht einmal 300 Meter halten. Aber dieser Kasper Asgreen beweist mal wieder, dass immer irgendein Quickstepper mitmischt.
5 km
Aber knapp 30 Sekunden sind nur mehr ganz schwer aufzuholen. Erst der letzte Kilometer wird flach.
3 km
Trentin wirft alles in diese Abfahrt, es wäre sein dritter Etappensieg nach 2013 und 2014. Dieses Highlight kurz vor seinem 30. Geburtstag will er unbedingt.
2 km
Und das ist genau die Welt des Europameisters im Straßenrennen von 2018. Keine Chance für Asgreen, die Lücke zu schließen.
1 km
Flamme rouge. Und weit und breit kein Gegner in Sicht.
ZIEL
Matteo Trentin (Mitchelton-Scott) gewinnt in Gap. Am Col de la Sentinelle hat er alle Fluchtgefährten in Grund und Boden gefahren. Für Asgreen geht sich gerade noch Platz 2 aus. Dahinter darf gesprintet werden.
Wenig überraschend setzt sich hier Van Avermaet durch.
Das Hauptfeld ist noch im Anstieg, Alaphilippes Mannen haben alles im Griff, es geht wohl diesmal ohne Attacken.
Lukas Pöstlberger wird Zwölfter, Nils Politt kann als 23. nicht zufrieden sein nach so einem harten Arbeitstag.
Das Gelbe Trikot ist jetzt auch bei der Bergwertung angekommen. Niemand muss in der Abfahrt etwas riskieren, es gibt noch nicht einmal ein paar übrige Sprintpünktchen.
Noch vier Kilometer, ein Ende ist absehbar.
Wir nutzen die Zeit sinnvoll und ziehen den Ausblick vor, bei den Trikots gibt es ja gar keine Änderungen. Also der Donnerstag, wichtig, wir legen schon eine halbe Stunde früher los, damit wir wirklich gar nichts verpassen. Erst ein kleiner Hügel für Tim Wellens, dann sind die Sprinter dran. Es folgen drei Premiumberge mit dem Col de Vars, dem Izoard und dem Galibier. Brauchen wir nicht drüber reden, ein absolutes Tophighlight mit Vorentscheidungscharakter für die ganze Tour.
20:11 Minuten hinter dem Sieger führt Julian Alaphilippe das Hauptfeld über den Zielstrich, Gruppetto gibt es heute keines, das Peloton war zugleich der Besenwagen.
Fazit
Alles wie erwartet, der Tag der Ausreißer. Und bei den 33 Ausreißern ragte einer heraus, Matteo Trentin schenkt Italien den zweiten Etappensieg nach dem Galasprint von Elia Viviani vor zwei Wochen in Nancy. Mitchelton-Scott hat nun schon deren drei, zuvor glänzten Daryl Impey und Simon Yates.
Ende
So, das waren die Hügel, jetzt kommen die Berge. Drei Tage Spektakel pur, ich bin mit sicher, wir lesen uns morgen ab 13:30 Uhr wieder. Schönen Tag noch mit dem verbindlichsten Dank für Ihr geneigtes Interesse heute.
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Caleb Ewan (LTS)
3:04:08
2
Tom Dumoulin (TJV)
+0:00
3
Nairo Quintana (PCB)
+0:00
4
Bob Jungels (DQT)
+0:00
5
Giacomo Nizzolo (NTT)
+0:00
6
Jens Debusschere (VCB)
+0:00
7
Luka Mezgec (MTS)
+0:00
8
Edward Theuns (TFS)
+0:00
9
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
10
Peter Sagan (BOH)
+0:00
29
Andrey Amador (INS)
+0:00
47
Emanuel Buchmann (BOH)
+0:00
56
Frederik Frison (LTS)
+0:20
82
David Gaudu (GFC)
+0:29
84
Romain Bardet (ALM)
+0:29
112
Jan Hirt (CCC)
+0:51
120
Guy Niv (ISN)
+0:51
128
Sören Kragh Andersen (SUN)
+1:24
129
Felix Großschartner (BOH)
+1:24