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Radsport

Mi, 09.09.2020 Tour de France 2020

Radsport Live-Ticker

Tour de France 2020, 11. Etappe
Beendet
Letzte Aktualisierung: 08:25:41
Nachtrag
Peter Sagan wurde nach einem Juryentscheid auf Platz 85 ans Ende des Hauptfeldes zurückversetzt. Der Slowake hatte im Zielsprint seine linke Schulter gegen Wout Van Aert gedrückt und diesen behindert. Damit verliert der dreifache Weltmeister neben Rang 2 in der Tageswertung natürlich auch wertvolle Zähler im Kampf ums Grüne Trikot. Zu allem Übel setzt es zudem noch 13 Strafpunkte.
Au revoir
Für heute soll es das von der Tour de France gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Morgen erwartet uns und die Radprofis das längste Teilstück über 218 Kilometer. Dabei geht es auch wieder etwas profilierter zu Sache. Wir schauen uns das ab 15:00 Uhr live an. Und Sie sind hoffentlich wieder dabei. Bis dahin!
Trikot
Was die Trikotagen der Frankreich-Rundfahrt betrifft, da blieb alles beim Alten. Gelb trägt weiterhin Primoz Roglic, Weiß ziert Titelverteidiger Egan Bernal. In Sachen Bergtrikot gab es heute ohnehin nur einen Zähler, womit sich Benoit Cosnefroy um sein Kleidungsstück nicht sorgen musste. Gekämpft wird derzeit vor allem um Grün. Da weist Sam Bennett jetzt einen Vorsprung von 15 Punkten zu Peter Sagan auf. Die Mannschaftswertung bleibt in den Händen von Movistar.
Fazit
Erneut also ließ das Profil die Sprinterteams nicht ruhen. Somit war es ausgemachte Sache, dass eine Flucht einmal mehr keinen Erfolg haben würde. Dennoch versuchte sich Mathieu Ladagnous, der fast vom Start aus mehr als 120 Kilometer allein unterwegs war. Dem Franzosen wurden die Zwischenwertungen gegönnt, die Rote Startnummer verdiente sich der 35-Jährige obendrein. Mehr war nicht drin. Am Ende kam es auf der breiten Zielgerade zum erwarteten Sprint Royal. Und heute war dann wieder Caleb Ewan an der Reihe. Der Australier ergatterte seine zweiten Tageserfolg bei dieser Tour. Bester Deutscher war Jonas Koch als 29. Emanuel Buchmann büßte weitere Zeit ein - fast viereinhalb Minuten.
Ziel
Am Ende wird es ganz eng. Caleb Ewan schiebt sich auf den letzten Metern nach vorn, siegt ganz knapp vor Peter Sagan und Sam Bennett. Da lässt sich fast von Reifenstärken sprechen.
500 m
Es herrscht viel Platz für die Sprinter, die sich zahlreich beteiligen. Wout Van Aert mischt da mit, ist aber vielleicht etwas früh im Wind.
1 km
Dann durchqueren die Rennfahrer die Flamme Rouge. Es geht immer geradeaus.
1,5 km
Soeben biegt das Peloton auf die lange und breite Ziegerade ein. Eine leichte Linkskurve folgt noch.
2 km
Max Walscheid fährt an der Spitze des Feldes. Und so schließt das Peloton wieder auf. Die Flucht ist beendet.
3 km
Kasper Asgreen legt sich vorn ins Zeug, holt alles aus sich raus. Dann ist der Tank leer. Sein Teamkollege muss es fortan allein gegen Lukas Pöstlberger richten.
4 km
Nicht einmal zehn Sekunden sprechen für die Ausreißer. Wer macht im Hauptfeld die Arbeit?
6 km
Bora attackiert! Das ist Lukas Pöstlberger. Zwei Jungs von Deceuninck-Quick-Step steigen hinterher. Kasper Asgreen und Bob Jungels wollen offenbar mitarbeiten.
9 km
In einem höllischen Tempo fliegt das Peloton dem Ziel entgegen. Dadurch wird das Hauptfeld immer kleiner. Wer nicht um den Tagessieg kämpft oder am Gesamtklassement interessiert ist, hält sich raus.
11 km
Eben noch arbeitete Benoit Cosnefroy für sein Team AG2R mit an der Spitze. Jetzt hat der Mann im Bergtrikot sein Tagwerk verrichtet, nimmt die Beine hoch, fällt zurück und wird die Etappe entspannt zu Ende bringen.
