Wintersport

Henrik Kristoffersen über Slalom-Kugel: "Fühlt sich nicht so verdient an"

Von SPOX Österreich
Kristoffersen ist enttäuscht

Nachdem sie Ski-Saison aufgrund von zahlreichen wetterbedingten Ausfällen und schlussendlich auch des Corona-Virus nur unvollständig zu Ende gebracht wurde, kann sich Henrik Kristoffersen nicht umfänglich über seine Kristall-Kugeln freuen. Zudem ärgert sich der Norweger, erneut die große Kristall-Kugel verpasst zu haben.

"Natürlich habe ich noch meine Chancen gesehen. Ich lag 160 Punkte zurück und man kämpft bis es rechnerisch nicht mehr möglich ist", so Kristoffersen gegenüber redbull.com. Fünf verbleibende Rennen wurden schlussendlich abgesagt, dort wollte er noch einmal voll angreifen.

"Aber es gibt wichtigere Dinge als die fünf Rennen", betont der 25-Jährige die Richtigkeit der Entscheidung. Mit der erneuten Niederlage im Gesamtweltcup hat er sich bereits abgefunden: "Ich hatte in den letzten vier, fünf Jahren so viele frustrierende Dinge - im und außerhalb des Sports. Ich habe gelernt, mit Dingen, die ich nicht ändern kann, umzugehen."

Henrik Kristoffersen: "War technisch besser als im letzten Jahr"

Zudem erreichte der Norweger einen elitären Zirkel: Gewinn der Riesentorlauf- und Slalom-Kugel innerhalb einer Saison, das gelang nicht vielen. "Das ist etwas Besonders, das geschafft zu haben und auf dieser Liste zu sein", so Kristoffersen.

Die Freude über die Slalom-Kugel blieb aber gedämpft: "Aber ich habe die Slalomkugel auch schon 2016 gewonnen und dieses Mal fühlt es sich nicht so verdient an wie mit einer kompletten Saison. Damals ist alles so leicht gegangen."

In der diesjährigen Saison war es über weite Strecken ein K(r)ampf, wie Kristoffersen meint: "In der voran gegangenen Saison bin ich technisch nicht gut gefahren. Ich musste einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorne machen zu können. Das hat Zeit gebraucht und ich habe in dieser Saison den Flow nicht gefunden. Aber technisch war es besser als im letzten Jahr."

Kristoffersen über Marcel Hirscher: "Als Freund im Weltcup vermisst"

Altersmäßig sieht er sich noch lange nicht am Ende, mit erst 25 Jahren verständlich: "Man kann bis zum Schluss gewinnen - wie Marcel Hirscher. Ich denke, es kommt noch etwas." Apropos Hirscher - zu diesem hatte der Norweger diese Saison gemischte Gefühle: "Ich habe ihn als Freund auf der Weltcup-Tour vermisst, ich habe seine Autorität vermisst. So eine Person gibt es derzeit nicht. Nicht vermisst habe ich es, hinter ihm Zweiter zu werden. Darüber bin ich schon froh."

Eines ist für Kristoffersen aber auch klar: "Ich hätte gerne noch mehr Gelegenheiten gehabt, Marcel zu schlagen."

 

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