Wintersport

Vincent Kriechmayr lobt ÖSV-Teamkollege Matthias Mayer: "Das war gewaltig"

Von APA
In Lake Louise landeten mit Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr gleich zwei ÖSV-Fahrer auf dem Podest.

Das erste Speed-Wochenende des Weltcup-Winters hat den österreichischen Ski-Herren den ersten Saisonsieg gebracht. Matthias Mayer knüpfte am Sonntag im Super-G von Lake Louise da an, wo Hermann Maier für Rot-Weiß-Rot elf Jahre davor bei seinem Sieg auf der kanadischen Strecke aufgehört hatte. Dazwischen gab es im Banff-Nationalpark nur Erfolge der Konkurrenz, wobei es nicht selten knapp herging.

Allein Mayer war auf der Strecke als viermaliger Zweiter oft nahe am Erfolg, diesmal ging es ihm aber ganz auf. Vier Zehntelsekunden Vorsprung auf den Südtiroler Dominik Paris konnten sich sehen lassen. "Jetzt habe ich das endlich einmal heruntergebracht, was da möglich ist", lautete der zufriedene Kommentar des Kärntners. "Es ist der erste Super-G der Saison, der Saisonstart. Von daher ist es lässig, wenn man so reinstarten kann."

Er habe wegen der vielen "Niederlagen" in Lake Louise nicht gezweifelt. Vielmehr sah er darin eine Bestätigung, gut dabei zu sein. "Ich habe wohl große Konkurrenten gehabt, als ich Zweiter geworden bin", verwies Mayer u.a. auf die im dortigen Super-G davor siebenmal en suite siegreich gebliebenen Norweger. "Es war immer eine enge Geschichte. Es sind wirklich alle auf einem Top-Niveau hier. Daher freut es mich umso mehr."

Der zweifache Olympiasieger weiß, dass er sich mit seinem insgesamt sechsten Weltcup-Erfolg früh in der Saison für den weiteren Verlauf des Winters einen guten Dienst erwiesen hat. "Es nimmt den Druck, das ist ganz wichtig. Alles, was man an Ergebnissen hat, ist schon einmal da." Freilich meinte das der 29-jährige Gesamtweltcup-Leader auch in Hinsicht auf die ÖSV-Equipe, und so sahen es auch seine teaminternen Mitstreiter.

Lob von ÖSV-Kollege Vincent Kriechmayr

"Wir haben uns im Training sehr gut präsentiert, auch in der Vorbereitung. Wir haben gewusst, wir sind sehr schnell", wies etwa Vincent Kriechmayr auf die gute Verfassung der ÖSV-Abteilung hin. "Es war sehr wichtig, dass zumindest einer seine Leistung zu 100 Prozent auf den Punkt bringt. Das hat der Mothl (Mayer, Anm.) gemacht, das war wirklich gewaltig." Der 28-Jährige konnte aber auch mit seinem dritten Platz (+0,49 Sek.) gut leben.

"Podium ist immer super. Ich habe wirklich eine gute Fahrt gemacht", erklärte Kriechmayr. "Die 9/100 haben mich angezipft (Rückstand auf Paris), aber die halbe Sekunde (Rückstand auf Mayer) weiß ich nicht, wo ich die suchen soll. Es wird eine spannende Saison, man darf nicht nachlassen." Max Franz hingegen wurde durch Rang elf nicht restlos zufriedengestellt: "Ab der Hälfte hat mir ein bisschen die Überzeugung gefehlt."

Der Kärntner hatte sich in der Abfahrt am Rücken ein bisschen verrissen und mit dieser Verletzung auch im Super-G zu kämpfen. Franz sprach von einer muskulären Geschichte, gab sich allerdings zuversichtlich: "Wir werden das schon wieder hinbringen." Am besten schon in den nächsten Tagen, denn an diesem Wochenende steht beim Klassiker in Beaver Creek bereits das nächste Speed-Doppel auf dem Programm.

Matthias Mayer startet bei Triple in Beaver Creek

Der Tross machte sich recht bald nach dem Super-G auf den Weg, denn schon am Freitag geht es auf der Birds of Prey um Weltcuppunkte. Diesmal macht der Super-G den Anfang, der Samstag ist wieder für die Abfahrt reserviert, die Nordamerika-Tournee wird am Sonntag mit einem Riesentorlauf abgeschlossen. Mayer hat für alle drei Rennen geplant, er sprach daher von einer anstehenden anstrengenden Woche.

Kriechmayr wiederum freut sich besonders auf die Rennen in Colorado. "In Beaver Creek habe ich mein erstes Rennen gewonnen. Ich bin ganz gut drauf, aber da sind wieder andere Qualitäten gefragt", erläuterte der ÖSV-Athlet. "Es ist ein bisschen technischer, anspruchsvoller. Da muss man extrem am Limit sein, wenn es so schwierig ist. Es ist eine coole Strecke, die Birds of Prey, ich freue mich irrsinnig darauf."

Von der Konkurrenz der Österreicher hat sich in Lake Louise Dominik Paris mit zwei zweiten Plätzen am besten präsentiert. "Mit so einem Auftakt muss man zufrieden sein", meinte der Südtiroler und erkannte Mayers Sieg respektvoll an. "Matthias hat in Coaches Corner und Fallaway viel Risiko genommen und es ist ihm gut aufgegangen. Ich bin das nicht eingegangen. Trotzdem, so einen Start in die Saison kann man sich nur wünschen."

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