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EA Sports verbannt 18-Jährigen lebenslang aus allen FIFA-Spielen

SID
Electronic Arts hat den 18-jährigen Iren Patrick O'Brien aus allen EA-Spielen lebenslänglich verbannt.
© getty

Electronic Arts hat den 18-jährigen Iren Patrick O'Brien aus allen EA-Spielen - also auch aus der FIFA-Reihe - lebenslänglich verbannt, nachdem dieser den realen Spieler Ian Wright nach einem verlorenen Spiel bei Ultimate Team mit Wrights Icon-Card im Mai 2020 in den sozialen Medien übelst rassistisch beleidigt hatte.

"Ian Wright ist ein Teil unserer EA-Sports-Familie", erklärte David Jackson, VP Brand EA Sports FIFA, gegenüber Eurogamer. "Wir schätzen seine Partnerschaft und Unterstützung sehr und wir wollen ihn wissen lassen, dass auch er unsere Unterstützung hat."

"Letztes Jahr wurde Ian Opfer einer schrechlicken, rassistischen verbalen Attacke von einem Spieler, der ein Match bei FIFA 20 verloren hatte. Das Verhalten dieses Spielers war auf jeglicher Ebene inakzeptabel und wir werden dies nicht tolerieren", so Jackson weiter.

Deshalb habe man sich dazu entschlossen, "dem Spieler dauerhaft den Zugang zu all unseren Spielen zu verwehren. Rassismus muss aufhören. Wir sind entschlossen, unsere Arbeit im positiven Spiel fortzusetzen, indem wir Maßnahmen ergreifen, die unsere Communities für alle unterhaltsam, fair und sicher machen."

Ian Wright sauer über Gerichtsurteil

Während O'Brien damit zukünftig auf die FIFA-Spiele verzichten muss, hatten seine Beleidigungen immerhin keine strafrechtlichen Konsequenzen, nachdem der 18-Jährige aufgrund von Worten wie "verdammter Affe" und "wenn ich das Corona-Virus bekomme, huste ich dir ins Gesicht und verpass dir die Todesstrafe. Wenn ich dich sehe, bring ich dich auf dein Sterbebett" angeklagt worden war.

Das Gericht befand nun, dass der Angeklagte eine junge, unreife und ein wenig naive Person sei, sowie glaubwürdig Reue gezeigt und auch 500 Euro an ein Netzwerk gegen Rassismus gespendet habe. Zudem hatte Wright dem Jungen nach einer handgeschriebenen Entschuldigung bereits vergeben.

Das milde Urteil kann der ehemalige englische Nationalspieler aber trotzdem nicht nachvollziehen, sagte: "Ein Mensch wünscht mir den Tod aufgrund meiner Hautfarbe. Keine Aussage eines Richters über 'Naivität' oder 'Unreife' wird mich das je akzeptieren lassen. Also: Ja, ich bin enttäuscht. Ich bin müde. Wir alle sind müde."

Wrights "Vergebung für diesen jungen Mann war für mein eigenes tiefes persönliches Bedürfnis, ohne Pein nach vorne schauen zu können. Ich bin ein 57 Jahre alter Mann, der sein ganzes Leben Rassismus erfahren musste. Ich habe nicht erwartet, dass meine Vergebung eine Einladung dazu war, die Strafe zu mildern."

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