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NBA - Jakob Pöltl: "Österreich muss mehr gegen Rassismus tun"

Von SPOX Österreich
Jakob Pöltl.

Jakob Pöltl hat sich in einem Interview über Rassismus in den USA geäußert. Der Center der San Antonio Spurs schilderte Erzählungen aus seinem Freundeskreis, lobte Trainer Gregg Popovich für seine klare Linie und forderte auch in Österreich mehrere Schritte gegen Rassismus ein.

"Rassismus ist ein weltweites Problem. Die USA stehen auf der Skala woanders, aber Rassismus gibt es auch in Österreich", sagte Pöltl in einem Interview mit der Tageszeitung Der Standard. "Österreich muss ebenfalls mehr gegen Rassismus tun."

In den USA sorgte der qualvolle Tod von George Floyd, der in Minneapolis aufgrund von Polizeigewalt ums Leben kam, für eine Welle der Entrüstung. Ein weißer Polizist hatte ihm minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt. Zahlreiche Sport-Stars solidarisierten sich daraufhin mit den Demonstranten, die nun im ganzen Land für mehr Gleichberechtigung eintreten. Pöltl begrüßte diese Solidaritätsbekundungen.

"Es gibt die große Hoffnung, dass sich etwas ändert. Jetzt ist der Zeitpunkt für einen Change. Es muss auch besser werden, es kann nicht so weitergehen", sagte der 24-Jährige. "Ich mache mir Sorgen, nicht um meine eigene Sicherheit, sondern darüber, wie sich die USA entwickeln. Die Emotionen sind auf einem Höhepunkt. Viele denken nicht nach, bevor sie etwas tun."

Jakob Pöltl: Trump? "Bin kein Fan von seinem Blödsinn"

US-Präsident Donald Trump trage dazu bei, dass man befürchten muss, "dass alles eskaliert", meinte Pöltl. Spurs-Coach Popovich nahm Trump vor wenigen Tagen ins Visier, nannte ihn einen "Zerstörer" und einen Egoisten. "Ich persönlich hätte das vermutlich nicht so hart formuliert. Aber auch ich bin kein Fan von Trump und dem Blödsinn, den er treibt", pflichtete ihm Pöltl bei. "Er ist keine Führungspersönlichkeit, er ist kein Präsident, er trifft viele falsche Entscheidungen."

Der gebürtige Wiener bekam durch mehrere Erzählungen seiner Teamkollegen das Ausmaß an alltäglichen Rassismus in den USA mit. Pascal Siakam schilderte ihm etwa in gemeinsamen Zeiten bei den Toronto Raptors davon, wie er seit der Kindheit mit dem Thema konfrontiert war.

"Auch er sagt, er musste lernen, mit Rassismus zu leben", erklärte Pöltl. "Das Problem, dass es strukturellen Rassismus in den USA gibt, ist ja nie richtig angegangen worden. Und in den vergangenen Jahren hat sich nichts verbessert."

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