Home Office statt Newsroom: So reagieren wir auf Corona

Das Newsroom der SPOX-Redaktion steht derzeit leer.

Die Corona-Pandemie erschwert das tägliche Leben, auch bei SPOX wird aus dem Home Office gearbeitet. Trotzdem versuchen wir weiter, bestmöglich zu informieren.
 

 

Liebe SPOX-User,

am 24. Januar erreichte unser weltweites Netzwerk eine Mail des Goal-Korrespondenten in China. "Wie einige von euch vielleicht bereits wissen, wird der Ausbruch des Coronavirus in Wuhan, China, immer ernster", schrieb der Kollege und beschrieb im Folgenden die Überlegungen, Sportveranstaltungen vorerst abzusagen.

Hierzulande nahm das niemand zu diesem Zeitpunkt sonderlich ernst, dreieinhalb Wochen später etwa amüsierten sich die eng zusammensitzenden Gäste bei der Verleihung des Laureus World Sports Awards in Berlin darüber, dass Sharon Stone die Moderation kurzfristig aus Angst vor Corona abgesagt hatte.

Weitere dreieinhalb Wochen später war auch in Deutschland niemandem mehr zum Scherzen zu Mute. Am Freitag, dem 13. März, wurde bei unserer Mutterfirma DAZN auf Heimarbeit umgestellt, von einem auf den anderen Tag waren die Büros in Ismaning fast menschenleer.

SPOX und Goal arbeiteten übers Wochenende noch mit einer Notbesetzung im Newsroom, was wir aber nur drei Tage später änderten. Seitdem ist die Redaktion so wie aktuell die meisten anderen Menschen (und auch die meisten anderen Wettbewerber) komplett aus dem Home Office tätig.

Auch eine solche Umstellung ist möglich

Auch nach inzwischen rund zwei Wochen bleibt das eine Herausforderung - zumal uns noch einige weitere Wochen in der ungewohnten Konstellation bevorstehen dürften. Teilweise fehlt zu Hause ein Rückzugsraum, teilweise sind die anderen Familienmitglieder genervt, teilweise fehlt das richtige technische Equipment und so manches der vielen Telefon- oder Video-Meetings wird von Kindern unterbrochen.

Beinahe zwangsläufig leiden unter diesen ungewohnten Bedingungen gerade in einer Sportnachrichtenredaktion die schnellen und geübten Abläufe, weil kurze Zurufe, Absprachen, Korrekturen und Hinweise wie in einem Newsroom nicht mehr möglich sind.

Und trotzdem zeigt die Krise auch: Wenn es nicht anders geht, ist auch eine solche Umstellung möglich. An unserer täglichen Morgenkonferenz nehmen zum Beispiel mehr Kollegen teil als vorher. Zu besprechen gibt es nach wie vor genug, denn der Sportbetrieb ruht zwar, aber die Welt dreht sich dennoch weiter. Unser Ziel bleibt es daher, alle relevanten News aus dem Sport, vor allem über die Auswirkungen des Coronavirus, aber auch über Transfers und sonstige Entwicklungen, schnellstmöglich online zu bringen.

Schwerpunkte: Interviews und Features

Gleichzeitig versuchen wir darauf zu reagieren, dass einerseits kein Livesport stattfindet, andererseits die User sich weiter für Sport interessieren und vielleicht sogar mehr Zeit dafür haben.

Deshalb bieten wir unter anderem eine Interviewserie an, in der im Ausland tätige deutsche Fußballer wie Christian Träsch, Hany Mukhtar oder Alexander Baumjohann über ihre Erfahrungen mit der Corona-Pandemie berichten.

Wir zeigen, wie Vorstand, Spieler und Mitarbeiter von Drittligist SpVgg Unterhaching mit der ungewohnten Zwangspause umgehen. Und wir analysieren die Konsequenzen eines langen Shutdowns für den Sport.

Zudem weiten wir unsere Berichterstattung über große Mannschaften, legendäre Fußballer und spektakuläre Abstürze aus, ebenso erhöhen wir die Zahl an tiefergehenden Interviews mit Sportlern wie Ex-Bayern-Torwart Lukas Raeder oder anderen Protagonisten, etwa dem Politiker Gregor Gysi oder dem Physiotherapeuten Frank Zöllner.

Auch bei unserem umfangreichen Videoangebot setzen wir auf Highlights, historische Sportevents und per Skype geführte Interviews mit bekannten Gesichtern wie Marc-Andre ter Stegen, Max Kruse, Fredi Bobic oder Andi Brehme.

Damit wollen wir auch in dieser schweren Situation unserem Anspruch gerecht werden, sowohl zu informieren als auch zu unterhalten. Bleiben Sie zu Hause und bleiben Sie uns gewogen!

Vielen Dank und viele Grüße

Martin Volkmar, SPOX-Chefredakteur

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