Wintersport

Ski-Alpin: ÖSV-Techniker leicht im Aufwind: "Brust wächst damit"

Von APA
Marco Schwarz kommt langsam in Form

In Alta Badia haben die Techniker unter Österreichs Ski-Herren Lebenszeichen von sich gegeben. Erster Top-Ten-Platz in einem klassischen Riesentorlauf in diesem Weltcup-Winter, einen Tag später erster Stockerlplatz in einem Technik-Event - Roland Leitinger und Marco Schwarz zeigten damit, dass das Potenzial für Spitzenergebnisse auch ohne Marcel Hirscher vorhanden wäre.

Mit Rang drei im Parallel-Riesentorlauf am Montagabend brachte Leitinger den ersten Podestplatz für einen ÖSV-Rennläufer in einem Technikrennen seit dem Saison-Kehraus 2018/19 in die Bücher. "Ganz am Anfang habe ich noch ein bisschen gewackelt, bin trotzdem Fünfter gewesen in der Quali. Dann ist der Lauf sogar noch ein bisschen gerader gewesen, das ist mir eigentlich voll entgegengekommen", berichtete der Salzburger. "Von Lauf zu Lauf bin ich dann immer noch sicherer geworden. Schade nur, dass ich im Halbfinale ein bisschen zu viel riskiert habe."

Die Freude über sein erstes Weltcup-Podium überwog trotzdem alles andere. Der dadurch geschaffene Selbstvertrauen-Turbo soll nun auch im klassischen Riesentorlauf wirken und Leitinger bessere Resultate bescheren. "So sollte es weitergehen. Natürlich, die Brust wächst damit", meinte der 28-Jährige, der heuer nur in Sölden als 19. unter den ersten 20 war. "Ich habe schon gemerkt, dass ich das Herz in die Hand nehme. Das taugt mir, dass ich da wieder hinkomme, dass ich in einem Rennen einfach durchziehe."

Marco Schwarz: "Braucht noch Arbeit, um ganz vorne mitzufahren"

Schwarz war schon zuvor am Sonntag als Sechster dafür verantwortlich, dass die ÖSV-Riesentorläufer erstmals in der Saison in den Top Ten vertreten waren. "Bestes Weltcup-Ergebnis (im Riesentorlauf; Anm.), von dem her bin ich sehr zufrieden. Natürlich braucht es noch Arbeit, um ganz vorne mitzufahren. Da bin ich mir aber sicher, dass das auch kommt", meinte der Kärntner im Anschluss. Nachsatz: "Ich glaube schon, dass das allen ein bisschen Auftrieb gibt."

Im Parallel-Riesentorlauf kam der dreifache WM-Medaillen-Gewinner von Aare 2019 dann zwar überhaupt nicht ins Fahren und rauschte nach seinem Quali-Aus gleich zurück in die Heimat. Dort waren zwei Ruhetage angesagt, wobei Schwarz am Christtag schon wieder mit Aktivieren beginnen wollte. Und: "Ein paar Keks werde ich mir gönnen, dann habe ich sicher wieder die Kraft."

Positiv ist jedenfalls, dass sein im Februar demoliertes, linkes Knie den Belastungen auf der rumpeligen Gran Risa standhielt. "Auf alle Fälle. Den Härtetest habe ich, glaube ich, bestanden", betonte Schwarz. Nun überlegt er, in Bormio sogar die erste Kombination in diesem Weltcup-Winter in Angriff zu nehmen. "Bormio hätte ich jetzt einmal geplant. Natürlich habe ich noch kein Speed-Training. Wenn es sich ausgeht, werde ich daheim trainieren und dann sehr, sehr spontan entscheiden", kündigte er an.

Gefahren wird am kommenden Sonntag zunächst ein Super-G, dann ein Slalom, wobei die Schnellsten im Speed-Event mit den niedrigeren Startnummern auf die Piste dürfen. Das macht die Sache für Läufer wie Vincent Kriechmayr noch interessanter. "Wir haben uns oft über die Kombi aufgeregt, und zurecht aufgeregt", sagte der Speed-Akteur. "Es waren wirklich oft die Pisten im Slalom schlecht, du hast keine Chance mehr gehabt. Hoffentlich sind die Pisten im Slalom weiterhin schlecht, und wir fahren vorneweg."

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