13 km
Erwartungsgemäß wird Mathieu Ladagnous von der Jury zum kämpferischsten Fahrer des Tages gekürt. Der Franzose erhält also die Rote Startnummer.
15 km
Alles läuft auf einen Massensprint hinaus. Die letzten zwei Kilometer werden übrigens vollkommen flach dahingehen. Und spätestens ab der Flamme Rouge ist die Straße schön breit, womit sich genügend Platz für einen klassischen Sprint bietet.
18 km
Inzwischen reiht sich natürlich auch Jumbo-Visma, die Mannschaft des Gelben Trikots, vorn mit ein. Direct Energie taucht dort auf - wie auch Sunweb. Und selbstverständlich darf Deceuninck-Quick-Step nicht fehlen.
21 km
Poitiers ist übrigens zum neunten Mal Etappenort der Tour de France. Bisher wurden in der Kleinstadt fünf Etappen gestartet und drei zu Ende gebracht. Die letzte Zielankunft liegt 42 Jahre zurück. Letztmals Station machte die Grande Boucle hier 1994.
25 km
Schnell bestätigt sich, dass es für Ion Izaguirre nicht weiter gehen wird. Der Baske aus dem Astana-Team muss die Tour verlassen.
28 km
Sturz! Ion Izaguirre sitzt am rechten Fahrbahnrand an eine Hauswand gelehnt. Das schaut gar nicht gut aus. Auch Jose Rojas und Nils Politt sind betroffen. Die aber können sich wieder aufs Rad schwingen.
32,5 km
Soeben fährt das große Feld der verbliebenen 162 Fahrer ins Departement Vienne. Dort befindet sich übrigens auch der Zielort Poitiers.
38 km
Gregor Mühlberger ist am Ende. Der Bora-Fahrer muss die Tour aufgeben. Der Niederösterreicher lehnt an der Kühlerhaube des Teamfahrzeugs und schüttelt enttäuscht das gesenkte Haupt.
40 km
Wird in der Folge noch jemand den Schneid haben, eine weitere Attacke zu reiten? Oder ist der Wille der Sprinterteams Gesetz? Vor allem Deceuninck-Quick-Step hat bereits viel investiert und damit angedeutet, dass es heute doch bitte eine Massenankunft geben soll.
43 km
Dann wird Mathieu Ladagnous endgültig eingefangen. Die große Flucht des Tages ist 43 Kilometer vor dem Ziel beendet.
47 km
Plötzlich tritt Mathieu Ladagnous wieder kräftiger in die Pedale, wirkt entschlossen und kurbelt fleißig. Dennoch sind das nur 20 Sekunden.
50 km
Ladagnous gibt das Unterfangen dann doch freiwillig auf, nimmt die Beine hoch und zieht sich die Handschuhe an, um für die Fahrt im Hauptfeld etwas geschützt und gewappnet zu sein. So nähert sich das Peloton zügig.
53 km
So langsam geht es Mathieu Ladagnous an den Kragen. Dessen Vorsorung schmilzt soeben unter eine Minute. Ein Weilchen wird man den Franzosen sicherlich noch zappeln lassen, dessen Schicksal jedoch ist längst besiegelt.
55 km
Sam Bennett also hat sein Guthaben im Kampf um Grün auf 25 Punkte ausgebaut. Im Ziel sind für den heutigen Tagessieger auf dieser Etappe mit dem Koeffizenten 1 noch einmal 50 Zähler drin.
59,5 km
Für Peter Sagan bleiben lediglich 13 Punkte, Matteo Trentin holt elf. Die übrigen Platzierungen: Bryan Coquard (10), Jens Debusschere (9), Geoffrey Soupe (8), Thomas De Gendt (7), Ryan Gibbons (6), Daniel Oss (5), Remi Cavagna (4), Anthony Turgis (3), Pierre Latour (2) und Damiano Caruso (1).
59,5 km
Aus dem Hauptfeld heraus beteiligen sich doch einige Jungs am Zwischensprint. Letztlich jedoch fährt Michael Mörköv seinen Teamkollegen Sam Bennett ganz souverän in Position. Der Mann in Grün greift 17 Zähler und 1.000 Euro ab. Und Mörköv nimmt den anderen auch noch Punkte weg, wird Dritter (15, 500).
59,5 km
An der Spitze rollt Mathieu Ladagnous auf einer recht breiten Straße durch Les Grands Ajoncs und kassiert die 20 Punkte sowie 1.500 Euro.
