Wintersport

Daniel Yule kritisiert Donald Trumps Rhetorik: "Das finde ich gefährlich"

Von SPOX Österreich
Daniel Yule.

Daniel Yule hat das Handeln und Auftreten von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Der Slalom-Spezialist ärgert sich zudem über die Vermarktung des Skirennsports.

"Ich habe mir viele Dokumentationen über den Vietnam und den zweiten Weltkrieg angesehen", sagte der Schweizer dem Blick über seine Zeit in Corona-Selbstisolation. "Die Rhetorik von Adolf Hitler hat mich in erschreckender Weise an Reden aus der heutigen Zeit erinnert."

Und weiter: "Ich will Donald Trump zwar nicht mit Hitler gleichsetzen, schließlich ist der US-Präsident im Gegensatz zu Hitler nicht für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich. Aber während Hitlers Wahlspruch 'Deutschland über alles' war, wirbt Trump jetzt mit dem vergleichbaren Slogan 'America First'. Das finde ich gefährlich."

Daniel Yule: Ski? FIS traf "einige falsche Entscheidungen"

Yule, der seit Juni 2019 als Athletensprecher des alpinen Weltcups fungiert, macht sich weiters Sorgen um die Zukunft des Skirennsports. Im Gegensatz zu anderen Sportarten habe man im Skizirkus "in den letzten zwanzig, dreißig Jahren einige falsche Entscheidungen getroffen".

Die Coronakrise könnte es nun noch schwieriger machen, vom Skirennsport leben zu können. "Während eine Sportart wie Biathlon immer mehr an Interesse gewinnt, geht das internationale Ansehen am Skirennsport zurück. Unser Sport ist genial und es gibt so viele interessante Charaktere und Geschichten. Aber es muss alles besser kommuniziert sein", forderte Yule deshalb eine bessere Vermarktungsstrategie auf den sozialen Netzwerken.

Der 27-Jährige gewann in der abgelaufenen Saison drei Weltcup-Slaloms und ist damit der erfolgreichste Schweizer Slalom-Läufer aller Zeiten. In der Slalom-Weltcupwertung belegte er wie 2018/19 den dritten Platz. Die Kugel sicherte sich Henrik Kristoffersen.

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