Wintersport

Mikaela Shiffrin gewinnt Slalom in Levi, Katharina Truppe feiert ersten Podestplatz

Von APA
Mikaela Shiffrin zog an Petra Vlhova vorbei

Neue Slalom-Saison, altes Siegergesicht: US-Skistar Mikaela Shiffrin ließ die Konkurrenz im Torlauf von Levi weit hinter sich. Größer aber war der Jubel bei der Österreicherin Katharina Truppe, die als Dritte erstmals in ihrer Karriere am Podest landete. Die Halbzeitführende Petra Vlhova schied aus.

Sollte die Konkurrenz in Sölden den Eindruck bekommen haben, Shiffrin wäre in der neuen Saison schlagbarer geworden, so bekam diese Hoffnung in Levi keine neue Nahrung. Nach Rang zwei hinter Sensationssiegerin Alice Robinson zum Auftakt, schlug Shiffrin in ihrer Kerndisziplin Slalom eindrucksvoll zurück.

Shiffrin überflügelte Stenmark

Mit Laufbestzeit distanzierte Shiffrin die Schweizerin Wendy Holdener um 1,78 Sekunden und überholte mit ihrem 41. Karriere-Erfolg im Slalom den Schweden Ingemar Stenmark in der "ewigen" Disziplinenwertung. "Als ich klein war, wollte ich die beste Skifahrerin der Welt werden. Dass ich aber einmal 41 Slalom-Weltcupsiege haben würde, habe ich nie zu träumen gewagt", sagte Shiffrin.

Der vergleichsweise verschlafen wirkende Levi mit Rentier- und Weihnachtsmann-Ambiente kam ihr da gelegen. "Denn es hat mich niemand im Vorfeld auf diesen Rekord angesprochen." Der Weg zu ihrem 61. Weltcup-Sieg wurde auch durch den Ausfall Vlhovas begünstigt. Shiffrin sagte auch für diese Saison einen Zweikampf mit der Slowakin voraus: "Sie wird in den nächsten Rennen sicher wieder sehr stark sein."

Shiffrin, deren Fokus zuletzt auf den langen Skiern gelegen hat, fühlte sich bei ihrem schon vierten Sieg nördlich des Polarkreises als glückliche Siegerin. "Es war heute auch etwas glücklich, aber bin auch gut gefahren." Sie hat längst Kurs auf ihren vierten Gesamtsieg in Folge genommen. "Der Podestplatz in Sölden und heute hier der Sieg, das ist ein guter Start in die Saison. Der Speed ist da."

Truppe: "Es war eine Extremsituation"

Truppe, die schon im ersten Lauf mit Platz drei überraschte, hielt dem Druck in der Entscheidung stand. "Es war eine Extremsituation. Es war so ruhig, es waren keine Leute mehr und ich war extrem nervös", beschrieb Truppe die Situation, als nur noch die beiden besten Slalomläuferinnen der Gegenwart mit ihr am Start des knapp 500 Meter hohen Tunturi standen. Kurz darauf fuhr sie in 59,87 Sekunden abermals drittbeste Laufzeit und erhielt damit den Beweis, dass nach schwankenden Trainingsleistungen "die Rennform" stimmt. "Denn im Training war ich von uns Mädels nie die Schnellste."

Die Aussage unterstreicht die Kompaktheit des jungen ÖSV-Slalom-Teams. Katharina Liensberger, die im Sölden-Riesentorlauf wegen eines fehlenden Ausrüstervertrages noch gefehlt hatte, wurde Siebente. "Ich bin mit all dem Drumherum scheinbar recht gut zurechtgekommen und deshalb megahappy, dass es so weit gereicht hat", sagte die Vorarlbergerin.

Katharina Huber erreichte ihr "insgeheim" anvisiertes Top-Ten-Ergebnis als Achte. Und dies trotz "etwas fehlerhafter" Fahrt, wie sie zugab. "Ich habe Gas gegeben, da passieren eben auch Fehler." Einen großen Schritt nach vorne machte noch Katharina Gallhuber, die sich in ihrem ersten Rennen nach Kreuzbandriss von Position 27 auf Endrang 15 verbesserte. Auch die mit Nummer 52 an den Start gegangene Franziska Gritsch durfte als 14. mit ihrem Auftritt nördlich des Polarkreises zufrieden sein.

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