61 km
Mit gesundheitlichen Problemen quält sich Gregor Mühlberger schon über den ganzen Tag am Ende des Pelotons. Jetzt fällt der Niederösterreicher zurück, orientiert sich zum Teamfahrzeug von Bora-hansgrohe. Anschließend versucht er, sich an zwei Fahrer von Education First zu hängen.
64 km
Letztlich wird es interessant, wer tatsächlich noch um Puntke kämpft. Der Kreis der Profis, die noch realistische Chancen auf das Sprintertrikot haben, ist schließlich recht klein geworden. Gestern haben sich bei der Zwischenwertung neben Bennett und Sagan eigenlich nur noch Bryan Coquard und Matteo Trentin beteiligt.
67 km
Inzwischen reihen sich noch mehr Deceuninck-Quick-Step-Profis vorn mit ein, nehmen Sam Bennett, den Mann in Grün, ins Schlepptau. Auch andere Sprinter orientieren sich langsam nach vorn, wo sich natürlich auch Peter Sagan blicken lässt.
69 km
Für Mathieu Ladagnous ist es nun nicht mehr weit bis zum nächsten Zwischenziel, dem Sprint in Les Gerands Ajoncs. Von der Bergwertung aus waren es 17 Kilometer bis dorthin. Das wird der 35-Jährige also locker noch schaffen.
72 km
Im Peloton zeigt sich das Bild unverändert. Thomas De Gendt fährt momentan im Wind, hat drei Jungs von Deceuninck-Quick-Step hinter sich. So übt man weiterhin Kontrolle aus - bei knapp drei Minuten Rückstand zum Ausreißer.
76,5 km
Im Alleingang holt sich Mathieu Ladagnous auf der Cote de Cherveux die Bergwertung der 4. Kategorie, für die es einen Punkt und 200 Euro für die Mannschaftskasse von Groupama-FDJ gibt. Der Franzose punktet übrigens erstmals im Klassement des Bergtrikots.
78 km
So nähern wir uns der einzigen Bergwertung des Tages. Allerdings verbietet es sich eigentlich, angesichts des heutigen Profils von Bergen zu sprechen. Der Weg zur Cote de Cherveux auf 106 Metern Höhe ist gut einen Kilometer lang bei durchschnittlich 4,4 Prozent Steigung.
80 km
In der zweiten Rennstunde legte der Mann an der Spitze 37,3 Kilometer zurück. Damit sinkt der Gesamtschnitt des Tages knapp unter 40 Stundenkilometer. Wenn da nicht alsbald forciert wird, erreichen wir das Ziel heute nicht vor 17:45 Uhr.
83 km
Mehr wird nach menschlichem Ermessen für den Ausreißer nicht drin sein. Aktuell schrumpft sein Polster auf etwa zweieinhalb Minuten, während sich die Rennfahrer durch das Departement Deux-Sevres bewegen.
87 km
Zumindest die Zwischenwertungen und die Rote Startnummer sollte sich Mathieu Ladagnous mit seinem Auftreten sichern können. Dafür besitzt unser Solist natürlich die besten Karten.
91 km
An der Spitze des Pelotons fährt momentan Tim Declercq für Deceuninck-Quick-Step, das Team von Sam Bennett. Dahinter reiht sich Thomas De Gendt von Lotto Soudal ein, wo man auf Sprinter Caleb Ewan setzt.
95 km
In jedem Fall lässt das Wetter heute keine Wünsche offen. Bei aktuell 28 Grad ist es sonnig. Doch das flache Profil, die Fahrt zwischen abgeernteten Feldern sowie der geringe Baumbewuchs ermöglichen dem Wind, Angriffsfläche zu finden. Es bleibt abzuwarten, ob dieser stark genug bläst, um im Tagesverlauf noch Einfluss zu nehmen.
100 km
Nach wie vor werden dem Ausreißer drei Minuten gegönnt. Es ist davon auszugehen, dass dies nicht genügen wird. Vor allem die Sprinterteams kontrollieren den Abstand, um den Hasardeur zum Ende der Etappe einfangen zu können.
105 km
Ladagnous bestreitet bereits seine achte Tour seit dem Debüt 2007. Lediglich 2016 kam der Franzose nicht in Paris an. In all den Jahren ist er mehrfach ausgerissen, bleib aber ohne jeden Etappensieg. Nicht einmal für eine Rote Startnummer reichte das ganze Bemühen.
110 km
Eine wirkliche Gefahr stellt Mathieu Ladagnous für das Gesamtklassement übrigens nicht dar. Der 35-Jährige weist beinahe zwei Stunden Rückstand auf. Deshalb macht seine Flucht die Tour-Favoriten und deren Teams überhaupt nicht nervös.
