Wintersport

Kombination in Ramsau: Riiber feiert sechsten Saisonsieg, Greiderer Fünfter

Von APA
Lukas Greiderer arbeitet an seiner Bestform

Die Nordischen Kombinierer des ÖSV haben beim Heim-Weltcup in Ramsau ihren ersten Podestplatz der Saison verpasst, die Bilanz fiel dennoch positiv aus. Lukas Greiderer war am Wochenende mit den Rängen sechs und fünf jeweils der bestplatzierte Österreicher, am Sonntag fehlten dem Tiroler gegen die drei besten Läufer nur 5,3 Sekunden auf einen Top-3-Platz. Jarl Magnus Riiber siegte zum sechsten Mal.

"Heute habe ich mir schon gedacht, dass sich einmal ein Podest ausgeht", meinte Greiderer, der nach dem Springen mit 29 Sekunden Rückstand Sechster gewesen war. "Ich habe auf den letzten Metern alles gegeben. Es hat unter Anführungszeichen 'nur' für den fünften Platz gereicht, aber ich bin schon zufrieden, es war eine Steigerung gegenüber gestern."

Mit 9,4 Sekunden Rückstand stellte der 26-Jährige seine zweitbeste Weltcup-Platzierung erneut ein. "Wenn man beim Schlusssprint gute Verfassung hat, steht man ganz oben, und wenn man nicht mehr ganz so viele Körner übrig hat, ist man Fünfter", meinte der Weltcup-Zweite von Schonach im heurigen März. Er nehme aber ein gutes Gefühl mit. "Ich bin auf der Schanze und in der Loipe gut drauf, jetzt wird Weihnachten gefeiert."

Lukas Greiderer hält lange mit

Greiderer hatte sich auf der letzten Runde hinter Solo-Spitzenreiter Riiber mit den stärksten Läufern gemessen. Der Norweger Jörgen Graabak (+2,8 Sek./Zweitbester in der Loipe), Vortagssieger Vinzenz Geiger (+4,1/schnellste Laufzeit) und der Finne Ilkka Herola (4,2) hatten zu Greiderer aufgeschlossen und platzierten sich auf den Rängen zwei bis vier. Eric Frenzel (11,2), der Schnellste des Samstags, wurde Siebenter.

Jarl Magnus Riiber feierte im siebenten Bewerb den sechsten Sieg. Er hatte auf der 10-km-Strecke die etwas besseren Springer Jens Luraas Oftebro (6./+10,1) und Espen Björnstad (9./20,4) distanziert und hielt die Verfolger knapp auf Distanz. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Taktik", meinte der 22-Jährige. "Aber im Langlauf habe ich noch zu arbeiten."

Franz-Josef Rehrl mit dem Rennen der Saison

Martin Fritz rehabilitierte sich nach Frühstart und Disqualifikation am Samstag mit dem 13. Rang (+1:05,2 Min.). "Leider war es auf der Schanze nicht ganz das, was ich mir erwartet habe. Aber die Form passt. Dass ich nicht weit weg bin, das stimmt mich positiv", sagte der Wahl-Ramsauer.

Lokalmatador Franz-Josef Rehrl landete mit 1:05,5 Minuten Rückstand unmittelbar hinter seinem Nachbarn. Er sei nach einem Stockbruch gut reingekommen, sagte der Siebente des Springens. "Ich hatte Spaß beim Laufen, es war vom Gefühl her sicher das beste Rennen der Saison", erklärte der dreifache Bronze-Gewinner der Heurigen Heim-WM.

Gemüse und Nudeln zum Weihnachtsmahl

Der 26-Jährige ließ das Jahr zufrieden Revue passieren. "2019 war ein richtig geiles Jahr für mich und jetzt habe ich noch einen versöhnlichen Abschluss des ersten Teils des Winters geschafft. Sein Speiseplan für Weihnachten: "Keine Kekse, keinen Braten, sondern viel Gemüse, gesund essen und gute Nudeln, dann habe ich wieder Kraft und bin auch leichter."

Podest in greifbarer Nähe

Ein Top-Drei-Platz könne schon bald erreicht werden, glaubt Rehrl. "Thomas Jöbstl, Fritz oder Greiderer, das ist nur eine Frage der Zeit. Jeder von uns hat das Potenzial. Es muss halt zusammenpassen", sagte der Vorjahres-Zweite von Ramsau. "Vielleicht sind wir am Ende der Saison alle vorne, das wäre das Ziel."

Cheftrainer Christoph Eugen lobte Greiderer für seine aktive Rolle in der Loipe. "Im Springen hatte er leider schlechten Wind und Graabak und Geiger sind halt die besten Finisher", sagte der Steirer. "Aber Luki muss geduldig bleiben. Wenn er sich so stabilisieren kann, wird irgendwann auch der Podestplatz kommen." Der sei natürlich ein großes Ziel. "Aber wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Wir werden weiter trainieren. Ich glaube, dass wir im Jänner noch stärker zurückkommen."

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