Siege, Tiefschläge & Geparden: Das war die Karriere von ÖSV-Star Anna Veith

 
Am 23. Mai, wenige Wochen vor ihrem 31. Geburtstag, gab Anna Veith ihren Rücktritt aus dem alpinen Ski-Sport bekannt. SPOX blickt auf die erfolgreiche Karriere der Olympiasiegerin, dreifachen Weltmeisterin und zweifachen Weltcup-Gesamtsiegerin zurück.
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Am 23. Mai, wenige Wochen vor ihrem 31. Geburtstag, gab Anna Veith ihren Rücktritt aus dem alpinen Ski-Sport bekannt. SPOX blickt auf die erfolgreiche Karriere der Olympiasiegerin, dreifachen Weltmeisterin und zweifachen Weltcup-Gesamtsiegerin zurück.
Als vierfache Junioren-Weltmeisterin und zweifache Europacup-Gesamtsiegerin zerbrach das Super-Talent aus Adnet nach dem Aufstieg 2006 in den Weltcup beinahe daran, "die neue Pröll" sein zu müssen.
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Als vierfache Junioren-Weltmeisterin und zweifache Europacup-Gesamtsiegerin zerbrach das Super-Talent aus Adnet nach dem Aufstieg 2006 in den Weltcup beinahe daran, "die neue Pröll" sein zu müssen.
Als 2010 auch die ersten Olympischen Spiele (Vancouver) in die Hose gingen, drückte Veith den Reset-Knopf. "Ich habe gemerkt, dass ich schleunigst etwas ändern muss", erklärte sie später.
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Als 2010 auch die ersten Olympischen Spiele (Vancouver) in die Hose gingen, drückte Veith den Reset-Knopf. "Ich habe gemerkt, dass ich schleunigst etwas ändern muss", erklärte sie später.
Und läutete - unterstützt von ihrem Freund, dem Snowboarder Manuel Veith - prompt ein wahres Erfolgs-Quinquennium ein. Mit 21 Jahren wurde sie 2011 in Garmisch quasi aus dem Nichts Kombi-Weltmeisterin, der erste Weltcupsieg folgte im Dezember in Lienz.
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Und läutete - unterstützt von ihrem Freund, dem Snowboarder Manuel Veith - prompt ein wahres Erfolgs-Quinquennium ein. Mit 21 Jahren wurde sie 2011 in Garmisch quasi aus dem Nichts Kombi-Weltmeisterin, der erste Weltcupsieg folgte im Dezember in Lienz.
Sotschi 2014: Anna Fenninger kommt mit einem Geparden-Helm – und hat den Raubtier-Blick. Top in Form und gierig auf Medaillen. Zwei werden es. Gold im Super-G, Silber im Riesentorlauf. Eine große Karriere nimmt Fahrt auf.
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Sotschi 2014: Anna Fenninger kommt mit einem Geparden-Helm – und hat den Raubtier-Blick. Top in Form und gierig auf Medaillen. Zwei werden es. Gold im Super-G, Silber im Riesentorlauf. Eine große Karriere nimmt Fahrt auf.
Bis 2015 holte Veith 14 ihrer 15 Weltcupsiege, bei drei Weltmeisterschaften sechs Medaillen (fünf Einzel), davon drei in Gold.
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Bis 2015 holte Veith 14 ihrer 15 Weltcupsiege, bei drei Weltmeisterschaften sechs Medaillen (fünf Einzel), davon drei in Gold.
Fenninger avancierte zum Medienstar und probierte sich für einen guten Zweck als Fotomodel vor der Kamera. Ob Bilder oder Helm: Seitdem setzte sie sich immer wieder öffentlich für Geparden in Afrika ein.
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Fenninger avancierte zum Medienstar und probierte sich für einen guten Zweck als Fotomodel vor der Kamera. Ob Bilder oder Helm: Seitdem setzte sie sich immer wieder öffentlich für Geparden in Afrika ein.
Einmal mehr zeigte sie ihr Können in der Kombination in Bansko 2015 als sie Konkurrentin Tina Maze ausgerechnet in deren Disziplin Slalom auf Rang zwei verwies und mit 0:39 Hundertstel-Vorsprung gewann.
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Einmal mehr zeigte sie ihr Können in der Kombination in Bansko 2015 als sie Konkurrentin Tina Maze ausgerechnet in deren Disziplin Slalom auf Rang zwei verwies und mit 0:39 Hundertstel-Vorsprung gewann.
Die Saison sollte ein Duell der Weltcupsiegerinnen von 2013 (Maze) und 2014 (Fenninger) um die große Kristallkugel werden, das erst im letzten Rennen entschieden wurde.
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Die Saison sollte ein Duell der Weltcupsiegerinnen von 2013 (Maze) und 2014 (Fenninger) um die große Kristallkugel werden, das erst im letzten Rennen entschieden wurde.
Im Herzschlagfinale von Meribel gewann Fenninger, vor Brem und Maze und verteidigte damit ihren Titel mit nur 22 Punkten Vorsprung.
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Im Herzschlagfinale von Meribel gewann Fenninger, vor Brem und Maze und verteidigte damit ihren Titel mit nur 22 Punkten Vorsprung.
2015 sollte sich für Veith als Zäsur erweisen: Zunächst ging der lange schwelende Konflikt mit dem Skiverband wegen Veiths Versuch, sich selbst zu vermarkten, in einen Vollbrand über.