120 km
Während der ersten Rennstunde legte der Flüchtige 42,3 Kilometer zurück. Damit bewegen wir uns also bislang in etwa auf dem langsamsten vorausberechneten Schnitt der Marschtabelle.
130 km
Somit sehen wir aktuell weiterhin nur den französischen Einzelkämpfer vorn. Für Mathieu Ladagnous sprechen derzeit etwa zweieinhalb Minuten.
145 km
Unterdessen enteilte unser Ausreißer dem Peloton auf bis zu fünf Minuten. Dann starteten weitere Fahrer einen Fluchtversuch. Die Gruppe mit Oliver Naesen, Jasper Stuyven, Michael Gogl, Stefan Küng, Lukas Pöstlberger und Tom Van Asbroeck bekam allerdings nicht den Segen des Hauptfeldes, weshalb das Unterfangen zügig scheiterte.
155 km
Da gestern 164 Radprofis das Ziel erreichten, fehlt uns heute natürlich einer. Nach seinem Sturz brachte Davide Formolo die 10. Etappe zwar noch zu Ende, musste heute aber wegen eines Schlüsselbeinbruchs die Waffen strecken. Auf den Italiener vom Team Emirates wartet jetzt eine Operation.
165 km
Mathieu Ladagnous fuhr in der Anfangsphase locker vorn aus dem Feld heraus. Keiner beachtete den Franzosen von Groupama-FDJ so wirklich, der dadurch schnell an Vorsprung gewann. 30 Sekunden kamen zügig zusammen, doch eine Reaktion im Hauptfeld blieb aus.
Start
Mit etwas Verspätung setzte sich das Peloton der verbliebenen 163 Fahrer gegen 13:30 Uhr in Bewegung. Und da es auf der neutralisierten Fahrt durch Chatelaillon-Plage zu einem Sturz von Alexey Lutsenko, Ilnur Zakarin und Cyril Gauthier kam, verzögerte sich auch der scharfe Start, der dann etwa um 13:45 Uhr vorgenommen wurde.
Trikots
So geschah das auch gestern beim Sprinterfolg von Sam Bennett, der damit zugleich für den einzigen Trikotwechsel sorgte und Peter Sagan das grüne Leibchen auszog. Dieses steht natürlich auch heute wieder zur Debatte, weil der Vorsprung des Iren nur 21 Punkte beträgt. Die übrigen Trikots scheinen vorerst sicher zu sein - Gelb bei Primoz Roglic, Weiß bei Egan Bernal. Fürs Bergtrikot von Benoit Cosnefroy wird heute nur ein Pünktchen vergeben. Und die Mannschaftswertung wird von Movistar mit mehr als fünf Minuten Guthaben angeführt. Die Rote Startnummer trägt Sfefan Küng.
11. Etappe
Nach wie vor befinden wir uns im Westen Frankreichs. Von der Atlantikküste aus bewegt sich der Tour-Tross heute in östliche bis nordöstliche Richtung ins Landesinnere. Zwischen Chatelaillon-Plage und Poitiers sind 167,5 Kilometer auf erneut sehr flachem Terrain zurückzulegen. Zumindest wird es während der zweiten Hälfte der Etappe ganz leicht hügelig, womit sich auch die Bergwertung der 4. Kategorie erklären lässt. Knapp 60 Kilometer vor dem Ziel wartet noch der Zwischensprint. Auch das heutige Profil deutet auf eine Massenankunft hin.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 11. Etappe der Tour de France.
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Sam Bennett (DQT)
2:53:32
2
Casper Pedersen (SUN)
+0:00
3
Peter Sagan (BOH)
+0:00
4
Alexander Kristoff (UAD)
+0:00
5
Elia Viviani (COF)
+0:00
6
Wout Van Aert (TJV)
+0:00
7
Caleb Ewan (LTS)
+0:00
8
Hugo Hofstetter (ISN)
+0:00
9
Bryan Coquard (VCB)
+0:00
10
Maximilian Walscheid (NTT)
+0:00
28
Jonas Koch (CCC)
+0:00
41
Tadej Pogacar (UAD)
+0:00
87
Nikias Arndt (SUN)
+0:21
97
Lennard Kämna (BOH)
+1:06
99
Simon Geschke (CCC)
+1:06
108
Nils Politt (ISN)
+1:09
113
Roger Kluge (LTS)
+1:20
131
Maximilian Schachmann (BOH)
+2:38
132
Tony Martin (TJV)
+2:38
134
Emanuel Buchmann (BOH)
+2:38