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2015 sollte sich für Veith als Zäsur erweisen: Zunächst ging der lange schwelende Konflikt mit dem Skiverband wegen Veiths Versuch, sich selbst zu vermarkten, in einen Vollbrand über.
Nationenwechsel, Gründung eines eigenen Teams, ja sogar ein Rücktritt standen im Raum. Dabei kämpfte Veith vorrangig um die gleichen Rechte wie die der Ski-Herren und wegen ihrer andauernden Knieschmerzen auch um ein professionelles Team rund um sich.
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Nationenwechsel, Gründung eines eigenen Teams, ja sogar ein Rücktritt standen im Raum. Dabei kämpfte Veith vorrangig um die gleichen Rechte wie die der Ski-Herren und wegen ihrer andauernden Knieschmerzen auch um ein professionelles Team rund um sich.
Dafür legte sich die Halleinerin öffentlich selbst mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel an. "Für manche Dinge muss man eben kämpfen. Ich gehe weiter meinen Weg und treffe die meisten Entscheidungen selbst", betonte Veith damals.
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Dafür legte sich die Halleinerin öffentlich selbst mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel an. "Für manche Dinge muss man eben kämpfen. Ich gehe weiter meinen Weg und treffe die meisten Entscheidungen selbst", betonte Veith damals.
Am Höhepunkt ihres Schaffens stürzte Veith drei Tage vor Saisonbeginn im Training in Sölden folgenschwer und riss sich sowohl Kreuzband, Innenband als auch die Patellasehne im rechten Knie. Die Saison war gelaufen.
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Am Höhepunkt ihres Schaffens stürzte Veith drei Tage vor Saisonbeginn im Training in Sölden folgenschwer und riss sich sowohl Kreuzband, Innenband als auch die Patellasehne im rechten Knie. Die Saison war gelaufen.
"431 Tage - Schmerz, Angst, Enttäuschung, Überwindung, Arbeit, Herausforderung, Mut", schrieb die Weltmeisterin einen Tag vor ihrem Comeback auf Facebook. Beim Riesenslalom am Semmering wurde sie 49.
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"431 Tage - Schmerz, Angst, Enttäuschung, Überwindung, Arbeit, Herausforderung, Mut", schrieb die Weltmeisterin einen Tag vor ihrem Comeback auf Facebook. Beim Riesenslalom am Semmering wurde sie 49.
Veith tastete sich langsam wieder an den Rennzirkus heran, heimste in Cortina einen dritten Platz ein und schnupperte bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz weitere Wettkampf-Luft. Doch das Glück sollte nicht lange währen.
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Veith tastete sich langsam wieder an den Rennzirkus heran, heimste in Cortina einen dritten Platz ein und schnupperte bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz weitere Wettkampf-Luft. Doch das Glück sollte nicht lange währen.
Aufgrund einer chronischen Entzündung der Patellasehne im linken Knie musste Veith Ende Februar ihre Saison vorzeitig beenden. Im Weltcup ging sich - nach 1001 Tagen Pause - im Dezember 2017 in Val d'Isere zwar ein weiterer Sieg aus,...
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Aufgrund einer chronischen Entzündung der Patellasehne im linken Knie musste Veith Ende Februar ihre Saison vorzeitig beenden. Im Weltcup ging sich - nach 1001 Tagen Pause - im Dezember 2017 in Val d'Isere zwar ein weiterer Sieg aus,...
...eine erneute Olympia-Sternstunde blieb der lebenslangen Head-Fahrerin aber verwehrt, weil die tschechische Außenseiterin Ester Ledecka 2018 in Südkorea um eine Hundertstelsekunde schneller war. Es war ihr „emotionalster Tag“, wie sie später zugab.
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...eine erneute Olympia-Sternstunde blieb der lebenslangen Head-Fahrerin aber verwehrt, weil die tschechische Außenseiterin Ester Ledecka 2018 in Südkorea um eine Hundertstelsekunde schneller war. Es war ihr „emotionalster Tag“, wie sie später zugab.
Am 12. Jänner 2019 riss sich Österreichs dreifache Sportlerin des Jahres beim Riesentorlauf-Training in Südtirol das Kreuzband – Saisonende und der letzte große Rückschlag in der Karriere Veiths.
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Am 12. Jänner 2019 riss sich Österreichs dreifache Sportlerin des Jahres beim Riesentorlauf-Training in Südtirol das Kreuzband – Saisonende und der letzte große Rückschlag in der Karriere Veiths.
Trotz ihrer Bereitschaft, für die Saison 2019/20 ein drittes Comeback innerhalb von vier Jahren zu geben, konnte Veith letztlich das Feuer nicht mehr am Brennen halten. Der Ausfall im Super-G von Garmisch am 9. Februar 2020 sollte ihr letztes Rennen sein
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Trotz ihrer Bereitschaft, für die Saison 2019/20 ein drittes Comeback innerhalb von vier Jahren zu geben, konnte Veith letztlich das Feuer nicht mehr am Brennen halten. Der Ausfall im Super-G von Garmisch am 9. Februar 2020 sollte ihr letztes Rennen sein
Am 23. Mai, wenige Wochen vor ihrem 31. Geburtstag, erklärte die Olympiasiegerin, dreifache Weltmeisterin und zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin schließlich ihren Rücktritt.
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Am 23. Mai, wenige Wochen vor ihrem 31. Geburtstag, erklärte die Olympiasiegerin, dreifache Weltmeisterin und zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin schließlich ihren Rücktritt.
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